Hunde im Rollstuhl toben am Strand

14. Juli 2018
Hunde im Rollstuhl, die ihre Hinterbeine durch einen Unfall oder eine Krankheit verloren haben, können mit ihren speziellen Karren ihr Leben fast normal weiterführen - und sogar am Strand toben.

In diesem Beitrag erzählen wir dir etwas über Hunde im Rollstuhl, die zum Toben an den Strand gebracht wurden. Im Angesicht ihrer Widrigkeiten ist das auch für uns ein schönes Erlebnis und eine großartige Lektion, die uns lehrt das Leben zu genießen!

Hunde im Rollstuhl in La Caleta dels Gossets

Hunde im Rollstuhl können trotz ihrer Behinderung toben.

Der Verein „Bichos raros“ (wörtlich „Sonderlinge“) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Träume für Hunde im Rollstuhl wahr werden zu lassen. Und zwar den Traum, die Hunde im Rollstuhl einen sonnigen Tag am Strand verbringen zu lassen und in den Wellen zu planschen. Das Besondere daran ist, dass die Hunde im Rollstuhl Bewegungseinschränkungen haben. Sie benutzen speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Rollstühle.

Der Veranstaltungsort war La Caleta dels Gossets in Alicante, Spanien. Dies ist ein Strand in der Region Santa Pola, der Hunde das ganze Jahr über erlaubt. Er ist der erste Hundestrand in der Gegend und der zweite in der Region (der andere liegt in El Campello). Dort können die Hunde einen kleinen Urlaub machen und wahnsinnigen Spaß haben.

Die für diese Hunde zuständige Stiftung ist auf die Großzügigkeit und auf Spenden von Einzelpersonen angewiesen. Sie haben kein richtiges Zuhause. Die Hunde, die allesamt eine Behinderung haben, leben in Tierheimen. Mit der Unterstützung von Freiwilligen können sie es sich leisten, die Hunde im Rollstuhl an den Strand zu bringen.

Insgesamt sind 17 Hunde im Rollstuhl von Madrid zum Hundestrand von Alicante gereist. Dort genießen sie den schönen Tag in der Sonne und an der frischen Luft und spielen trotz des Rollstuhls wie Welpen.

Andere Strandbesucher kamen, um die Organisation zu ihrer guten Arbeit zu beglückwünschen. Die Hunde genossen neben dem Meer und dem Sand auch ein wenig Zuneigung und Aufmerksamkeit.

Andere Hunde im Rollstuhl am Strand

Das spanische Programm hat seine Bewunderung und sein Lob verdient. Zum Glück ist es nicht das einzige seiner Art. In Peru sammelt die von Sara Morán gegründete Organisation „Milagros Perrunos“ („Hundewunder“) Geld, um Hunde nicht nur zu behandeln und zu füttern, sondern auch um sie an den Strand bringen zu können.

Die Idee ist, dass die Hunde im Rollstuhl das Leben genießen können, bis sie ein Zuhause gefunden haben. Dieser Verein, der in der Stadt Chorrillos gegründet wurde, hat etwa 40 Hunde, denen die Hinterbeine fehlen oder die querschnittsgelähmt sind. Freiwillige Helfer geben ihnen das, was sie brauchen und mit den Spenden bieten sie ihnen sogar einen gelegentlichen Ausflug an den Strand.

Warum sollte man Hunde im Rollstuhl adoptieren?

Wenn eine Familie ein Tierheim besucht, sucht sie oft einen jungen und gesunden Hund. Ältere, kranke Hunde oder Hunde mit Behinderung müssen fast immer warten. Wenn wir verstehen könnten, dass ein Haustier mit „Problemen“ genauso (wenn nicht sogar mehr) liebevoll und treu ist, würden wir sie vielleicht weniger ablehnen oder sogar bevorzugen.

Wenn du einem Hund mit Behinderung ein Zuhause geben willst, musst du lernen, wie man sich um ihn kümmert. Aber in allen anderen Aspekten ist es genau das gleiche wie bei jedem anderen Haustier. Jedes Tierheim wird dich mit großem Fachwissen beraten und dir helfen! Es ist sehr wichtig, dass du dich mit der Behinderung deines Hundes auskennst, um ihm zu helfen.

Die Aufnahme eines Hundes mit Behinderung kann auch einige Änderungen in deinem Haus erforderlich machen. Zum Beispiel brauchst du vielleicht größere Freiflächen, damit der Hund sich gut umdrehen kann oder eine Rampe, damit er auf die Terrasse kommt. Du musst dich auch um seine speziellen Bedürfnisse kümmern, wie laufende Behandlungen oder die Wartung des Rollstuhls.

Denke daran, dass eine Behinderung den Hunden selbst nichts bedeutet. Es ist ein menschliches Konzept. Deshalb wird der Hund sehr glücklich sein, eine Familie zu haben und nicht an seine Beine oder Räder denken. Keine Vorurteile, keine Angst. Die Aufnahme eines Hundes mit Behinderung ist eine der größten Wohltaten.