Kuriositäten über Flamingos

30. Mai 2019
Flamingos sind höchst interessante Wasservögel mit einzigartigen Eigenschaften. Hast du schon einmal den Schnabel genauer beobachtet?

Flamingos sind außergewöhnliche Wasservögel aus der Familie der Phoenicopteridae. Sie zeichnen sich durch ihren typisch gebogenen Schnabel, ihren anmutigen Aspekt und ihre rosarote Farbe aus. Doch über Flamingos gibt es noch viel mehr zu berichten. Lies weiter! 

Warum werden sie Flamingos genannt?

Zu den Kuriositäten über Flamingos zählt der Ursprung ihres Names: Er ist auf das lateinische „flamma“ zurückzuführen, was so viel wie Flamme bedeutet und auf die typische Farbe dieses Wasservogels hinweist.

Der wissenschaftliche Name der am häufigsten vorkommenden Art, Phoenicopterus ruber, bedeutet Fönix mit roten Flügeln.

Es gibt viele interessante Kuriositäten über Flamingos. Alle sechs Unterarten haben im Laufe der Geschichte die Aufmerksamkeit vieler Neugieriger auf sich gezogen.

Wo brüten Flamingos?

Zwergflamingos sind insbesondere deshalb kurios, da sie einen ganz besonderen Brutplatz wählen: In einigen Seen von Tansania entstehen schlammige Inseln, wenn das Wasser sinkt, welche diese Wasservögel nutzen, um darauf zu brüten.

Die Schlammnester sind von Wasser umgeben, das einen sehr hohen pH-Wert und hohe Temperaturen aufweist. Nur wenige Tiere können hier überleben.

Flamingos

Es konnten Reste von Flamingos gefunden werden, die unter diesen Bedingungen dank ihrer schuppenbedeckten Beine überleben konnten.

Hast du diesen Artikel schon gelesen? Das Blaukehlchen: Eigenschaften dieses wundervollen Vogels

Der kuriose Schnabel der Flamingos

Zu den kuriosesten Dingen gehört der Schnabel der Flamingos: Er hat Ingenieure inspiriert, die nach diesem Vorbild Turbinen entwarfen. Denn Flamingos verwenden ihren Schnabel umgekehrt, das heiß, dass zuerst der obere Teil das Wasser berührt. Es handelt sich um einen der komplexesten Schnäbel von Vögeln.

Die Zunge funktioniert wie eine Pumpe, die das trübe Wasser ins innere des Schnabels befördert, wo es gefiltert wird, um Nährstoffe aufzunehmen. An den Rändern des Schnabels befinden sich zu diesem Zweck feine Flamellen, die wie ein Sieb funktionieren.

Flamingos ernähren sich vorwiegend von Algen, kleinen Gliederfüßern und Fischen.

Flamingos

Auch dieser Artikel ist sehr interessant: Graurücken-Leierschwanz: ein überraschender Singvogel

Diese exklusive Ernährung macht Flamingos vom Wasser abhängig. Es scheint so, dass Flamingos bereits aus einer Distanz von hunderten von Kilometern erkennen können, ob es regnen wird, allerdings ist dies nicht wissenschaftlich belegt. Doch man vermutet, dass sie deshalb schnell in neu gebildeten Seen zu finden, die sich in sehr trockenen Regionen Afrikas bilden.

Das Geheimnis der schönen Farbe der Flamingos

Diese Wasservögel nehmen durch ihre Ernährung sehr viele Carotinoide auf. Diese Farbpigmente werden dann im Fett der Tiere und in ihren Federn eingelagert, was ihnen die rosa-orange Farbe verleiht.

Flamingos produzieren ein Carotinoid-reiches Öl, das ihre typischen Farben hervorhebt, die sehr wichtig für diese Vögel ist: je intensiver die Farbe, desto mehr Erfolg haben die Männchen bei den Weibchen! 

Die Balz ist bei diesen Wasservögeln grundlegend: sie sind nämlich monogam und legen nur ein Ei, deshalb ist die Aufzucht des Jungvogels eine wichtige Aufgabe. Die Vogeleltern bauen ein sanftes Schlammnest, um den einzigen Nachkommen pflegen zu können.

Es handelt sich um eine der langlebigsten Vogelsorten, denn sie können bis zu 70 Jahre alt werden, fast so alt wie Papageien.

Um den Nachwuchs zu pflegen bringen Flamingos ein großes Opfer: Nach der Geburt des kleinen Küken, färbt sich dieses gleich wie seine Eltern, doch die Eltern werden blasser, da ihr Nachwuchs ihnen Carotinoide entzieht. Denn der Jungvogel wird mit einer Ölsekretion gefüttert.

Schon bald sind die Vögel erwachsen und erfreuen uns mit ihrer einzigartigen Schönheit.

Noch ein Lesetipp bevor du gehst: Der Kiwi – der neuseeländische Vogel, der nicht fliegt