Klimaerwärmung: Die Saigaantilope ist stark gefährdet

· 14. April 2019
Die Saigaantilope ist ein seltsam anzusehendes Tier, das in den letzten Jahren starke Verluste in der Population erlitten hat. Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen unermüdlich zu verhindern, dass diese Art völlig ausstirbt.

Die Saigaantilope ist stark gefährdet aber die illegale Jagd ist dabei nicht die einzige Bedrohung. Lies in diesem Artikel, was die globale Erwärmung mit dem Tod von mehr als 90 % der Population der Saigaantilopen in den letzten 20 Jahren zu tun hat.

Die Saigaantilope ist ein seltsam anzusehendes Tier, das in den letzten Jahren starke Verluste in der Population erlitten hat. Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen unermüdlich zu verhindern, dass diese Art völlig ausstirbt.

Saigaantilopen sind Wandertiere, die Zentralasien, seine Ebenen und semiaride Zonen bewohnen. Das ganze Jahr über wandern die Saigaantilopen durch Kasachstan, die Mongolei, Südrussland, Turkmenistan und Usbekistan.

Normalerweise wandern die Tiere etwa tausend Kilometer pro Jahr. Saigaantilopen wandern in der Regel von Norden nach Süden und umgekehrt. Allerdings haben mehrere Wissenschaftler von Zeit zu Zeit von unregelmäßigen Bewegungen berichtet.

Das wohl auffälligste Merkmal dieser Antilopenart ist ihre pralle und rüsselförmige Nase. Diese Nase ist ein Überbleibsel ihrer Entwicklung. Das Geruchsorgan hat sich so entwickelt, dass es wie ein Luftfilter wirkt.

Lies weiter:

Der Helmhokko ist vom Aussterben bedroht

Die Nase der Saigaantilope ist groß und flexibel. Sie besitzt eine komplexe innere Struktur, die verschiedenen Zwecken dient. Während der Wanderungen filtert die Nase die Luft, damit kein aufgewirbelter Staub oder Schmutz in die Lunge gelangt.

In der Wintersaison erwärmt die Nase die Luft, bevor sie die Lunge erreicht, so dass das Tier eine stabile Körpertemperatur beibehalten kann.

Die Saigaantilope ist stark gefährdet - sie kann Paktieren in der Nase haben.

Wenn der Frühling kommt, wandern die Saiga-Weibchen in die Paarungsgebiete. Diese Flächen sind seit Dutzenden von Jahren die gleichen: breite Wiesen mit hohem Gras.

Die Saigaantilope ist stark gefährdet. Dies ist zum einen auf illegale Jagd und Wilderei zurückzuführen. Die Hörner der Saigaaantilopen werden auf dem Schwarzmarkt zu sehr hohen Preisen verkauft. In China haben die Hörner der Saigaantilopen einen hohen traditionellen Wert.

Zum Massensterben der Saigaantilope

Die illegale Jagd, ein Anliegen verschiedener Tierschutzgruppen, ist nicht die einzige Bedrohung für die Saigaantilope. Es gibt einen stillen Feind, dem es im Laufe der Jahre gelungen ist, mehr als 90 % der gesamten Population zu vernichten.

Im Jahr 2015 starben plötzlich innerhalb weniger Tage rund 200 000 Saigaantilopen. Die Forscher waren über dieses Phänomen entsetzt und Tausende von Tieren brachen ohne ersichtlichen Grund entlang der Prärien von Kasachstan zusammen.

Die Saigaantilopen wurden während der Katastrophe in ihrem üblichen Paarungsgebiet eingesammelt. Verschiedene Experten – darunter Tierärzte, Zoologen und Ökologen – gaben zu, dass sie so etwas noch nie gesehen hatten.

Die Saigaantilope ist stark gefährdet - durch die Klimaerwärmung.

Nach mehreren Analysen stellten sie fest, dass die Todesursache eine schwere Infektion im Blutkreislauf durch ein Bakterium war. Diese Infektion verursachte bei den Tieren schwere innere Blutungen und Sepsis.

Jüngste Studien ergaben, dass die Vermehrung der tödlichen Bakterien durch das damalige Wetter verursacht wurde: zu feucht und zu heiß. Nach der Untersuchung der historischen Beweise aus früheren Forschungen über die Antilopen wurde ein überraschendes Ergebnis erzielt.

Die Katastrophe von 2015 ist nicht das erste Massensterben der Saigaantilopen. In regelmäßigen Abständen ist diese Art bei den meisten Populationen plötzlich gestorben.

Nach der Analyse der historischen Beweise kamen die Experten zu dem Schluss, dass das Klima jedes Mal ähnlich war, wenn das Sterben auftrat. Aber wie hängt nun heißes, feuchtes Wetter mit der Ausbreitung von Krankheiten zusammen?

Die Saigaantilope ist stark gefährdet: globale Erwärmung, Wanderungen und Infektionskrankheiten

Die globale Erwärmung ist ein Phänomen, das Regierungen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt seit Jahren beschäftigt. Aber die globale Erwärmung betrifft nicht nur den Menschen.

Der beschleunigte Klimawandel, der durch die Industrialisierung des Menschen verursacht wurde, hat schwerwiegende Folgen für die Flora und Fauna der Welt.

Aufgrund der globalen Erwärmung musste eine große Anzahl von Arten in ein für ihr Überleben besser geeignetes Klima wandern.

Die Saigaantilope ist stark gefährdet - durch Wilderei.

Das könnte dich auch interessieren:

Der Kiwi – der neuseeländische Vogel, der nicht fliegt

Viele Tier- und Pflanzenarten reagieren auf steigende Temperaturen und ziehen in kältere Klimazonen. Das bedeutet, dass sich auch viele krankheitsträchtige Insekten bewegen.

Wenn die Temperaturen steigen und sich das Wetter ändert, ändern sich auch die Niederschlagsperioden. So vermehren sich regenbedingte Schädlinge in tropischen Gebieten – wie Moskitos – wie nie zuvor.

Wissenschaftler wissen seit langem, dass warme Klimazonen das ideale Medium für die Ausbreitung von Krankheiten sind. Bakterien vermehren sich in warmen Klimazonen viel schneller.

Temperaturanstiege und Niederschlagsänderungen wirken sich, je nach Physiologie und Toleranz gegenüber dem Klimawandel, unterschiedlich auf die Tiere aus.

Bei der Saigaantilope sind die für ihr Massensterben verantwortlichen Bakterien immer in den Nasenlöchern zu finden. Es war jedoch der Temperaturanstieg, der die unkontrollierte Vermehrung der Bakterien im Körper der Saiga verursachte.

Wenn wir wollen, dass die Saigaantilope erhalten bleibt, müssen wir versuchen, unsere Produktion umweltschädlicher Gase zu begrenzen. Wie bei vielen anderen Arten, wird das Überleben der Saigaantilopen vom langfristigen Erhalt der globalen Umwelt abhängen.

  • Kock, R.; Orynbayev, M.: Robinson, S. (2018) Saigas on the brink: Multidisciplinary analysis of the factors influencing mass mortality events. Science Advances, Vo. 4.
  • Altizer, S.; Ostfeld, R. (2013) Climate Change and Infectious Diseases: From Evidence to a Predictive Framework. Science, Vol. 341.