Hypoallergene Ernährung für Hunde

27. September 2019
Genau wie auch Menschen können Haustiere unter verschiedenen, negativen Reaktionen bei bestimmten Lebensmitteln leiden. Die Lösung kann eine hypoallergene Ernährung darstellen. Hierbei entfernt man die Zutat, die eine allergische Reaktion auslöst. Das muss jedoch zuerst von einem Tierarzt empfohlen werden.

Die richtige Ernährung für Hunde ist grundlegend, um sie gesund und energiegeladen zu halten. Deshalb ist sie ein sehr wichtiger Faktor bei ihrer Entwicklung. Doch manchmal zeigen sich negative Reaktionen bezüglich einiger Inhaltsstoffe. Eine mögliche Lösung hierfür ist die hypoallergene Ernährung für Hunde.

Es gibt Gelegenheiten, bei denen bestimmte Hunde verschiedene Probleme, wie etwa Allergien oder Intoleranz, gegen verschiedene Bestandteile ihrer Ernährung entwickeln.

Was ist eine hypoallergene Ernährung?

Die hypoallergene Ernährung eliminiert bestimmte Bestandteile, die problematisch für unsere Fellnasen sind oder negative Reaktionen bei ihnen hervorrufen. Aufgrund der Abwesenheit dieser Lebensmittel zeigt sich dann eine verminderte Reaktivität bei vielen Inhaltsstoffen.

Allerdings muss die hypoallergene Ernährung durch einen Spezialisten verordnet und überprüft werden. Führt man sie nämlich nicht richtig aus, so kann es zu Unterernährung kommen. Das kann dann zu noch weiteren Allergien oder Krankheiten führen.

Der Tierarzt führt die folgenden Schritte durch, um eine hypoallergene Ernährung zu entwickeln:

  1. Identifizierung der Zutat, die die Allergie auslöst.
  2. Beginn einer beschränkten Ernährung.
  3. Die Haustierhalter müssen mit dem Tierarzt zusammenarbeiten, um diese Ernährung durchzusetzen.
  4. Erneute Untersuchung durch den Tierarzt, um die Effekte der Ernährung zu beobachten.
  5. Zeitweise Entfernung der Zutat, die für die negative Reaktion verantwortlich ist. Es kann sein, dass sie nach einem bestimmten Zeitraum wieder in die Ernährung integriert wird. Das kann nur der Tierarzt entscheiden, weil jeder Fal anders ist.

Wann sollte man die hypoallergene Ernährung anwenden?

Sie empfiehlt sich, wenn mögliche Allergien oder Lebensmittelintoleranzen auftreten. Doch man empfiehlt sie ebenfalls bei der Behandlung verschiedener Krankheiten, wie etwa Darmbeschwerden oder atopischer Dermatitis.

Ursachen: negative Reaktionen auf Lebensmittel

Sie können einen immunologischen Ursprung haben, wie zum Beispiel Überempfindlichkeit auf Lebensmittel. Die Definition, die man geben könnte, ist „eine negative Reaktion auf einen oder mehrere Komponenten der Hundeernährung.“

Andererseits können sie aber auch einen nicht immunologischen Ursprung haben, wie zum Beispiel eine Intoleranz auf Lebensmittel. Diese definiert man als „eine physiologisch anomale Reaktion auf ein Lebensmittel.“

Die Frage, die hierbei auftritt, ist: welche Lebensmittel verursachen normalerweise Allergien oder Intoleranz? Man muss sich dessen bewusst sein, dass die Mehrzahl der Inhaltsstoffe von Futtermittel eine Überempfindlichkeit hervorrufen können.

Diese Komponenten sind grundlegend bei der Ernährung. Zu ihnen gehören unter anderem Proteine, Kohlenhydrate und Fette. Bei der Gruppe der Proteine haben die Glykoproteine die meisten allergischen Reaktionen hervorgerufen.

Diese Proteine zeichnen sich dadurch aus, dass sie wasserlöslich, aber säureresistent sind und ein hohes molekulares Gewicht aufzeigen, zwischen 10.000 und 70.000 Dalton. Auch pharmazeutische oder chemische Mittel mit einem hohen molekularen Gewicht können Allergien auslösen.

Es hat sich gezeigt, dass Rindfleisch in Trocken- und Feuchtfutter für Hunde etwa für 80 % der Überempfindlichkeit verantwortlich ist. Bei anderen Fleischarten, wie etwa Schwein, Pferd, Huhn und auch Fisch oder Ei, hat man nur 15 % Überempfindlichkeit registriert.

Etwa in 5 % der Fälle liegt eine Überempfindlichkeit gegen Getreide zugrunde (Soja, Weizen oder andere Zusatzstoffe). Einige Studien weisen jedoch auf problematische Lebensmittel hin, wie etwa Rindfleisch und Soja.

Kaufbare Optionen für hypoallergene Ernährung

Verschiedene Futtermarken bieten unterschiedliche Arten von hypoallergener Ernährung an und verwenden dazu exklusive Quellen von Proteinen. Diese Futtermittel haben beispielsweise Fischproteine, getreidefreie Proteine oder sogar recht ungewöhnliche Proteine, wie etwa Wild.

BARF Ernährung für die Fellnase

Die Marke Royal Canin bietet beispielsweise verschiedene Arten von hypoallergischem Futtermittel je nach Hunderasse an. Für kleine Rassen, die weniger als zehn Kilo auf die Waage bringen, bieten sie das Produkt „Hypollaergenic Small Dog HSD 24“.

Andere Produkte, die sich angeblich dazu eignen, Intoleranz auf bestimmte Nährstoffe oder Inhaltsstoffe zu reduzieren, sind Trockenfutter. Dazu gehören Hypoallergenic DR 21 oder Hypoallergenic HME 23 Moderate Calorie.

Wenn man die Ernährung etwas variieren und den Fellnasen nicht nur Trockenfutter anbieten möchte, so gibt es auch Feuchtfutter.

Die Pastete Hypoallergenic Canine Wet besteht aus Nährstoffen wie zum Beispiel hydrolisierten Proteinen mit geringem molekularen Gewicht, die hypoallergene Wirkstoffe und andere Nährstoffe beifügen, die dazu gedacht sind, die Hautbarriere zu stärken.

Außerdem bietet dieser Hersteller nicht nur hypoallergene Ernährung für Hunde, sondern auch für Katzen an. Diese Produkte nennt man dann Hypoallergenic DR 25.

Kind und Katze beim Tierarzt

Alle Produkte enthalten ausgewählte Protein- und Kohlenhydratquellen. Zu ihren Zutaten gehören hydrolisierte Proteine mit geringem molekularen Gewicht, Fettsäuren (EPA/DHA) und andere Nährstoffe, die der Verdauunggesundheit beiträglich sind.

Eine weitere Option, die der Tierarzt empfehlen könnte, ist eine hausgemachte hypoallergene Ernährung. Hierbei verwendet man Zutaten wie zum Beispiel Fisch, verschiedene Fleischarten – Schwein, Truthahn oder Pferd – mit Reis, Nudeln und Kartoffeln.

Schlussbemerkung

Du musst über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Ernährung für jedes Tier Bescheid wissen. Deshalb muss man die Merkmale jedes einzelnen kennen. Bei der Hundeernährung gibt es verschiedene Ansätze, wie zum Beispiel BARF, doch diese müssens immer durch einen Tierarzt angewiesen werden.

Es gibt verschiedene Lösungen für dieses Problem. Trotz allem sind nicht alle kommerziell erhältlichen Futtermittel für alle Patienten geeignet, deshalb gibt es immer noch die Möglichkeit einer hausgemachten Ernährung.

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