Welche Pflichtimpfungen gibt es für Hunde?

23. März 2018
Um gefährlichen Krankheiten bei deinem Hund vorzubeugen, solltest du deinen Vierbeiner impfen lassen

Um bestimmten Infektionskrankheiten vorzubeugen, gibt es einige Pflichtimpfungen für Haustiere. Zudem gibt es noch weitere freiwillige Impfungen, die je nach geografischer Lage oder dem Gesundheitszustand des Tieres variieren können. Im folgenden Bericht werden wir dir mehr zu den Behandlungen erzählen, die deinen Hund vor bestimmten Krankheiten schützen sollen. 

Pflichtimpfungen und die Gesundheit deines Hundes

Mit ungefähr 12 Wochen werden Welpen das erste Mal geimpft. In den Wochen zuvor unterstützen die Antikörper, die die Hündchen mit der Muttermilch aufnehmen, die Bekämpfung von Krankheitserregern. Sobald die Jungen nicht mehr von ihrer Mutter gesäugt werden, können und müssen sie geimpft werden.

Pflichtimpfungen bei Hund

Nimmt man einen Hund bei sich auf, sollte dieser seine Pflichtimpfungen bereits erhalten haben und man bekommt einen Impfpass vom Züchter mit. Wurde der Hund jedoch noch nicht grundimmunisiert, sollte er keinen Kontakt zu anderen Tieren haben, da er anfälliger dafür ist, sich mit Krankheiten oder Infektionen anzustecken.

Bei der Impfung bekommt der Hund Antigene eines bestimmten Virus injiziert. Der Organismus wird auf diese Weise dazu angeregt, auf die Mikroorganismen zu reagieren und Antikörper dagegen aufzubauen, um deren Ausbreitung im Körper zu verhindern.

Nach der Impfung kann das Immunsystem deines Hundes etwas geschwächt sein und er könnte krank werden (vergleichbar mit der Grippeimpfung bei Menschen). Aufgrund dieser vorübergehenden Immunschwäche ist es wichtig, dass der Hund während dieser Zeit vor Viren und Bakterien geschützt wird. Dank der Impfung kann sich der Hund in Zukunft nicht mit der Krankheit infizieren, gegen die er immunisiert wurde.

Aufgrund des Impfschutzes ist es eher unwahrscheinlich, dass dein Vierbeiner später an lebensgefährlichen oder tödlichen Krankheiten erkranken wird. Zudem wird auch die Übertragung vom Tier zum Menschen verhindert, wie es zum Beispiel bei Tollwut der Fall ist.

Pflichtimpfungen (aber auch zusätzliche freiwillige Impfungen) sollten nur dann durchgeführt werden, wenn das Tier gesund und in guter körperlicher Verfassung ist. Nebenwirkungen bei Impfungen sind völlig normal und treten fast immer auf.

Dazu zählen zum Beispiel hohes Fieber in den Stunden nach der Impfung, die Entstehung von Blutergüssen, Pickel, Juckreiz oder Zysten, besonders im Bereich rund um die Einstichstelle. Eine Zyste entsteht vor allem dann, wenn sich das Tier während der Injektion nicht ruhig verhalten hat oder die Injektionsflüssigkeit nicht mit dem Blut abgeflossen ist.

Sollte die Zyste nach ein paar Tagen noch immer nicht verschwunden sein, solltest du deinen Vierbeiner noch einmal zum Tierarzt bringen.

Das sind die Pflichtimpfungen beim Hund

Offiziell gibt es in Deutschland keine Impfpflicht für Hunde, jedoch nur solange das Tier das Land nicht verlässt. Jeder Besitzer kann selbst entscheiden, ob er sein Tier impfen lässt oder nicht. Dennoch gilt: zum Wohle des Tieres sollte es grundimmunisiert und die Impfungen regelmäßig (im Abstand von etwa 1 – 3 Jahren) aufgefrischt werden. Wenn man jedoch mit dem Tier in andere EU-Länder verreist, benötigt man einen EU-Impfpass und es muss gegen folgende Krankheiten geimpft werden:

  • Parvovirose (mit 8, 12 und 16 Wochen und 15 Monaten)
  • Staupe (mit 8, 12 und 16 Wochen und 15 Monaten)
  • Hepatitis (mit 8 und 12 Wochen und 15 Monaten)
  • Leptospirose (mit 8 und 12 Wochen und 15 Monaten)
  • Tollwut (mit 12 und 16 Wochen und 15 Monaten)
Pflichtimpfungen beim Tierarzt

Neben den Impfungen gegen die häufigsten auftretenden Krankheiten, werden noch folgende Impfungen für Hunde empfohlen:

  • Zwingerhusten
  • Borreliose
  • Canines Herpesvirus

Die Tollwutimpfung wirkt bereits ab der zweiten Woche nach der Impfung und der Hund ist ab diesem Zeitpunkt immun gegen diese Krankheit. Diese Impfung bietet bei richtiger Anwendung einen 100%-igen Schutz, der ein Jahr anhält. Die zweite Impfung hält in der Regel für zwei bis drei Jahre an.

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