11 Kuriositäten über Pumas

Der Puma ist ein faszinierendes Tier voller Überraschungen. Hier verraten wir dir ein paar Fakten, die du bestimmt noch nicht kennst. Nach dem Lesen wirst du diese beeindruckenden Tiere noch mehr bewundern.
11 Kuriositäten über Pumas

Letzte Aktualisierung: 16. April 2022

Großkatzen sind stets das Objekt der menschlichen Bewunderung – zumindest aus der Ferne. Niemand würde einer von ihnen überraschend begegnen wollen. Trotzdem kann es bestimmt nicht schaden, ein paar Kuriositäten über Pumas zu erfahren! Die, die wir dir heute vorstellen, werden dir sicher gefallen!

In diesem Artikel kannst du ihr Wesen anhand verschiedener Fakten besser kennenlernen, und wir glauben, dass dich das, was du liest, überraschen wird. Verpasse diesen Artikel nicht, denn wer Tiere kennt, lernt sie zu respektieren.

Kurioses über Pumas

Der Puma, dessen wissenschaftlicher Name Puma concolor lautet, ist auch als Puma, Berglöwe oder amerikanischer Löwe bekannt. Er gehört zur Familie der Katzen (Felidae) und hat mehrere Unterarten. Es wird dich interessieren, dass es überhaupt keinen Unterschied zwischen den Bezeichnungen gibt – in verschiedenen Länder hat das Tier schlichtweg unterschiedliche Namen.

11 Kuriositäten über Pumas


1. Der Puma ist das am weitesten verbreitete Landsäugetier

Der Puma ist auf dem amerikanischen Kontinent heimisch. Sein Verbreitungsgebiet ist riesig und reicht vom Yukon in Kanada bis zu den südlichen Anden und Patagonien. Seine Population ist jedoch weit verstreut, da es große Gebiete für jedes Individuum benötigt.

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2. Der Puma passt sich an alles an

Das Geheimnis des Überlebens dieser Art ist ihre Anpassungsfähigkeit. Von Kanada bis Patagonien gibt es verschiedene Biome, an die sich der Puma ohne Probleme anpasst. Außerdem ernährt er sich als Generalist von einer Vielzahl von Beutetieren, von Huftieren bis zu Kameliden.

3. Pumas jagen aus dem Hinterhalt

Eine weitere Besonderheit der Pumas ist ihre Art zu jagen. Dank ihrer Schläue und ihres ruhigen Verhaltens beim Abwarten können sie sich ihrer Beute unbemerkt nähern und vermeiden so ständige Kämpfe, bei denen sie verletzt werden können. Sie gehen den Beutetieren direkt an die Kehle.

4. Pumas sind territorial und einzelgängerisch

Wie bereits erwähnt, sind Pumas über viele Quadratkilometer verteilt, aber ihre Populationsdichte ist gering. Die Ausdehnung des Territoriums eines jeden Individuums hängt von der Häufigkeit der Beute ab, sodass sie sich weiter voneinander entfernen, wenn die Beute knapper wird.

In manchen Gebieten konkurrieren sie auch mit anderen Raubtieren, wie dem Jaguar, der größer ist als der Puma.

5. Die Pumas können nicht brüllen

Trotz seiner Größe ist der Puma enger mit kleinen Katzen (wie der Hauskatze) verwandt als mit seinen Vettern in der Gattung Eigentliche Großkatzen (Panthera): Löwe, Tiger, Leopard und Jaguar. Pumas hingegen miauen und schnurren.

Das Brüllen wird unter anderem durch die Vibration des Zungenbeins erzeugt, einer schwimmenden Verknöcherung in der Kehle der Raubkatze. Pumas haben diesen Knochen nicht.

6. Der Puma ist ein “Superpredator”

Das Wort Superpredator bezieht sich auf Tiere, die sich von anderen Tieren ernähren, um zu überleben, aber von keiner anderen Art gejagt werden. Der Puma ist einer von ihnen. Das heißt aber nicht, dass er nicht bedroht ist, denn in seinem Lebensraum muss er mit anderen Jägern konkurrieren.

7. Pumas verstecken ihre Nahrung

Das ist eine weitere charakteristische Eigenschaft von Pumas: Sie verstecken sich, wenn sie fressen – auch wenn das bedeutet, dass sie ein großes Tier, das sie gefangen haben, mehrere Meter weit schleppen oder damit sogar auf einen Baum klettern müssen. Dafür gibt es einen Grund. Diese Raubkatzen jagen alle paar Tage und fressen sich an der Beute satt, weil sie nicht wissen, wann sie die nächste erlegt haben werden. Deshalb verstecken sie das Fleisch, bevor sie es verzehren, damit kein Konkurrent es stehlen kann.

Um mit der Beute auf dem Rücken auf Bäume zu klettern, braucht man starke Muskeln. Tatsächlich können Pumas beim Laufen 64 Kilometer pro Stunde erreichen und sechs Meter hoch springen, manchmal sogar noch höher.

9. Der Puma ist Protagonist in indigenen Kulturen und Mythologien

Die Menschen, die in der Nähe dieser Tiere lebten, waren sich ihrer enormen Kraft und Anmut durchaus bewusst. Deshalb erkannten sie die indigenen Völker Amerikas in ihrer Kultur an. Die Inkastadt Cusco wurde in der Form eines Pumas entworfen und der Titicacasee erhielt seinen Namen vom Aymara-Wort titi, was „Große Katze“ oder „Jaguar“ bedeutet.

Auch in Nordamerika gibt es Hinweise auf dieses große Tier. Für die Apachen und Walapai war der Puma ein Vorbote des Todes. Auch die Cheyenne erwähnten den Puma in ihren alten Schriften.

10. Es ist ungewöhnlich, dass Pumas Menschen angreifen

Obwohl es einige dokumentierte Angriffe auf unsere Spezies gegeben hat, laufen diese Raubkatzen normalerweise vor uns davon. Sie wissen, dass von Menschen Gefahr ausgeht und greifen nur an, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlen. Menschen stehen nicht auf ihrem Speiseplan.

11. Pumas sind eine gefährdete Art

11 Kuriositäten über Pumas

Der Puma gehört derzeit zu den weniger bedrohten Arten laut der IUCN. Die größte Bedrohung für ihn ist der Verlust seines Lebensraums, da die durch Industrie- und Siedlungsentwicklung verursachte Abholzung sein Territorium zersplittert und ihn zu einem größeren Konkurrenzverhalten zwingt.

Andererseits gilt er seit Beginn der europäischen Kolonisation in Amerika als gefährliche Raubkatze, sodass seine wahllose Bejagung viele Jahrhunderte lang erlaubt und toleriert wurde.

Glücklicherweise wird das Bewusstsein für die Bedeutung der einheimischen Tierwelt immer weiter geschärft und verbreitet. Damit mangelt es nicht an Menschen, die sich um Pumas sorgen. Nach und nach werden wir noch mehr über die wunderbare Natur dieser Raubkatzen zeigen können.

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