Katzen entwurmen: Wann ist es angebracht?

Die Entwurmung von Katzen ist manchmal komplexer, als es zunächst erscheint. Hier sind einige Richtlinien, um das mit der Entwurmung richtigzumachen.
Katzen entwurmen: Wann ist es angebracht?
Sara González Juárez

Geschrieben und geprüft von der Psychologe Sara González Juárez.

Letzte Aktualisierung: 05. Oktober 2022

Viele Menschen, die eine Katze bei sich aufnehmen, sehen sich mit Fragen konfrontiert, mit denen sie nicht gerechnet haben, besonders als Erstbesitzer*in. Die Entwurmung von Katzen gehört zu den drängenden Fragen. Dabei geht es nicht nur darum, der Katze eine Pille zu geben, sondern auch darum, bestimme Faktoren zu berücksichtigen, so wie das Alter des Tieres oder ob es sich normalerweise im Freien aufhält.

Deshalb findest du in diesem Beitrag Ratschläge, die für alle Katzenarten geeignet sind. Wenn du dir Sorgen machst, ist es gut, mehr über Entwurmung zu erfahren, denn die richtige Behandlung deiner Katze wird dir in Zukunft viel Ärger ersparen. Los geht’s!

Was kannst du mit einer Entwurmung verhindern?

Katzen entwurmen: Wann ist es angebracht?

Auch wenn es offensichtlich erscheint, ist es wichtig zu wissen, was genau du verhinderst, wenn du Katzen entwurmst. Katzen können Wirte für eine Vielzahl von Parasiten sein, die in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden: äußere und innere. Wir erklären sie jetzt genauer:

Externe Parasiten

Sie werden auch Ektoparasiten genannt und setzen sich außerhalb des Körpers des Tieres fest, was bedeutet, dass sie weder die Hautbarriere überwinden noch durch den Blutkreislauf wandern. Normalerweise leben sie im Fell der Katze.

Einige Beispiele für diese Parasiten sind Flöhe, Zecken, Läuse und Milben.

Innere Parasiten

Innere Parasiten oder Endoparasiten setzen sich im Gegensatz zu den vorherigen Parasiten im Körper des Tieres fest. Die Katze wird befallen, indem sie die Parasiten durch die Aufnahme von Insekten, verunreinigter Nahrung oder Abfällen anderer Tiere oder durch den Biss hämatophager Wirbelloser in ihren Körper „einschleust“.

Die häufigsten Beispiele für Endoparasiten sind Protozoen, Bandwürmer oder Filarien.

Was sollte ich bei der Entwurmung von Hauskatzen beachten?

Die Häufigkeit der Maßnahmen und welche du bei deiner Katze durchführen solltest, hängt weitgehend davon ab, wo du wohnst, wie alt das Tier ist und welche Methoden du anwenden willst. Um dir eine Vorstellung davon zu geben, kann die Häufigkeit von einmal alle drei Monate bis hin zur monatlichen Entwurmung variieren. Im Folgenden findest du Richtlinien für all diese Häufigkeiten.

Alter der Katze

Jungtiere und ausgewachsene Tiere brauchen unterschiedliche Behandlungen, um Probleme mit Würmern zu vermeiden. Hier sind die allgemeinen Richtlinien:

  • Kätzchen: Kätzchen unter 3 Monaten benötigen im Alter von einem Monat eine erste innere Entwurmung, um die mögliche Parasitenbelastung durch die Mutter zu beseitigen. Danach wird alle 15 Tage eine neue Dosis verabreicht, bis das Kätzchen 3 Monate alt ist.
  • Katzen im Alter von 3 bis 6 Monaten: In diesem Zeitraum wird die Entwurmung monatlich durchgeführt, bis die Katze 6 Monate alt ist.
  • Katzen ab einem Alter von 6 Monaten: Zu diesem Zeitpunkt wird die Lebensweise des Tieres untersucht, um eine endgültige Häufigkeit der Entwurmung festzulegen.
  • Trächtige oder säugende Katzen: In diesen Fällen ist es ratsam, die Mutter zu entwurmen, damit sie den Befall nicht auf den Nachwuchs überträgt, aber das muss mit speziellen Medikamenten für trächtige Katzen geschehen.
Katzen entwurmen: Wann ist es angebracht?

