Sind alle Tiere gleich stark vom Aussterben bedroht?

6. Juni 2019
Wusstest du, dass mehr als 25.000 Arten vom Aussterben bedroht sind und dass viele von ihnen wahrscheinlich im Jahr 2050 nicht mehr leben werden?

Wusstest du, dass mehr als 25.000 Arten vom Aussterben bedroht sind und dass viele von ihnen wahrscheinlich im Jahr 2050 nicht mehr leben werden? Da stellt sich die Frage, ob alle Tiere das gleiche „Schicksal“ erleiden werden und der Planet in Zukunft nicht mehr von ihnen bewohnt wird.

In diesem Artikel werden wir versuchen, diese Frage zu beantworten.

Viele Tiere sind vom Aussterben bedroht, ein besorgniserregendes Problem

Nach Angaben der Internationalen Union zur Erhaltung der Natur (IUCN) sind gegenwärtig mehr als 25.000 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele werden das Jahr 2050 nicht mehr erleben.

Eine der am stärksten gefährdeten Arten ist das Java-Nashorn, mit nur 50 Exemplaren in seinem natürlichen Lebensraum, Indonesien. Grund dafür ist die Wilderei, da den Hörnern dieser Tierart medizinische Heilkräfte zugeschrieben werden.

Der Kalifornische Schweinswal ist ebenfalls stark vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch rund 60 Individuen in freier Natur. Sein natürlicher Lebensraum ist der Golf von Kalifornien in Mexiko. Er bleibt oft in Fischernetzen hängen, deshalb wird es ihn nicht mehr lange geben.

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Für viele sind Heuschrecken eine Plage. Es gibt jedoch eine Unterart, die so genannte Crau-Schrecke, die in Frankreich beheimatet ist. Aufgrund des Verlustes ihres Lebensraums steht sie ebenfalls auf der Roten Liste der IUCN.

Ihr Verschwinden hätte schwerwiegende Folgen für den Vogelbestand wie den Turmfalken, der sich von diesem Insekt ernährt.

Die Crau-Schrecke ist vom Aussterben bedroht

Sind alle Tiere vom Aussterben bedroht?

Wenn man pessimistisch ist, könnte man denken, dass in einigen Jahren alle Tiere vom Erdboden verschwunden sind, wenn wir wie bisher weitermachen.

Es ist wahr, dass die Anzahl auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten von Jahr zu Jahr steigt. Die für diese Liste zuständige Organisation weist darauf hin, dass die anfälligsten 25 % dieser Tiere bald nicht mehr auf unserem Planeten leben werden.

Menschliche Aktivitäten sind meist für das Aussterben der Tiere verantwortlich. Bald wird es viele nicht mehr geben: 

1. Tierarten mit einem eingeschränkten Lebensraum

Zum Beispiel endemische Arten, die nur ein bestimmtes Gebiet bewohnen (z.B. eine Insel), weil sie keine wirklichen Alternativen zur Verbreitung haben.

Außerdem sind diese Tiere anfällig für Krankheiten, die durch eingeführte Arten mitgebracht werden.

2. Wandertiere

Wir sprechen nicht nur von Vögeln, sondern von all den Tieren, die Jahr für Jahr eine lange Reise unternehmen, um zum Beispiel der Kälte zu entkommen. Sie sind stärker vom Aussterben bedroht, weil sie an allen Orten, an denen sie sich niederlassen, bestimmte Bedingungen vorfinden müssen.

Viele Tierarten sind vom Aussterben bedroht

3. Tierarten, die ein großes Territorium benötigen

Sie sind als Kämpferarten bekannt, und ihr größter „Defekt“ ist, dass sie ein großes Gebiet benötigen, um all ihren Gewohnheiten nachkommen zu können. Sie legen in einer einzigen Saison viele Kilometer zurück. Beispiele dafür sind Greifvögel.

4. Große Arten sind vom Aussterben bedroht

Zu den bekanntesten vom Aussterben bedrohten Tierarten gehören der Eisbär, der Elefant und das Nashorn. Im ersten Fall ist die globale Erwärmung dafür verantwortlich, denn der Lebensraum der Eisbären, schmilzt buchstäblich unter ihren Pfoten weg.

Elefanten und Nashörner sind vom Aussterben bedroht, da sie illegal gejagt und ihre Lebensräume zerstört werden.

Dazu kommt, dass große Tiere eine beträchtliche Menge an Nahrung benötigen und diese durch veränderte Ökosysteme knapp wird.

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5. Tierarten mit wenig Nachwuchs

Das erste Beispiel ist der Gorilla, denn er investiert all seine Zeit und Mühe in ein einziges Jungtier. Während der Aufzucht eines kleinen Gorillas wird die Mutter nicht trächtigt, denn sie muss sich um ihr Kind kümmern. Dazu kommt die Zerstörung seines Lebensraums und die illegale Jagd.

Auch Arten, die in einem stabilen Umfeld leben, sind besonders vom Aussterben bedroht. Denn wenn ihr Lebensraum verändert wird, können sie sich nicht mehr fortpflanzen. Dies ist beispielsweise bei Reptilien der Fall.

Auch Tiere, die in kleinen Gruppen leben, sind davon betroffen, da sie für Jäger und Raubtiere besser sichtbar sind.

  • Baena, M. L., & Halffter, G. (2008). Extinción de especies. In Conabio. Capital natural de México.