Die spanischen Hunderassen

· 25. Dezember 2018
Lerne spanische Hunderassen, von den kleinsten bis zu den größten Schutzhunden, kennen.

Die spanischen Hunderassen haben ihre eigene Identität und sind treu und intelligent. Jene, die von der spanischen königlichen Gesellschaft für Hunde als einheimisch anerkannt werden, haben eine Geschichte von Tradition, Loyalität und Arbeit.

Seit jeher hat der Mensch den Hund domestiziert, um mit ihm gemeinsam verschiedene Aktivitäten wie Jagen oder Hüten durchzuführen. Mit der Zeit wurde der Hund dann zum Gefährten, Beschützer, Aufpasser und Haustier.

Eine große Vielfalt an spanischen Hunderassen

Die spanischen Hunderassen bieten eine Vielfalt an Formen, Farben, Typen und Größen. Laut wissenschaftlichen Studien stammen alle von ihrem historischen Vorfahren, dem Wolf, ab und leben heute in verschiedenen Gebieten des Landes.

Viele der spanischen Hunderassen wurden wiederentdeckt und gerettet, da sie schon vom Aussterben bedroht waren.

Die Liste der spanischen königlichen Gesellschaft für Hunde, die durch die Fédération Cynologique International (FCI) anerkannt wurde, gilt als Beweis dafür, wie erfolgreich man diese Aufgabe durchführt.

Ein Beispiel hierfür ist der Alano Español, den man für einen guten Teil des 20. Jahrhunderts für ausgestorben hielt. 1980 machten spanische Zuchtexperten es sich zur Aufgabe, die Rasse wieder erneut zu züchten. Durch die Kreuzung mit Boxern und Bulldoggen war die Rasse praktisch verloren gegangen.

Die Forscher fanden Exemplare des Alano in Vizcaya und Burgos, um eine Grundlage für die Züchtung zu haben. Heutzutage ist diese wunderschöne, alteingesessene Rasse wieder eine Realität.

Weltweit werden 337 Hunderassen von der FCI anerkannt. 21 davon stammen ursprünglich aus Spanien.

Die spanische königliche Gesellschaft für Hunde unterteilte diese Liste in Gruppen, um die Hunde durch Größe, Gewicht, Farbe, Körperbau, Fell und Ursprungsgegend zu unterscheiden.

Mallorquinischer Schäferhund und Sennenhund

In der ersten Gruppe befinden sich die mallorquinischen Schäfer- und Sennenhunde, abgesehen vom Berner Sennenhund. Die Gruppe beinhaltet die Rassen Ca de Bestiar, Gos d’Atura Catalá, Majorero Canario, Euskal Artzain Txakurra, Pastor Garafiano und der leonesische Schäferhund.

Diese Rassen stammt ursprünglich von den Balearen und es handelt sich um große, mittelschwere, schwarze Hunde, die manchmal einen weißen Fleck auf der Brust aufweisen.

Sie sind rustikal, muskulös und beweglich, ihr Fell kann sowohl kurz als auch lang sein.

Welpe blickt süß in die Kamera

Pinscher und Schnauzer

Gruppe 2 besteht aus Pinschern und Schnauzern, Molossern, Berghunden und Schweizer Sennenhunden. Man kennt sie auch als spanischer Mastiff, Pyrenäenmastiff, mallorquinische Dogge (Ca de Bou), kanarische Dogge und spanischer Alano.

Diese Rassen, die aus den Balearen kommen, eignen sich ideal als Schutz- und Verteidigungshund. In der Vergangenheit benutzte man sie, um sich vor Wölfen und Bären zu schützen.

Terrier und Rattenfänger

In der Gruppe 3 befinden sich die andalusischen und valenzianischen Terrier und Rattenfänger, die aus Andalusien stammen. Sie sind schnell und beweglich und eignen sich ideal für die Jagd auf Mäuse und Ratten.

Bei der internationalen Liste gehört die Nummer 4 den deutschen Dackeln. Bei der spanischen Einteilung erscheint die Liste leer, genauso wie Platz 9.

Spitz und Hunde vom Urtyp

Die Gruppe 5 besteht aus den Spitz und ursprünglichen Hunden. Dazu gehören der Podenco Canario, Podenco Ibicenco, Podenco Andaluz und Podenco Valenciano. Sie stammen aus Andalusien und eignen sich insbesondere für die Jagd auf Kleintiere, die sie bei Tag und Nacht durchführen.

Spür- und Suchhunde

Schweiß- und Spürhunde bilden die Gruppe 6. Der spanische Schweißhund ist für die Kleintierjagd gedacht. Er ist mittelgroß und hat ein kompaktes Skelett und starke Gliedmaßen. Er hat lange Ohren, ein glattes, enganliegendes Fell und einen liebenswürdigen Blick.

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Vorstehhunde

Jagdhund hängt die Zunge aus dem Hals

Gruppe 7 sind die Vorstehhunde. Der Perdiguero de Burgos und der Pachon Navarro sind sehr beliebt bei Jägern. Die Tiere sind rustikal und arbeiten ausdauernd in jeglichem Gelände. Sie sind gehorsam und stark.

Jagd- und Wasserhunde

Die Retriever und Wasserhunde bilden die Gruppe 8. Es handelt sich hierbei um Jagd- und Hütehunde, die auch Fischern helfen. Es gibt sie auf der iberischen Halbinsel schon sehr lange und am häufigsten kommen sie in Andalusien vor, wo sie als Schäferhunde arbeiten.

Spanischer Windhund

Auf Nummer 10 der Liste steht der beeindruckende spanische Windhund, den man schon seit der Antike kennt. Dieser Hund ist speziell für die Jagd auf Hasen geeignet, da er so schnell und sein Blick so scharf ist. Man setzt ihn ebenfalls bei der Wildschwein- und Fuchsjagd ein.

Die Rassen wurden exportiert und gelten unter anderem als die Vorväter der englischen Windhunde.

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Diese spanischen Hunderassen, von denen einige schon am Rand des Aussterbens standen, sind tüchtig, treu und intelligent. Wie gut, dass Züchter die Rassen weiter am Leben halten und es so eine große Auswahl gibt!