Was bedeutet das Lecken bei Hunden?

30. Januar 2018
Entspricht das Lecken eines Hundes einer menschlichen Liebkosung oder hat es auch andere Bedeutungen?  

Hunde haben verschiedene Möglichkeiten, uns ihre Liebe, Treue und ihren Gehorsam zu zeigen. Doch entspricht das Lecken eines Hundes einer menschlichen Liebkosung oder hat es auch andere Bedeutungen?

Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass Hunde gerne lecken. Sie versuchen damit, verschiedene Botschaften zu übermitteln. Wenn du diese zu interpretieren weißt, kannst du deinen Hund besser verstehen.

Das Lecken zeigt Demut und Unterwerfung

Hunde leben im Rudel und zeigen durch das Lecken ihrem Leittier Bewunderung und Demut. Dieses Sozialverhalten wird auch zur Kommunikation mit dem Hundebesitzer verwendet.

Du fütterst deinen Hund, versorgst ihn und stellst ihm seinen Lebensraum zur Verfügung. Du sorgst für eine gewisse Ordnung, die der Hund zu befolgen hat. Deshalb betrachtet dich dein Hund als sein Herrchen oder Frauchen und zeigt dir Respekt, Hingabe und Demut dadurch, dass er dich ableckt. 

Wenn es dem Tier nicht gut geht

Lecken ist ein echter Liebesbeweis
Doch das Lecken kann auch andere Bedeutungen haben. Manchmal drückt der Hund damit aus, dass es ihm nicht gut geht. Seine Augen schauen dich traurig und lustlos an? Dann ist das Lecken ein Hilferuf.
Wenn dein Hund jedoch seinen eigenen Körper leckt, hat er Schmerzen, die er mit seinem Speichel lindern möchte. 
Nicht nur offene Wunden werden so geheilt. Hunde schlecken sich auch bei Allergien, Prellungen oder Infektionen ab, um Schmerz zu lindern. Wenn etwas weh tut, versuchen sie, das Leid mit der Zunge zu heilen.

Wenn sich der Hund schmutzig fühlt

Nicht immer, wenn sich der Hund leckt, ist er krank. In der Tat kann er seine Beine, Genitalien und andere Körperteile lecken, wenn er sich schmutzig fühlt. 

Ganz ähnlich wie auch Katzen schlecken sich die Hunde ab, doch meist nicht so intensiv. Im Gegensatz zu Katzen haben Hunde weniger Angst vor Wasser.

Hunde versuchen uns durch Ablecken zu trösten

Hunde können unsere Stimmungen wahrnehmen. Verschiedene Studien zeigen, dass sie sehr gut wissen, ob wir traurig, verärgert oder deprimiert sind. Du hast sicher schon erlebt, dass dein Hund versucht, dich durch Abschlecken zu trösten, wenn du traurig bist.

Auch wenn du nervös bist, ist dein Vierbeiner dein bester Freund: Er versucht, dir zu zeigen, dass er an deiner Seite weilt, um dich zu trösten. In diesem Fall verhält sich dein Hund vielleicht unruhig und möchte dir Freude vermitteln und deine Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Lecken ist ein Kommunikationsmittel, das für unsere vierbeinigen Freunde ganz typisch ist. 

Mit dem Lecken zeigen sie uns ihre Liebe

Du weißt bereits, dass all diese Situationen zum Ausdruck bringen, dass dich dein Hund liebt! Das Lecken dient dazu, dir seine Liebe und Bindung zu zeigen. Fremde Personen leckt der Hund als Zeichen der Freundschaft und Sympathie.

Ob der Hund es zur Gewohnheit hat, häufiger oder weniger oft zu lecken, ist eine Frage seiner Persönlichkeit. Manche Hunde lecken jeden verspielt, freundlich und liebevoll ab, andere beschränken sich auf bestimmte Personen und sind mit ihren Liebesbekundungen sparsamer.

 

Ansteckungsgefahr durch das Ablecken?

Hunde lecken sich auch untereinander ab

Es gibt Menschen, die zwar gerne Hunde haben, aber den physischen Kontakt mit ihrem treuen Begleiter einschränken. Nicht jeder will die nasse Zunge im Gesicht haben, auch wenn er seinen Hund noch so liebt!

Aus einer wissenschaftlichen Studie der Universität von Arizona (2015) geht hervor, dass Hundebesitzer, die direkten Kontakt zu ihren Haustieren haben, glücklicher sind und sich einer besseren Gesundheit erfreuen. Man wird dadurch anscheinend weniger anfällig für Krankheiten.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die im Magen-Darm-Trakt vorhandenen gesunden Bakterien und der Speichel von Hunden das Immunsystem stärken. 

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