Warum schlafen Hunde so viel?

· 11. März 2018
Die charakteristischen Geräusche und Bewegungen eines schlafenden Hundes beweisen es: unsere vierbeinigen Freunde sind tatsächlich in der Lage zu träumen.

Schlafende Hunde sind manchmal sehr lustig anzusehen. Manche röcheln, knurren, bellen oder bewegen sogar ihre Beine und es sieht so aus, als würden sie hinter etwas herjagen. Ihre Schlafzeiten sind ungleichmäßig über den Tag verteilt. Hundebesitzern fällt es deshalb oft schwer, die Zeiten, zu denen ihre Hunde aktiv sind oder schlafen, vorauszusehen.

Wie viele Stunden sollten Hunde täglich schlafen?

Die Schlafgewohnheiten von Hunden variieren je nach Alter, Größe und ihrer Aktivität. Welpen schlafen natürlich länger als ausgewachsene Hunde, auch große Bernhardiner schläft für gewöhnlich mehr als der kleine Chihuahua.

Große Hunde und Welpen schlafen im Schnitt 18 Stunden am Tag. Der durchschnittliche Rhythmus eines ausgewachsenen Hundes liegt zwischen 12 und 14 Stunden.

Die Hälfte (50%) der gesamten Schlafstunden sind über die Nacht verteilt, den Rest verschlafen die Hunde in einem unregelmäßigen Abstand über den Tag hinweg. Der Grund für diese Aufteilung ist die sogenannte REM-Phase.

Die REM-Phase bei uns Menschen nimmt etwa 25% der gesamten Schlafphase ein. In dieser Phase ist die Hirnaktivität erhöht und Säugetiere verarbeiten die Reize, die sie den Tag über aufgenommen haben.

Hunde schlafen in ihrem Bettchen

Im Gegensatz zu uns verbringen Hunde lediglich 10% ihres gesamten Schlafes in der REM-Phase. Aus diesem Grund machen Hunde tagsüber kleine Nickerchen, die ihrer Erholung und Gesunderhaltung dienen.

Ja, auch Hunde träumen

Die charakteristischen Geräusche und Bewegungen eines schlafenden Hundes beweisen es: unsere vierbeinigen Freunde sind tatsächlich in der Lage, zu träumen.

Wie bei jedem anderen Lebewesen muss auch das Gehirn des Hundes sämtliche Informationen, die es über den gesamten Tag aufgenommen hat, verarbeiten. Das Träumen ist der effektivste Mechanismus des Gehirns, um dies zu erreichen.

Nach einer Studie, bei der die Hirnströme von Hunden und Menschen verglichen wurden, kam man zu dem Schluss, dass auch Hunde zwei unterschiedliche Schlafphasen haben: die REM-Phase und die Einschlafphase.

Hunde schlafen bessere Lebensqualität

Bei der zuletzt genannten Phase handelt es sich um die Anfangsphase des Schlafes, bei der die Hirnaktivität heruntergefahren wird und sich der Herzschlag und die Atmung verlangsamen.

Die REM-Phase ist Teil der Tiefschlafphase. Den Namen verdankt diese Phase der für sie typischen schnellen Augenbewegungen (Rapid Eye Movement).

In dieser Schlafphase beschleunigt sich der Herzschlag, der Körper ist wie gelähmt, man träumt und kann sogar sexuell erregt sein. Die Erkenntnis, dass Hunde wie wir Menschen zwei Schlafphasen haben, ist der unwiderlegbare Beweis dafür, dass auch unsere Tiere träumen.

Bewegung ist wichtig für den gesunden Schlaf eines Hundes

Genau wie bei Menschen ist auch die körperliche und geistige Beschäftigung bei Hunden der Schlüssel für einen guten und erholsamen Schlaf. Denn im Gegensatz zum allgemeinen Glauben schlafen unsere Tiere nicht länger, wenn sie nicht ausreichend körperlich und geistig beschäftigt werden.

Hunde schlafen bessere Lebensqualität

Zu wenig Aktivität verursacht Schlaflosigkeit beim Hund und führt langfristig zu Schlafstörungen, wodurch die Lebensqualität des Tieres erheblich verschlechtert wird.

Ein verantwortungsvoller Hundebesitzer sollte seinem Vierbeiner täglich mindestens eine halbe Stunde widmen, um ihn körperlich auszulasten, z. B. um mit ihm spazieren zu gehen. Bei größeren Rassen und Hunden mit mehr Energie, wozu unter anderem die Jagd- und Wachhunde zählen, sollte man sich mehr Zeit nehmen, um sie ausreichend zu beschäftigen.

Bereits ein kleiner Spaziergang vor und nach der Arbeit kann sich positiv auf die Schlafgewohnheiten deines Hundes auswirken. Um den morgendlichen Spaziergang abzurunden und bevor wir das Haus in Richtung Büro verlassen, sollten wir dem Hund ein Spielzeug geben, damit er sich selbst beschäftigen kann, solange er allein zuhause ist.

Wir sollten stets bedenken, dass die täglichen Aktivitäten unserer Haustiere entscheidend für deren Schlafgewohnheiten sind. Blindenhunde oder Polizeihunde zum Beispiel, verbringen den Großteil des Tages damit, wachsam und aufmerksam zu sein, um ihre Arbeit zu erfüllen.

Ein Familienhund, der den ganzen Tag damit verbringt auf sein Herrchen oder Frauchen zu warten, macht in der Zeit, wo er alleine ist, was er will. Und das bedeutet in den meisten Fällen, dass er sich wieder in sein Bettchen legt und schläft.