Herzschwäche beim Hund

2. August 2018
Hunde sind von Herzschwäche genau so betroffen wie auch Menschen und Katzen. In unserem Artikel kannst du mehr über diese Erkrankung erfahren.

Es wird immer öfter Herzschwäche bei Hunden diagnostiziert. Oft sind davon hauptsächlich Patienten mittleren oder fortgeschrittenen Alters betroffen. Die Krankheit hat zwar keine Heilung, doch eine frühe Diagnose ermöglicht eine wirksame Behandlung, die ein würdiges und positives Überleben der Tiere garantiert. Im folgenden Artikel berichten wir dir über die Herzschwäche beim Hund und ihre Folgen:

Was ist die Herzschwäche?

Herzschwäche – oder Herzinsuffizienz – ist der medizinische Begriff für mehrere Erkrankungen, die sich durch die Schwächung des Herzens auszeichnen. Man redet von Insuffizienz, wenn ein Organ aufgrund einer Störung nicht ausreichend seine Funktionen erfüllen kann. Im Fall des Herzens bedeutet das, dass dieses dem Organismus nicht genügend Blut zur Verfügung stellt.

Um das organische Gleichgewicht zu erhalten, aktiviert der Körper bestimmte Mechanismen, die die Versetzung mit Sauerstoff der Organe und Gewebe garantieren. Die Vergrößerung des Herzschadens überfordert diese Kompensationsmechanismen doch meistens. Menschen, Hunde und auch Katzen werden sehr ähnlich von Herzschwäche betroffen.

Der Dackel fühlt sich nicht gut.
Autor: Soggydan Benenovitch

Wenn wir nationale oder internationale Daten analysieren, erhalten wir klare Annzeichen. Der amerikanische Herzverband stellte fest, dass etwa sechs Millionen Menschen allein schon in den Vereinigten Staaten an Herzschwäche leiden.

Ursachen der Herzschwäche bei Hunden

Die hauptsächliche Ursache von Herzinsuffizienz bei Hunden ist eine schwer geweitete Kardiomyopathie. Das bedeutet, es handelt sich um eine Erkrankung, die die Herzwände schwächt. Bei Hündinnen hält man die Schwangerschaft für eine mögliche Ursache des Verfalls der Herzwände und -klappen.

Doch die Krankheit wird auch mit den folgenden Faktoren in Verbindung gebracht:

  • Ansammlung von Flüssigkeit im Herzbeutel
  • Herzklappendefizienz
  • Kardiovaskuläre Dirofilariose (Herzwurmerkrankung)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hoher Blutdruck
  • Entzündung der Herzklappe (Endocarditis)
  • Herztumor

Die Entwicklung von Herzschwäche bei Hunden

Herzprobleme können entweder die rechte, linke oder beide Seiten des Herzens betreffen. Der Ursprung bestimmt die Merkmale und Entwicklung der Krankheit.

Wenn die Insuffizienz die rechte Herzhälfte betrifft, so sammelt sich das Blut, das nicht gepumpt wurde, im Hinterleib an.

Herzerkrankungen, die ihren Ursprung in der linken Herzhälfte haben, verursachen die Flüssigkeitseinlagerung in der Lunge. Beide Fälle sind sehr gefährlich. Es kann nämlich zu Anstauungen oder starken Blutungen kommen.

Außerdem kann die Herzinsuffizienz bei Hunden eine allmähliche Vergrößerung der linken Herzkammer erzeugen. Diese Erscheinung nennt man „vergrößertes Herz“. In den schlimmsten Fällen wird das Herz so schwach, dass es kein Blut mehr in den Körper pumpen kann.

Symptome der Herzinsuffizienz bei Hunden

Das offensichtlichste Symptom ist normalerweise die Flüssigkeitsansstauung in verschiedenen Körperteilen. Sie drückt sich durch Hautschwellung aus. Oft wirkt das Tier dickbäuchig, da der Unterbauch geschwollen ist.

Dies sind weitere typische Merkmale für Herzschwäche:

  • Abgeschlagenheit, Uninteressiertheit und Schwäche
  • Husten und Atmungsbeschwerden
  • Herzrhythmus- oder Blutdruckstörungen
  • Beschwerden bei körperlichen Aktivitäten
  • Häufige Ohnmacht
  • Farbveränderung des Zahnfleisches (Blau- oder Grautöne)
  • Herzversagen

Diese Anzeichen werden deutlicher im Verlauf der Krankheit. Sie lösen die allmähliche Schwächung der Herzstruktur. Deswegen ist eine frühe Diagnose grundlegend, um eine wirksame Behandlung, die die Lebenserwartung des Tieres erhöht, zu garantieren.

Herzschwächendiagnose bei Hunden

Wenn du eines der oben genannten Symptome bemerkst, solltest du deinen Hund sofort zum Tierarzt bringen. Der Experte wird die notwendigen Untersuchungen und Analysen durchführen.

Um Herzschwäche zu diagnostizieren, sind meistens die folgenden Analysen notwendig:

  • Blut: um Herzwurmerkrankung auszuschließen
  • Blutdruckabnahme und Belastbarkeitstest
  • Röntgenbild des Brustkorbs
  • Elektrokardiogramm
  • Echokardiographie: diese Untersuchung kontrolliert die Anatomie und das Funktionieren der Herzstruktur.

kranke Fellnase

Behandlung von Herzschwäche bei Hunden

  • Die Behandlung hängt von den Ursachen und dem Gesundheitszustand des Hundes ab. Wenn beispielsweise die Herzwurmerkrankung diagnostiziert wurde, dann muss man das Tier schnell entwurmen, um den Parasiten loszuwerden.
  • Fast alle Hunde, die von Herzinsuffizienz betroffen sind, müssen für den Rest ihres Lebens Medikamente einnehmen. Die Behandlung erlaubt es ihnen, ein angenehmes Leben zu führen, da die Herzfunktionen unterstützt werden. Das Tier muss jedoch alle sechs Monate gründlich untersucht werden.
  • Wenn die Herzschwäche stärker wird, dann kann es sein, dass das Tier stationär mit Sauerstofftherapie behandelt werden muss. Wenn der Tierarzt Flüssigkeitsansammlung in der Lunge oder der Bauchhöhle feststellt, so müssen kontrollierte Absaugungen vorgenommen werden.