Tierquälerei: Ein Affe mit Kleidung ist nicht lustig

12. Oktober 2018
Traurig aber wahr: Noch immer muss man manchen Menschen ins Bewusstsein bringen, dass ein Affe mit Kleidung nicht lustig ist. In vielen Fällen handelt es sich um Tierquälerei. 

Traurig aber wahr: Noch immer muss man manchen Menschen ins Bewusstsein bringen, dass ein Affe mit Kleidung nicht lustig ist. In vielen Fällen handelt es sich um Tierquälerei.

Wir laden dich heute ein, mit uns darüber nachzudenken. 

Affe mit Kleidung und andere Fälle von Primatenmissbrauch

Im Internet und in Filmen ist sehr oft ein Affe mit Kleidung zu sehen. Oft wird den Tieren auch menschliches Verhalten beigebracht. Obwohl das auf den ersten Blick lustig erscheint, steckt dahinter eine grausame Wirklichkeit.

Wir sprechen von vermenschlichten Tieren, die unnatürliche Fähigkeiten wie Radfahren oder Rauchen lernen. Um Vermenschlichung geht es auch, wenn wir menschliche Erklärungen für tierisches Verhalten bei Wildtieren zu versuchen geben.

Doch man darf dabei nicht vergessen, dass ein Affe als Haustier enorm leidet. Man muss ihn den Armen seiner Mutter entreißen, um ihn zähmen beziehungsweise vermenschlichen zu können. Ein klares Beispiel sind die Darsteller der Bilder, die wir dir heute zeigen.

Wenn ein Affe als Haustier gehalten wird oder im Fernsehen auftritt, darf er sich nicht wie ein wildes Tier verhalten, denn dies könnte schließlich gefährlich sein. Wenn wir einen Affen mit Kleidung sehen, wissen wir, dass dieser Primate vermenschlicht ist und einen Leidensweg hinter sich hat.

Tierquälerei: Ein Affe mit Kleidung und Hut

Das falsche Lächeln der Primaten

Es gibt noch andere Hinweise auf das Leiden dieser Tiere; viele Primaten zeigen an ihren Gesichtsausdrücken, wie sie sich fühlen. Doch meist schenken wir diesen keine Bedeutung oder interpretieren sie falsch.

Während für Menschen das Lächeln eine gute Bedeutung hat, ist es beim Affen Angst, wenn er uns die Zähne auf ähnliche Weise zeigt: Das ist seine Waffe, die er verwendet, um seine Furcht auszudrücken.

Wenn wir einen Affen mit Kleidung oder einem menschlichen Verhalten sehen, erscheint er oft mit diesem Ausdruck der Angst. Vielen erscheint dies lustig, doch das Training erfolgt durch Angst und Misshandlungen. 

Es gibt nur eine Möglichkeit zu erreichen, dass ein Tier Angst ausstrahlt, wenn man es will. Tatsächlich wurde bewiesen, dass die Mehrheit der Primaten, die in Filmen mitspielen, dieses Verhalten zeigt.

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Folgen der Vermenschlichung von Affen

Diese Tiere von ihren Müttern zu trennen, um sie zu vermenschlichen, hat viele Folgen: Die Beziehung zwischen Müttern und Kindern ist bei allen Primaten stark, von der menschlichen Spezies bis zum Kapuzineraffen.

Tierquälerei: Ein Affe mit Kleidung ist nicht natürlich

Die Verwendung dieser Tiere für Filme oder als Haustiere führt zu psychologischen Problemen. Diese sind ähnlich wie bei Waisen, die schlecht behandelt werden und denen es an Zärtlichkeit und Zuneigung fehlt.

Es handelt sich um komplexe Wildtiere, die in großen Affenherden der gleichen Art leben müssen.

Es gibt jedoch auch andere, weniger bekannte Folgen: Es hat sich gezeigt, dass das Teilen von Bildern eines Affen mit Kleidung oder als Haustier den illegalen Handel wilder Arten erhöht, was diese Tiere vom Aussterben bedroht.

Einer der bekanntesten Fälle ist der langsame Loris, ein giftiges Säugetier, dessen illegale Jagd schlagartig mit den Youtube-Videos, wo er als Haustier gezeigt wird, anstieg.

Dies ist das beste Beispiel, bei dem es sich um eine Vermenschlichung von natürlichem Verhalten handelt: Man sieht wie der Loris seine Arme hebt, wenn man ihn kitzelt. Es ist jedoch ein Abwehrverhalten: An den Ellenbogen des langsamen Loris befinden sich giftige Drüsen.

Zahlreiche Behörden haben die Gefahren der Vermenschlichung von wilden Tieren und ihre Verwendung in der Film- und Unterhaltungsindustrie angezeigt.

Eine der bekanntesten Tierschützerinnen ist Jane Goodall, die viele Schimpansen und andere Arten in ihren Primatenschutzgehegen gerettet hat und darum bittet, diese Art von Bildern in sozialen Netzwerken nicht zu teilen.

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