Straßenhunde leiden Hunger und Durst: Wer hilft ihnen?

23. März 2018
Täglich leiden auf der Straße lebende Tiere Hunger und Durst, und niemand hilft ihnen...

„Straßenhunde leiden Hunger und Durst: Wer hilft ihnen?“. Diese Frage, um die sich alles in diesem Artikel dreht, haben sich vor einem Jahr die Initiatoren einer großartigen Idee in Quito in Ecuador gestellt. Bei dieser Idee handelte es sich um die „ComeDogs“, Futterstationen, die zur Versorgung der Straßenhunde mit Nahrung dienen. Heute, ein Jahr danach, stellen sich diese Personen erneut die gleiche Frage, da die Regierung das Projekt eingestellt hat.

Die ComeDogs von Quitumbe, Quito

Straßenhunde fressen mit ComeDog

Die ersten ComeDogs wurden im Busbahnhof in Quitumbe eingerichtet und waren nicht mehr als ein kleines Häuschen, in dem Wasser und Futter für die Straßenhunde aufbewahrt wurde. Ziel dieser Stationen war es, die am meisten benachteiligten Hunde zu versorgen und zu zeigen, dass Ecuador sich den Problemen dieser Tiere bewusst ist und großes Mitgefühl mit ihnen hat.

Die ComeDogs wurden vor einem Jahr in Betrieb genommen und nach und nach kamen immer mehr Hunde, bis die Zahl auf 40 Tiere anstieg.

Sowohl die Hunde als auch die Touristen waren an die Anwesenheit des jeweils anderen gewöhnt und niemand der Passanten hat sich darüber beschwert.

Die Idee stammt von der Organisation „Fundación los amigos de Isabela“, einer Tierauffangstation in Ecuador, die sich Tag für Tag für die am meisten benachteiligten Tiere einsetzt: die StraßenhundeZwar sind sie sich der Tatsache bewusst, dass sie das Problem nicht lösen können, doch trotzzdem versuchen sie alles in ihrer Macht stehende, um so schnell wie möglich zu helfen.

Diese Futterspender bestehen aus Behältern mit Futter und Freiwillige können dort auch eine Geldspende für frisches Futter für die Hunde hinterlegen oder Futter und Wasser für sie auffüllen.

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Die ComeDogs, Zuhause für die Straßenhunde

Seit die Futterspender vor einem Jahr aufgestellt wurden, haben es sich die Hunde angewöhnt, auf der am Busbahnhof angrenzenden Wiese auf Yolanda Alvarado zu warten, die ihnen frisches Futter bringt.

Sie liegen dort ruhig in der Sonne, belästigen niemanden und lassen sich nicht vom Lärm der Reisenden stören. Nur zum Höhepunkt des Tages kommt Bewegung in die Tiere: wenn Yolanda mit dem Futter kommt… Dieser Geruch ist das Einzige, was die Aufmerksamkeit der Hunde erregt und sie zum Aufstehen bewegt.

Wer ist Yolanda Alvarado?

Diese Frau wurde nach eigenen Aussagen dazu erzogen, Tiere zu lieben und diese Liebe zeigt sie tagtäglich. Jedoch reichen die Spenden nicht, um diese 40 Hunde zu ernähren und sie zahlt das Futter für sie aus eigener Tasche, etwa 300 Dollar im Monat.

In dieser Summe sind die Kosten für Taxi und Transport des Futters zum Busbahnhof, die medizinische Versorgung und die investierte Zeit noch nicht mit einberechnet. Zweifellos handelt es sich bei Yolanda um eine gutherzige Person.

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Das Ende von ComeDog für die Straßenhunde

kleine Straßenhunde

Die Kommunalgesellschaft für Mobilität und öffentliche Arbeiten (EPMMOP) hat sich trotz Protesten von Tierschützern dazu entschlossen, die ComeDogs zu entfernen.

Angaben der EPMMOP zufolge wurde diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen, sondern auf der Grundlage technischer Daten, die aufzeigen, dass es ungesund ist, wenn sich so viele teils kranke Tiere in dem Bereich aufhalten.

Andererseits wurden auch die folgenden Punkte als Begründung aufgeführt:

  • Die Futterspender dürfen nur betrieben werden, wenn sie überwacht werden. Warum? Das erklärte Fernando Arroyo, Koordinator des Verwaltungszentrums für zoologische Angelegenheiten in Quito nicht.
  • Wenn Tierbesitzer wissen, dass es einen Ort gibt, wo ihre Tiere mit Futter versorgt werden, werden sie ein weniger schlechtes Gewissen haben, ihre Tiere im Stich zu lassen und die Zahl der ausgesetzten Tiere wird ansteigen.
  • Ein weiteres Problem, das sie sehen ist, dass die Fütterung der Tiere deren Fortpflanzung fördert, da diese Tiere normalerweise nicht sterilisiert sind und dadurch Krankheiten entstehen können. „Aber wäre es besser, sie sterben zu lassen?“, fragen die Tierschützer. Darauf bekamen sie keine Antwort.

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In Quito gibt es noch zwei weitere Futterspender, die wahrscheinlich ebenfalls entfernt werden. Diese Entscheidung von Seiten der EPMMOP hat viel Aufsehen erregt und viele Tierliebhaber gegen sie aufgebracht.

Eine schöne Initiative mit einem traurigen Ende. Ist es, weil die Regierung kein Geld dafür ausgibt? Es ist eine Schande, dass Straßenhunde in Quito wieder zu einem traurigen Alltagsbild werden.

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