Die Treue eines Hundes über den Tod seines Besitzers hinaus

22. Februar 2018
Hunde sind die treuesten Freunde von Menschen. Diese Geschichten und viele andere sind der Beweis dafür.

Die Treue eines Hundes kennt keine Grenzen. Sie kann sogar über den Tod des Besitzers hinausgehen, wie bei unserem heutigen Beispiel, einem Cocker Spaniel, dessen Besitzer in Italien bei einem Erdbeben ums Leben kam.

In diesem Video kann man sehen, wie sich der Hund weigert, den Platz neben dem Sarg seines Herrchens zu verlassen. 

Grenzenlose Treue eines Hundes, der sich nicht von seinem Besitzer trennen will

Der 45-jährige Andrea Cossu lebte in dem Städtchen Pescara del Tronto, das sich im Zentrum der italienischen Halbinsel befindet. Er war einer der fast 300 Todesopfer des Erdbebens, welches das Land am 24. August 2016 erschütterte.

Seine Familie erzählt, dass er und sein Haustier unzertrennlich waren. Deshalb durfte der Cocker Spaniel auch am Tag der Beerdigung nicht fehlen.

Das erklärt die Reaktion des Tieres: Es begann am Sarg zu schnuppern und wedelte freudig mit dem Schwanz, als er erkannte, dass sich darin sein Freund befand. Andere Bilder zeigen die grenzenlose Treue eines Hundes, der sein Herrchen nicht verlassen möchte.

Geschichten wie diese gibt es viele. Die Lage nach dem schrecklichen Erdbeben in Zentralitalien war schlimm, viele Menschen mussten um geliebte Familienangehörige und Freunde trauern. Auch viele Haustiere litten daran.

Bilder einer Turnhalle, die sich in eine große Leichenhalle verwandelt hat

Es wurde eine große Gemeinschaftsbeerdigung organisiert, die in der Städtischen Turnhalle von Monticelli (Gemeinde Ascoli Piceno) stattfand. Dort erschienen die Behörden, um sich zu verabschieden und 35 Menschen zu ehren, die bei dem Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala ums Leben kamen.

Inmitten des italienischen Wahlkampfes nahmen unter anderem der italienische Präsident Sergio Mattarella und der Premierminister Matteo Renzi an der Zeremonie teil.

Schlagzeilen machte allerdings das herzzereißende Verhalten des Hundes, der sein Herrchen nicht im Stich lassen wollte.

Hachiko, Canelo und viele andere Geschichten von treuen Hunden

Hachiko hat die Treue eines Hundes bewiesen, die weit über den Tod des Besitzers hinausgeht. Doch er ist nicht der einzige treue Vierbeiner. Die Geschichte des Hundes Akita wurde sogar in Hollywood verfilmt!

Canelo, der Hund eines Obdachlosen in Cádiz (Spanien), wartete tagelang vergeblich vor dem Krankenhaus, in dem sein Herrchen verstorben war.

Weitere Beispiele für die grenzenlose Treue eines Hundes:

  • Fido, ein Hund, der wie Hachiko immer wieder zu einem Bahnhof in der Toskana kam. Dort wartete er auf die Rückkehr seines Besitzers, einen jungen Mann, der im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen war.
  • Collie, ein Hund, der 9 Jahre am Grab seines Herrchens verbrachte. Er tauchte auf dem Friedhof „Cementario de la Piedad“ in der Stadt Rosario in Argentinien auf. Der Hund blieb dort auch nach der Einäscherung des Mannes.
  • Bobby, der Hund der am Sarg seines Herrchens starb. Sein Herrchen war ein schottischer Polizist, sein Hund überlebte ihn 14 Jahre lang.

Können Treue und Liebe von Hunden wissenschaftlich erklärt werden?

Bislang konnten Wissenschaftler noch keine konkrete Erklärung dafür finden. Der Grund, warum einige Hunde auf die Rückkehr ihrer verstorbenen Herrchen warten oder tagelang am Grab ausharren, bleibt weiterhin ein Rätsel.

Wir hoffen jedenfalls, dass der Cocker Spaniel von Cossu nach dem traurigen Verlust seines Herrchens Trost bei der restlichen Familie finden konnte.

Quellenangabe zum Titelbild: www.lastampa.it

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