6 Ranger getötet, weil sie Gorillas beschützten

· 5. November 2018
Erst als Dian Fossey hier tätig wurde, begann man damit, Wilderer gnadenlos zu verfolgen. Damit setzen viele ihr Leben auf´s Spiel.

Noch immer werden Menschen getötet, weil sie Gorillas oder andere wilde Tiere schützen. Leider ist es zu einem erneuten Vorfall gekommen. Dieses Mal im legendären Nationalpark Virunga, dem ältesten Schutzgebiet Afrikas.

Fünf Ranger und ein Fahrer wurden nur deshalb getötet, da sie Berggorillas schützten. Diese Primaten leben in den undurchdringlichen Wäldern des Kongo, Ugandas und Ruandas.

Wir kennen sie aus Dokumentarfilmen und Studien, denn es handelt sich um eine der interessantesten Tierarten, die jedoch sehr abgeschieden lebt. 

Die Virunga-Ranger kümmern sich um den gleichnamigen Nationalpark. Doch erst als Dian Fossey hier tätig wurde, begann man damit, Wilderer gnadenlos zu verfolgen. Damit setzen viele ihr Leben auf´s Spiel.

Virunga: gefährlich für Tierschützer und Gorillas

Nicht zum ersten Mal bezahlen Ranger dieses Nationalparks mit ihrem Leben: In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 170 Ranger, Aktivisten und Angestellte ermordet.

Auch die bekannteste Freundin der Menschenaffen, die Primatologin Dian Fossey, wurde mit einer Machete im Kopf tot aufgefunden.

Der Tod der fünf Ranger soll erneut darauf aufermksam machen, dass sie unerwünscht sind. Denn sie machen schließlich den Wilderern ihr Leben schwer. 

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Wer hier zum Schutz der Gorillas arbeitet, weiß, dass sein Leben in Gefahr ist. Trotzdem engagieren sie sich dafür, das natürliche Paradies der Menschenaffen zu schützen.

Der Park hat einen großen Einfluss auf den Reichtum und die Zukunft dieser Gegend. Deshalb werden sie von den Einheimischen als wahre Helden betrachtet.

Schutz von Gorillas

Dieses enorme Bewusstsein wäre ohne die Arbeit von Dian Fossey unmöglich gewesen: Viele der jetzt angestellten Ranger sind Kinder von Wilderern und Jägern. Sie jagten früher Gorillas und andere Tiere wie Schimpansen, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Jetzt haben sie die Alternative, ihren nationalen Schatz zu verteidigen!

Die Gefahr von Virunga: Wilderer, Kriege und Coltan

Obwohl die Wilderei eines der Hauptprobleme des Parks ist, darf man nicht vergessen, dass in der Nähe der inaktiven Virunga-Vulkane grausame Kriege geführt werden. 

Diese haben im Kongo bereits Millionen Opfer gefordert. Nur im Zweiten Weltkrieg gab es mehr Todesopfer! Hier spielt die Kontrolle über die Coltan-Minen wine bedeutende Rolle. Denn dieses Mineral ist grundlegend für die Herstellung von Mobilgeräten und Computern.

Zwar wird die Wilderei inzwischen vermehrt kontrolliert, um Gorillas und andere Primaten zu schützen. Doch sogenanntes „Bushmeat“ dient der Guerilla noch immer als Nahrung.

Gorillas werden gejagd

Joel Malembe, Sprecher des Virunga-Nationalparks, bestätigt, dass sich der Vorfall zwischen Ishasha und Lulimba, in der Nähe der Grenze zu Uganda, abspielte. Vermutlich ist die Widerstandsgruppe „Mai Mai“ dafür verantwortlich. 

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Nicht zu vergessen ist, dass es in diesem Gebiet auch Erdöl gibt,. Das ist eine weitere Gefahr für die Heimat der Gorillas.

Der Druck westlicher Unternehmen ist groß. Sie möchten Teile des Parks zu ihren Gunsten nutzen.

Die Arbeit der Ranger dieses Nationalparks ist jedoch grundlegend, um den Lebensraum vieler Tiere zu schützen.

Grundlegend ist natürlich auch, endlich den Krieg in diesem Gebiet zu beenden, der schon viel zu lange dauert!