Wie man der Hündin beim Gebären hilft

Es ist etwas ganz besonderes, das Wunder der Geburt mitzuerleben, sei dies bei einem Menschen oder einem Tier. In diesem Artikel erklären wir dir, wie du deiner Hündin beim Gebären helfen kannst.

Es ist etwas ganz Besonderes, das Wunder der Geburt mitzuerleben, sei dies bei einem Menschen oder einem Tier.  Wenn wir außerdem noch in einer emotionalen Verbindung zu der neugewordenen Mutter stehen, ist die Freude natürlich um so größer. Deswegen gehört es zu einem der schönsten Ereignissen unseres Lebens, unsere Hündin beim Gebären mitzuerleben.

Im folgenden Artikel geben wir dir einige Tipps, damit du nicht nur ein Zuschauer bleibst, sondern deiner Hündin beim Gebären helfen kannst und ihr den Moment zusammen genießt.

Woher man merkt, dass die Hündin gebären wird?

Hündinnen verhalten sich ganz anders als Menschen während der Geburt, erwarte deshalb keine lauten Geräusche, die dir ankündigen, dass die Welpen bald zur Welt kommen.

Wir verstehen, dass du dir vielleicht nicht ganz sicher bist, wann der große Moment kommt, deswegen erklären wir dir hier einige Zeichen, die uns zu verstehen geben, dass die Geburt kurz bevorsteht:

Hündin und Welpen

  • Im Boden buddeln. Nicht jede Hündin agiert auf diese Art, doch es ist eine sehr oft vorkommende Verhaltensweise. Die Hündinnen buddeln ein Loch in der Erde, damit sie ein warmes, gemütliches Plätzchen haben, aus dem die Welpen nicht so schnell entfliehen können.
  • Die Hündin stößt Milch durch ihre Milchdrüsen aus. Wenn eine Hündin kurz vor dem Gebären steht, dann sickert für gewöhnlich Milch aus den Milchdrüsen. So zeigt sie, dass sie bereit für die Geburt ist.
  • Appetitlosigkeit. Kurz vor ihrer Geburt bewegen sich die Welpen viel im Bauch ihrer Mutter. Deswegen kann es sein, dass die Hündin an Übelkeit leidet und deswegen ihren Appetit verliert.
  • Erbrechen. Durch die Bewegungen der ungeborenen Welpen kann es sogar zu Erbrechen kommen. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung, die Hündin braucht nur Ruhe und Zuneigung, damit sie sich nicht alleine fühlt.
  • Gelassenheit. Wenn die Hündin kurz vor dem Gebären steht, dann legt sie sich hin, ist sehr ruhig und keucht möglicherweise einige kurze Atemzüge. Es ist wichtig, ihr Wasser bereitzustellen, da eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung in diesen Momenten wesentlich ist.

Wie kannst du deine Hündin beim Gebären unterstützen?

Wenn der Moment gekommen ist, an dem du merkst, dass die Ankunft der Welpen naht, solltest du deiner Hündin beim Gebären helfen. Wie geht das?

  • Bereite einen ruhigen Platz für sie vor. Bereite einige Wochen vor der Geburt einen abgeschiedenen Platz für die Hündin vor. Sie sollte sich dort in einer angenehmen Atmosphäre wohl und sicher fühlen. Falls du andere Haustiere hast, sollten diese an den Platz der Hündin gelangen können. Zeige ihr diesen Platz und wenn du die oben beschriebenen Signale bemerkst, hilf ihr, zu ihrem Ort zu kommen.
  • Du solltest während der Geburt nicht eingreifen, außer es ist unbedingt notwendig. Die Mutter gebärt die Welpen und es macht dabei nichts aus, ob sie mit dem Kopf oder dem Hinterteil zuerst geboren werden – beides ist normal. Danach reinigt die Mutter die Plazenta und durchkaut die Nabelschnur.

Wenn deine Unterstützung notwendig ist

Da sind die Welpen, wo ist die Hündin?

  • Wenn die Mutter aus welchem Grund auch immer nicht den Beutel zerreißen kann, in dem jeder einzelne Welpe geboren wird, dann solltest du ihr dabei helpfen. Zerreiße ihn vorsichtig und lege den Welpen erneut zu seiner Mutter.
  • Du kannst auch dabei helfen, wenn die Mutter anfängt, ihren Welpen die Plazenta abzulecken, um sie zu reinigen. Wenn sehr viele Welpen geboren wurden, kannst du das Muttertier dabei mit einem sanften, angefeuchteten Tuch unterstützen.
  • Die Welpen werden ca. alle 30 Minuten geboren. Wenn du bemerkst, dass nach diesem Zeitraum keine mehr geboren werden, du dir aber sicher bist, dass sich noch weitere Welpen in der Hündin befinden, dann rufe den Tierarzt an. Falls das Gegenteil geschieht und die Hündin weiterhin Wehen hat, obwohl schon alle Welpen geboren wurden, solltest du ebenfalls den Tierarzt rufen.
  • Beobachte die Welpen. Es kommt oft vor, dass ein Welpe einige Minuten oder Stunden nach der Geburt stirbt. Die Mutter kann in diesen Fällen nicht viel tun, du jedoch schon. Wenn du bemerkst, dass eines der Welpen nicht atmet, dann reinige ihm das Maul und reibe sanft seinen Körper. Vielleicht kommt er wieder zu Leben. Falls dir dies nicht gelingt, dann entferne ihn vom Hundebett, damit die Mutter ihn nicht frisst und die17 anderen Welpen ihm sich nicht annähern, um ihn zu beschnüffeln.

Wenn der Geburtsprozess vorüber ist, dann kontrolliere, ob die Hündin kein Hundebaby zurückweist und alle gleichmäßig füttert. Gib der Hündin qualitativ hochwertiges Fressen, damit sie stark bleibt und ihre Welpen hüten kann.

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