Ansteckende Tumore bei Hunden: ist das möglich?

· 20. Dezember 2018
Auch als Sticker-Sarkom bekannt, handelt es sich hierbei um eine Krankheit, die von Hund zu Hund weitergegeben wird. Das kann durch Schnüffeln, Lecken oder Geschlechtsverkehr geschehen.

Es gibt tatsächlich ansteckende Tumore bei Hunden. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um einen einzigartigen Krebs, den man im Englischen Canine transmissible venereal tumor oder auch transmissible venereal tumor (TVT) nennt und der auf deutsch als Sticker-Sarkom bekannt ist.

Das Sticker-Sarkom ist ein Krebs der äußeren Geschlechtsorgane bei Hunden und er ist ansteckend.

Was sind ansteckende Tumore bei Hunden?

Ansteckende Tumore bei Hunden, in anderen Worten Sticker-Sarkom, zählen zu den ältesten Krebsarten. Dieser Tumor wird ausschließlich unter Hunden weitergegeben.

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Es gibt noch weitere Tierarten, wie zum Beispiel den syrischen Hamster oder Muscheln, die ebenfalls ansteckende Krebsarten entwickeln.

Die Infektion des Organismus des Tieres kann sehr stark sein. In diesen Fällen hat sich die Krankheit soweit entwickelt, dass sie auch außerhalb des beeinträchtigten Körpers überleben kann.

Sticker-Sarkom

Wie kann ein Hund sich an diesen bösartigen Tumoren anstecken?

Bei Hunden wird das Sticker-Sarkom oft beim Geschlechtsverkehr übertragen, oder wenn ein Tier die betroffenen Schleimhäute des anderen beschnüffelt oder leckt.

Deshalb beeinträchtigen diese ansteckenden Tumore meist die Geschlechtsorgane der Tiere, doch können auch an anderen Stellen, wie etwa der Nase, auftreten.

Ansteckende Tumore bei Hunden sind allerdings in dem Sinne interessant, da sie ein komplett anderes Verhalten als die Mehrzahl der Tumore, die uns Lebewesen befallen, an den Tag legen.

Diese Art von Tumore haben sich entwickelt und herausgefunden, wie sie von einem Organismus zum anderen wandern können. So finden sie neue Gewebe, die es ihnen erlauben, sich weiter zu vermehren.

Aufgrund dieser Besonderheit stecken Hunde sich an, wenn sie in Kontakt mit den Krebszellen eines anderen Hundes kommen. Es braucht also gar keinen Virus oder eine andere Form der Ansteckung.

So kommt es, dass die Krebszellen von einem Tier zum nächsten umsiedeln und viel länger überleben können.

Der erste Patient

Verschiedene Studien haben ergeben, dass diese Art von Tumore eine andere DNA wie die des Trägers haben.

Die Mehrzahl der Tumore formt sich, wenn die Zellen des betroffenen Organismus beginnen, unkontrolliert zu mutieren.

Aufgrund dieses Prozess haben die Krebszellen dann auch dieselbe DNA wie der Träger. Das geschieht allerdings nicht beim Sticker-Sarkom bei Hunden.

Die Wissenschaftler nehmen an, dass diese Art von Tumor vor etwa 11 000 Jahren entstanden ist. Seitdem hat die Krebsart sich entwickelt und angepasst, weshalb man sie als sehr aggressiv einschätzt.

Allerdings reagiert sie sehr gut auf Behandlung, weshalb es bei einer rechtzeitigen Therapie selten zu Metastasen im Tier kommt. Es kann jedoch vorkommen. Verglichen mit anderen Krebsarten spricht das Sticker-Sarkom oft besser auf Behandlung an.

Hund fühlt sich nicht wohl

Ansteckende Tumore bei Hunden: Kann man die Ansteckung vermeiden?

Hundehalter können Maßnahmen treffen, um die Ansteckungsgefahr zu vermindern. Dazu gehört auch die Sterilisierung. Das ideale Alter hierfür ist 12 Monate, oder bei Hunden großer Rassen 18 Monate.

Die Sterilisierung ist deshalb so ratsam, weil die Ansteckung oft während des Geschlechtsverkehrs geschieht.

Ebenfalls sollte man die Tiere in einem kontrollierten Umfeld halten und das Tier regelmäßig durch den Veterinärmediziner untersuchen lassen.

Das gilt ganz besonders, wenn der Hundehalter Veränderungen bemerkt. Es ist nicht immer einfach, die Symptome eines internen Tumors bei Tieren festzustellen.

Beim Sticker-Sarkom entwickeln Hunde oft einen roten, blutenden Fleck. Man sollte auch bedenken, dass ausreichende Hygiene, sowohl im Umfeld als auch am Tier selbst, von großer Wichtigkeit für die Gesundheit des Tieres sind.

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Schlussbemerkungen

Es gibt also wirklich ansteckende Tumore bei Hunden. Es handelt sich um eine Art Krebs, die meistens während des Paarungsaktes übertragen wird.

Geringere Ansteckungsgefahr droht jedoch auch durch Lecken oder Beschnüffeln des betroffenen Körperteils.

Es ist empfehlenswert, die Tiere sterilisieren zu lassen und sie in einem kontrollierten Umfeld zu halten, damit solche Gesundheitsprobleme vermieden werden.