3 Natürliche Heilmittel für die Verdauung deines Hundes

Die Darmgesundheit unserer Haustiere ist der Schlüssel zu einer optimalen Entwicklung. Im Darm werden die Nährstoffe aufgenommen und verwertet.
3 Natürliche Heilmittel für die Verdauung deines Hundes

Letzte Aktualisierung: 02. April 2022

Genau wie wir Menschen können auch unsere Haustiere manchmal von Verdauungsproblemen betroffen sein. Zum Glück stehen uns eine Reihe von Tipps und Heilmitteln zur Verfügung. Damit lässt sich auch die Verdauung unseres Hundes verbessern.

Verdauung bei Hunden

Obwohl Menschen und Hunde Säugetiere sind, verdauen sie ihre Nahrung nicht auf die gleiche Weise. Einer der biologischen Gründe für diesen Unterschied liegt darin begründet, dass ein Hund ein Fleischfresser ist . Dieses Merkmal lässt sich auf den ersten Blick am Maul erkennen. Der ausgewachsene Hund besitzt mehr Zähne als der Mensch. Deren Aufgabe ist es, die Nahrung abzubeißen und zu zerkauen.

Ein wesentliches Merkmal des Verdauungsprozesses bei Hunden ist das Fehlen von Verdauungsenzymen im Speichel. Wenn wir Menschen kauen, übernehmen diese Enzyme den ersten Vorgang in der gesamten Verdauungs-Kette, und wenn die Nahrung den Magen erreicht, läuft der restliche Verdauungs- und Nährstoffaufnahmeprozess ab.

Der Großteil der Verdauungsarbeit bei Hunden findet jedoch im Magen und den dazugehörigen Organen statt: Leber, Bauchspeicheldrüse usw. Deshalb sind die ausgeschiedenen Säuren viel stärker konzentriert, was die Verdauung der Nahrung, vor allem von Fleisch, erleichtert.

3 Natürliche Heilmittel für die Verdauung deines Hundes

Trotz alledem kann dein Hund unter Essstörungen leiden. Deshalb schlagen wir dir einige Mittel vor, die der Verdauung deines Hundes helfen.

Fasten: So hilfst du deinem Hund mit seiner Verdauung

Es mag nicht als Heilmittel an sich erscheinen, aber es ist eine der ersten Maßnahmen, die du ergreifen solltest, und eine der schnellsten und effektivsten. Normalerweise wird nach einem schlechten Verdauungsvorgang, der oft zu Durchfall und Erbrechen führt, zum Fasten gegriffen. Um die Verdauung deines Hundes zu unterstützen, ist es daher manchmal wirklich das Beste, den Magen ruhen zu lassen.

Wenn dein Tier Verdauungsprobleme hat, wäre eine Fastenphase von 12 bis 24 Stunden ideal. Danach sollte man dem Hund weiche Nahrung geben und die Menge an fester Nahrung schrittweise erhöhen. Diese Methode kann ein paar Tage lang verlängert werden, bis Halter*innen die Gewissheit darüber haben, ob die Verdauung des Hundes wiederhergestellt ist.

Probiotika: Verbündete der Verdauung

Probiotika sind ein weiteres natürliches Mittel, das der Verdauung deines Hundes helfen kann, aber was genau sind Probiotika? Zunächst einmal gehören sie zu den gesunden Lebensmitteln, da es sich dabei um lebende Mikroorganismen handelt. Wenn du sie in deine Ernährung aufnimmst, tragen sie zur Aufrechterhaltung einer gesunden Darmflora bei.

3 Natürliche Heilmittel für die Verdauung deines Hundes

Viele Lebensmittel sind für den Menschen geeignete Quellen für Probiotika: Joghurt, Kefir und Sauerkraut zum Beispiel. Wenn wir die Lebensmittel betrachten, die unsere Haustiere zu sich nehmen können, ist Joghurt die beste Option.

Natürlich muss Joghurt in kontrollierten Dosen verabreicht werden. Zudem sollten wir sicherstellen, dass unser Hund das Produkt gut verträgt. Die im Joghurt enthaltenen nützlichen Bakterien werden freigesetzt, was die Flora im Darm bereichert und die Verdauung fördert.

Qualitativ hochwertiges Futter zur Förderung der Verdauung

Es mag einfach erscheinen, aber ein gutes natürliches Mittel zur Förderung der Verdauung ist es, hochwertige regelmäßige Mahlzeiten zu verabreichen. So ist zum Beispiel die Wahl des richtigen Futters wichtig; Du solltest darauf achten, dass es Bestandteile enthält, die dein Hund leicht verdauen kann und die gleichzeitig alle notwendigen Nährstoffe liefern. Dein Tierarzt oder deine Tierärztin kann dich in dieser Hinsicht beraten.

Es ist grundsätzlich ratsam, eine gewisse Regelmäßigkeit in der Ernährung unseres Haustieres beizubehalten, soweit das möglich ist. Das bedeutet, dass festgelegte Mengen und ein mehr oder weniger fester Fütterungsplan die Verdauung des Tieres in gewissem Maße unterstützen können.

Vermeide auf jeden Fall alle verbotenen Lebensmittel für Hunde, da diese Art von Nahrung das Verdauungssystem des Hundes schädigt. Leckerlis und Belohnungen dienen zwar einer Erziehung mit positiver Verstärkung, aber du solltest diese nicht zu üppig ausfallen lassen.

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