Kennst du den Gesang der Wale?

· 3. Dezember 2018
Wale können mit über mehrere Kilometer Entfernung mit ihren Artgenossen kommunizieren, indem sie Geräusche aussenden. Diese Geräusche werden auch als Gesang bezeichnet.

Zur Kommunikation setzen Wale verschiedene Gesangstechniken ein. Der Gesang der Wale ist einer der seltsamsten Mechanismen der Natur. In diesem Beitrag erzählen wir dir Interessantes zu diesem Thema.

Wie hört sich der Gesang der Wale an?

Der Gesang der größten Säugetiere der Welt besteht aus sich wiederholenden und vorhersehbaren Mustern.

Zu den am meisten „singenden“ Arten gehört der Buckelwal, dessen Gesang dem menschlichen Gesang ähneln soll.

Auch interessant ist der Gesang des Grönlandwals, der jedes Jahr einen anderen Gesang in sein Repertoire aufnimmt, der dann von der ganzen Familie übernommen wird.

Wale sind allgemein bekannt für die „Musik„, durch die sie mit ihren Artgenossen unter Wasser kommunizieren. Da sie keine gute Sehkraft haben, können sie sich durch den Gesang der Wale orientieren und zusammenkommen.

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Dass diese Meeressäuger unter Wasser singen, ist ein sehr interessantes Phänomen. Der Schall ist im Wasser schneller als in der Luft (1500 m/s im Wasser und 340 m/s in der Luft) und legt größere Entfernungen zurück, sodass sie mit ihren mehrere Kilometer entfernten Artgenossen kommunizieren können!

Der Gesang der Wale wird unterschiedlich erzeugt.

Wale haben einen ausgeprägteren Gehörsinn als viele Landtiere, sodass sie Klänge mit erstaunlicher Präzision lokalisieren können.

Der Gesang der Wale wurde schon umfassend erforscht. Viele behaupten, er diene vornehmlich der Partnerwahl, könne aber auch andere Funktionen haben, wie z.B. die Ermittlung der Größe oder Art von in der Nähe befindlichen Objekten.

Bei einigen Arten singen nur die Männchen in der Brunftzeit. Auf diese Art werden die Weibchen beeindruckt.

Auch kann der Gesang der Wale zwischen zwei männlichen Exemplaren eine Rivalität erzeugen, mit der sie ihr Territorium abgrenzen oder ihre Überlegenheit ausdrücken und den anderen auffordern, zu verschwinden.

In der Paarungszeit „komponieren“ Buckelwale ein individuelles oder „unveröffentlichtes“ Lied, das nicht von anderen Walen nachgesungen wird.

Ein weiterer Zweck für den Gesang der Wale ist, ihren Artgenossen mitzuteilen, dass sie einen großen Fischschwarm gefunden haben, wenn sie in Gruppen oder kooperativ fressen. Dieser Gesang wird als Futter-Ruf bezeichnet.

Der Gesang der Wale als Futter-Ruf

Wie wird der Gesang der Wale erzeugt?

Im Gegensatz zum Menschen, der den Kehlkopf und die Stimmbänder benutzt, entwickeln Wale den Klang auf zwei verschiedene Arten, je nachdem, ob es sich um Zahnwale oder Bartenwale handelt.

Bei Zahnwahlen strömt die Luft durch eine Art von Lippen, wodurch sie zwei Geräusche im Gleichklang erzeugen. Die Vibration wird dabei vom Kopf angetrieben. So kann beispielsweise der Pottwal einen Gesang von bis zu 223 Dezibel aussenden.

Bartenwale (zum Beispiel Finnwale und Grau- und Grönlandwale) haben diese Lippen nicht, dafür aber einen Kehlkopf. Sie haben keine Stimmbänder und müssen keine Luft ausatmen, um die Geräusche zu erzeugen. Bartenwale singen etwa 180 Dezibel laut.

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Eine weitere interessante Tatsache: Wale, die in ähnlichen geografischen Gebieten leben, singen auf eine ähnliche Art, wenn auch mit kleinen Abweichungen.

Vergleicht man dagegen die Melodien von Arten aus verschiedenen Hemisphären, unterscheiden sie sich stark.

Auch mussten die Wale aufgrund des zunehmenden Seeverkehrs ihren Geräuschpegel erhöhen. Nur so können sie sich in einer Umgebung, die nicht mehr so still ist wie vor einigen Jahrhunderten, „Gehör verschaffen“.

Dies kann zu erhöhtem Stress und anderen Schwierigkeiten für Wale und Delfine führen, z.B. in der Paarungszeit.