Lyme-Borreliose, alles was du darüber wissen musst

· 28. Mai 2019
Die durch den Schwarzbeinigen Holzbock übertragene Lyme-Borreliose ist schwieriger zu kontrollieren als man bisher angenommen hat. Wichtige Informationen!

Die Lyme-Borreliose ist schwieriger zu kontrollieren als man bisher angenommen hat. Sie wird durch Zecken verbreitet, die nur sehr schwer zu kontrollieren sind. Auch Menschen können sich jederzeit damit anstecken, wenn sie von einem infizierten Tier gebissen werden.

Nicht alle Zeckenarten können die Lyme-Borreliose übertragen, nur der sogenannte Schwarzbeinige Holzbock, der allgemein als „Hirschzecke“ bekannt ist.

Die Krankheit kann sich zum Glück nicht so leicht ausbreiten, da die Zecke mindestens 24 Stunden lang am Körper haften muss, um dich zu infizieren.

Die Lyme-Borreliose wird durch die Hirschzecke übertragen

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Die Bakterie, die die Lyme-Borreliose verursacht

Es gibt vier Bakterienarten, die die Krankheit verursachen, was auch regional unterschiedlich ist: In den Vereinigten Staaten sind die Auslöser Borrelia burgdorferi und Borrelia mayonii, während in Europa und Asien die Borrelia afzelii und Borrelia garinii die Krankheit verursachen.

Die Zecken infizieren sich bei der Ernährung von kleinen Nagetieren, wie z.B. Mäusen oder Eichhörnchen, die mit B. burgdorferi infiziert sind. Diese Bakterie tötet die Zecke nicht, kann aber lange darin leben.

Risikofaktoren

Diese Art von Zecken findet man vor allem in sehr bewaldeten Gebieten mit üppiger Vegetation, der perfekten Umgebung für die Vermehrung dieser Parasiten. Man findet sie auch in den Wiesengebieten, im oberen Teil der Blätter, wo sie nur darauf warten, ein Tier als Wirt zu finden.

Kinder und Personen, die viel Zeit im Freien verbringen oder Aktivitäten in der Natur ausüben, werden viel häufiger von einer Zecke gebissen und daher eher mit der Krankheit infiziert.

Lyme-Borreliose in Waldgebieten

Man sollte möglichst viele ungeschützte Hautpartien vermeiden, wenn man in ländlichen Gebieten unterwegs ist, um dem Schwarzbeinigen Holzbock die Arbeit so schwer wie möglich zu machen.

Wenn du in einer Gegend lebst, in der diese Milbenart reichlich vorhanden ist, solltest du deine Haustiere von den Büschen fern halten.

Symptome der Lyme-Borreliose

Nachdem die Zecke bereits entfernt wurde, entsteht nach einigen Tagen ein  kleiner roter Pickel, ähnlich wie bei einem Mückenstich. Du weißt jedoch noch nicht, ob die Zecke infiziert war oder nicht.

Wenn du an der Lyme-Borreliose leidest, bekommst du einen Ausschlag, der sich verstärkt und die typische Ochsenaugenform hat. Dies kann am dritten Tag oder aber erst nach einem Monat der Fall sein.

Normalerweise tritt kein Juckreiz auf, doch der Bereich fühlt sich warm an, wenn man ihn berührt.

Dies ist eine typische Reaktion, aber nicht jeder reagiert gleich auf diese Krankheit. Anstatt einen konzentrierten Ausschlag an der Stelle des Bisses zu erleiden, können mehrere kleinere Ausschläge im gesamten restlichen Körper auftreten.

Wenn die Lyme-Borreliose nicht behandelt wird, können in den folgenden Monaten Beschwerden auftreten. Dazu gehören Gelenkschmerzen, meistens in den Knien, neurologische Probleme, vorübergehende Lähmung einer Gesichtshälfte, Probleme mit der Bewegung der Gliedmaßen und Taubheitsgefühl.

Zecken entfernen

Andere, weniger häufige Symptome

In seltenen Fällen können auch folgende Symptome auftreten:

  • Entzündung der Augäpfel
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Entzündungen von Organen wie der Leber
  • Extreme Müdigkeit

Wenn du in einer Gegend wohnst, in der diese Krankheit auftritt und du von einer Zecke gebissen wirst, solltest du zum Arzt gehen, auch wenn du keine offensichtlichen Symptome feststellst.

Wenn du dich mit der Lyme-Borreliose infiziert hast und die oben genannten Symptome feststellst, gehe zu deinem Arzt, um die Behandlung zu beginnen.

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Da sie bei frühzeitiger Erkennung in der Regel keine ernsthaften Probleme verursacht, solltest du den Arztbesuch nicht hinauszögern, wenn du unter den Krankheitssymptomen leidest oder gelitten hast.

Auch wenn du keine Symptome mehr hast, ist die Krankheit trotzdem nicht verschwunden. Sie muss auch nach Monaten weiterhin behandelt werden.