Haustiere: erste Hilfe bei Vergiftungen

Hunde und Katzen spielen oft im Garten und schnüffeln oder knabbern an Pflanzen, die für sie giftig sein und ihr Leben aufs Spiel setzen können.

Haustiere verfügen zwar über sehr gut ausgebildete Sinnesorgane, doch trotzdem kommt es immer wieder zu Vergiftungen durch gefährliche Substanzen. In diesem Fall ist schnelle Handlung angesagt. Was genau du bei einer Vergiftung tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Wie kann man Vergiftungen erkennen?

Hunde und Katzen spielen oft im Garten und schnüffeln oder knabbern an Pflanzen, die für sie giftig sein und ihr Leben aufs Spiel setzen können. Deshalb ist es wichtig, dass sie bereits von klein auf lernen, Pflanzen nicht anzufressen. 

Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst, musst du auch aufpassen, dass der Vierbeiner keine Lebensmittelreste in schlechtem Zustand erwischt, die unterschiedliche Reaktionen verursachen können. Die Lebensmittel auf der Straße könnten auch vergiftet sein!

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Katze schnuppert an Pflanzen, die zu Vergiftungen führen könnten

Man kann drei unterschiedliche Arten von Vergiftungen unterscheiden: Vergiftung durch Hautkontakt, durch Einatmen von Giftstoffen oder durch das Schlucken giftiger Substanzen.

Die Symptome einer Vergiftung hängen von der Substanz und der Menge ab. Meist kommt es zu Erbrechen, Durchfall, übermäßiger Speichelbildung und Atemschwierigkeiten. Das Tier kann schlaff und müde sein und keine Lust auf Fressen oder Spielen haben.

Wenn du einen Garten oder Zimmerpflanzen hast, solltst du dich informieren, welche darin vorkommenden Pflanzen für dein Haustier giftig sein können. 

Für Katzen und Hunde sind beispielsweise folgende Pflanzen gefährlich: Lorbeer, Pflanzen der Gattung Croton, Efeu, Friedenslilie, Farn, Kautschukbaum, blaue Hyazinthe, Ficus, Mistel, Lilie und Stechpalme.

Du kannst auch beobachten, ob du im Haus die Quelle des Übels finden kannst: Vielleicht findest du Spuren bei einem Reinigungsmittel auf dem Boden oder andere Anzeichen für ein Produkt, das eine Vergiftung auslösen könnte.
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Erste Hilfe bei Vergiftungen

Du solltest deinen Hund oder deine Katze so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen, um das Tier untersuchen zu lassen. Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen zu Hause sind sehr hilfreich.

Je nach Art der Vergiftung werden verschiedene Techniken empfohlen, um dem Tier das Leben zu retten.

Tierarzt behandelt Vergiftungen bei Hunden

Falls es sich um eine Hautreaktion handelt, da der Hund oder die Katze zum Beispiel Kontakt zu einer giftigen Pflanze hatte, ist die erste Maßnahme sehr einfach: Bade das Tier mit neutraler Seife oder Tiershampoo und lauwarmem Wasser.

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Wenn das Tier eine giftige Substanz eingeatmet hat, bringst du es am besten an die frische Luft oder öffnest die Fenster.

Wenn das Haustier allerdings Gift verschluckt hat, muss dieses durch Erbrechen wieder ausgestoßen werden. Brechreiz kann auf unterschiedliche Weise produziert werden, wir empfehlen dir jedoch, schnellstmöglich Hilfe beim Tierarzt zu suchen.

Wenn es sich um eine Notlage handelt, kannst du dem Hund oder der Katze einen Esslöffel einer Mischung aus Salz und Wasser geben oder diese Lösung mit einer Spritze in den Hals spritzen. Du kannst dies zweimal tun und dann abwarten, ob sich die gewünschte Wirkung zeigt.

Es gibt auch Mittel zur Darmreinigung und Darmentleerung, um den Giftstoff über den Stuhl auszuscheiden. Aktivkohle, Milch mit Öl oder verbrenntes Toastbrot können in diesem Fall zum Beispiel von Nutzen sein.

Bis der Tierarzt kommt oder du das Tier selbst zum Tierarzt gebracht hast, empfiehlt sich Ruhe. Lege das Tier in sein Bett oder auf ein Kissen und stelle ihm den Wassernapf dazu.

Vergiss nicht, dass Vorsorge die beste Medizin ist, um Vergiftungen bei Hunden oder Katzen zu vermeiden. Bewahre Reinigungsmittel gut auf, sodass das Tier keine Chance hat. Achte bei einem Spaziergang und auch bei dir zu Hause darauf, dass das Tier nichts giftiges Fressen kann.

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