Lebensstil des Tieres

Katzen mit Zugang ins Freie sollten häufiger entwurmt werden, eventuell einmal im Monat. Bedenke, dass sie mit viel mehr Krankheitserregern und Parasiten in Kontakt kommen, wenn sie draußen sind, und deshalb häufiger entwurmt und geimpft werden müssen.

Wenn eine Katze “Freigängerin” ist und dieser Aspekt ihrer Gesundheit nicht beachtet wird, ist sie womöglich ein Infektionsüberträger für alle anderen Bewohner*innen des Haushaltes, einschließlich der Menschen.

Geografische Lage und Klima

Auch die Gegend, in der du mit deiner Katze lebst, ist wichtig. In Gegenden mit warmem und feuchtem Klima gibt es zum Beispiel mehr Insekten, sodass die Häufigkeit von Parasitenkrankheiten, die mit diesen Vektoren zusammenhängen, höher ist.

Andererseits sind bestimmte Parasiten an bestimmten Orten endemisch oder kommen dort häufiger vor. Die Parasiten der Gattung Leishmania zum Beispiel kommen vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vor, da sie durch den Biss der Sandfliege übertragen werden.

Häufigste Methoden zur Entwurmung von Katzen

Glücklicherweise ist die Palette der auf dem Markt erhältlichen Antiparasitika breit gefächert und an alle Katzentypen angepasst. Beispielsweise an Katzen, die keine Tabletten schlucken können, für Katzen, die „Freigänger“ sind oder Katzen, die es nicht ertragen, gefangen zu werden usw. Sehen wir uns die gängigsten Methoden einmal näher an.

Pipetten für Wurmkuren

Dies ist eine flüssige Einzeldosis-Behandlung gegen Ektoparasiten. Die Flüssigkeit wird direkt auf die Haut der Katze aufgetragen, normalerweise im Nacken, damit das Tier den Wirkstoff nicht ablecken kann. Obwohl es nur an einer bestimmten Stelle aufgetragen wird, verteilt sich der Wirkstoff subkutan im Organismus und bildet so eine Schutzbarriere gegen Insekten.

Die ungefähre Wirkungsdauer der Pipetten beträgt einen Monat.

Anti-Parasiten-Halsbänder

Diese werden ebenfalls gegen Ektoparasiten eingesetzt und sind ideal für Katzen, die im Freien leben oder Zugang dazu haben. Ihre Wirkung hält über einen längeren Zeitraum an, aber es gibt auch einige Nachteile zu bedenken. Die meisten Halsbänder verlieren ihre Wirkung, wenn sie nass werden. Wenn sie schlecht um den Hals passen, besteht zudem die Gefahr, dass sich die Tiere damit irgendwo verfangen.

Hygieneprodukte

Diese Chemikalien werden als Sprays oder Shampoos vermarktet. Sie sind zwar keine Präventionsmethode per se, aber sie sind eine große Hilfe, wenn die Katze einen Befall erlitten hat. Sie beseitigen in der Regel sowohl die adulten Parasiten als auch die Eier. Damit verhindert man, dass der Befall in die Wohnung der Katze vordringt und womöglich andere Tiere befällt.

Antiparasitika

Medikamente wie Fenbendazol, Pyrantel oder Febantel, Praziquantel oder Milbemycinoxim sind notwendig, um Katzen innerlich zu entwurmen. Je nach den in den vorherigen Abschnitten genannten Faktoren variiert die empfohlene Häufigkeit zwischen 2 und 6 Monaten.

Diese Medikamente wirken, indem sie die Parasiten abtöten, so dass die Katze sie mit dem Kot oder Urin ausscheidet.

Wie du siehst, ist der ideale Zeitpunkt für die Entwurmung einer Katze von Exemplar zu Exemplar unterschiedlich. Bevor du dich für ein Produkt für deine Katze entscheidest, solltest du zu deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt gehen. Dort bekommst du individuelle Richtlinien für deine spezielle Situation und kannst deine Katze vor diesen unerwünschten „Gästen“ schützen.

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