Welche Erziehung braucht eine Katze zu Hause?

31. Juli 2018
Sind Katzen und Erziehung ein Widerspruch in sich? Lies unseren Artikel zu diesem interessanten Thema.

Die Katze ist ein interessantes, intelligentes und unberechenbares Geschöpf: ihre Eleganz und Anziehungskraft sind uns Menschen unwiderstehlich. Jetzt haben wir endlich unser eigenes Samtpfötchen zu Hause! Die ersten Tage des Zusammenlebens werden ein Abenteuer für alle, deswegen bieten wir dir hier eine Anleitung zur Erziehung des Kätzchens. So werdet ihr eine starke, gesunde Bindung zueinander aufbauen.

Eine glückliche Katze, ist eine Katze, die auf dich hört

Der Schlüssel zum friedlichen Zusammenleben zwischen Haustier und Mensch ist das gegenseitige Verständnis. Im Fall der Katze bedeutet das, dass ihre Ausdrucksweise sich stark nach ihrer Laune und ihren Umständen richtet.

Einem Hund fällt es sehr leicht uns zu erklären, was er will und wie er es gerne hätte. Eine Katze hingegen kann unter Stress oder Nervösität leiden, ohne dass ihr Besitzer das auch nur bemerkt. Im Folgenden erklären wir dir eine Reihe von Verhaltensweisen, auf die wir achten sollten:

Spielende Miezekatze
  • Die Katze versteckt sich oder vermeidet den Kontakt. Jede Katze braucht ihr stilles Eckchen, an dem sie sich vom Menschen und seinen ständigen Liebkosungen zurückziehen kann. Es gibt allerdings auch medizinische Probleme, die deine Mieze dazu bringen, sich abzukapseln. Rede mit deinem Tierarzt, wenn du den Verdacht hast, dass etwas nicht stimmt.
  • Ständige Kratzer, im ganzen Haus verteilt. Neue Möbel im Haus verändern die territoriale Wahrnehmung der Katze. Deswegen kann es sein, dass sie sie deshalb mit Pheromonen versetzt. Falls du gerade dein Haus renoviert hast oder sich viele Katzen in der Umgebung befinden, dann leidet dein Samtpfötchen möglicherweise unter Stress oder Angstzuständen.

Wir sollten auch die Anzeichen von Wohlbefinden und Entspannung beachten. Wenn der Schwanz gehoben wellt, wenn die Katze sich an dir reibt oder sie sich sehr verspielt zeigt, dann heißt das, dass sie gesund und glücklich ist.

Erziehung: Strategien und Ratschläge

Man kann niemals den Willen eines Tieres beugen, etwas zu tun, das gegen seine Instinkte geht. Was wir als Haustierbesitzer jedoch tun können, ist die Energie unseres Tieres zu lenken und so die Fähigkeiten unseres Tieres zu vergrößern. Mit einem angebrachten Stimulus erhalten wir auch eine entsprechende Reaktion bei der Erziehung der Katze.

Unser Ziel ist es, die Katze dazu zu bringen, ein bestimmtes Verhalten mit dem Befehl des Besitzers zu verbinden. Welche Techniken können wir uns Zuhilfe machen, um zu dieser Art von Beziehung zu unserem Haustier zu gelangen?

Tipps:

  • Zuerst ist es wichtig, immer mit positiver Verstärkung zu arbeiten. Eine Belohnung ist der ideale Stimulus für eine Katze. Wenn das erwünschte Verhalten erst einmal im Instinkt verankert ist, dann brauchen wir gar keine Belohnungen mehr. Wir sollten langsam damit aufhören und das Leckerli durch Loben und Streicheln ersetzen. Die Katze wiederholt irgendwann ganz natürlich das Verhalten, das ihr positive Konsequenzen einbringt.
  • Sei konsequent. Das ist absolut grundlegend. Ein Tier wird niemals lernen, sich wie gewollt zu verhalten, wenn die Spielregeln sich ständig ändern. Wir sollten dieselben Worte oder denselben Stimulus immer wieder verwenden. Wenn das Tier erst das erwünschte Verhalten damit verbunden hat, brauchen wir gar nichts mehr zu wiederholen.
  • Beginne früh mit der Erziehung. Wenn wir schon im Kätzchenalter mit der Erziehung beginnen, dann lernt unser Samtpfötchen schneller und merkt sich alles besser. Am wichtigsten ist es, dass die Katze sich an die Gegenwart von Menschen in ihrem Umfeld gewöhnt.
  • Negative Verstärkung. Katzen gehen manchmal auf Kriegsfuß gegen unsere Möbel, Pflanzen und unser Essen. Wir sollten sie niemals körperlich bestrafen, schließlich wollen wir sie ja erziehen und nicht ihr Vertrauen verlieren. Normalerweise reagieren sie auf plötzliches Anheben des Tonfalls (wenn wir zum Beispiel fest „NEIN!“ oder „RAUS!“ sagen). Wenn das nicht funktioniert, dann können wir auch einen Wassersprüher benutzen, um unsere Katze von unerwünschtem Verhalten abzulenken.
Katzen spielen sehr gerne

Erziehung mit Clicker: Was ist das?

Die Erziehungsmethode mit Clicker arbeitet ohne negative Verstärkung. Man benutzt dazu ein kleines Plastikgerät, das einen Klickton von sich gibt, wenn man darauf drückt. Dieser Ton ist etwas neues für die Katze. Dank des spezifischen Geräusches fällt es der Katze leichter, den Ton mit einem Befehl zu verbinden.

Natürlich muss man bedenken, dass die Erziehung mit Clicker Geduld und progressive Trainingsziele erfordert. Zuerst sollten wir unser Samtpfötchen mit dem Geräusch bekannt machen. Jedes Mal, wenn die Katze darauf achtet, belohnen wir sie. So merkt sie, dass das seltsame Geräusch ihre Aufmerksamkeit verdient.

Hier einige Tipps, damit der Clicker effektiv funktioniert:

  • Der Klick sollte erklingen, während das Tier das erwünschte Verhalten durchführt, nicht danach.
  • Es sollte nur ein Klick während des erwünschten Verhaltens erklingen. Wiederholtes Klicken könnte das Tier verwirren.
  • Man beginnt mit kleinen Verhaltensweisen, die die Katze schon von sich aus durchführt, wie zum Beispiel zu ihrem Besitzer zu kommen.