Seeschlange, eine der giftigsten Schlangen der Welt

16. Mai 2019
Die Seeschlange ist ein paradoxes Tier. Sie hat den Ruf, eine "ruhige" Kreatur zu sein, die nicht angreift, wenn sie nicht gestört wird. Gleichzeitig sind Seeschlangen aber auch hochgiftig.

Die Seeschlange, die eng mit den Kobras verwandt ist, unterscheidet sich morphologisch von ihren terrestrischen Verwandten. Ihr Körper ist an das Eintauchen in tiefes Wasser und an andere Besonderheiten des Meereslebens angepasst.

Die Seeschlange ist ein paradoxes Tier. Sie hat den Ruf, eine „ruhige“ Kreatur zu sein, die nicht angreift, wenn sie nicht gestört wird. Menschen können beim Tauchen mit diesem Tier Kontakt haben.

Manche schwimmen gerne in ihrer Nähe, obwohl sie Landschlangen hassen.

Gleichzeitig sind Seeschlangen aber auch hochgiftig. Sie sind in der Tat giftiger als jede andere Art von Schlange. Diese wunderschönen Kreaturen sind mit den australischen Landschlangen verwandt und im Gegensatz zu den reinen Wassertieren atmet diese Schlangenart regelmäßig an der Oberfläche.

Die Biologie von Seeschlangen

Eine ihrer einzigartigen Anpassungen an das Wasserreich ist die Fähigkeit, Sauerstoff durch die Hautoberfläche zu absorbieren. Tatsächlich können sie ihren Sauerstoffbedarf durch dieses System zu 25% decken.

Eine weitere notwendige Entwicklung der Seeschlange ist ihre Gewöhnung an Salz. Sie sind ursprünglich Landtiere und vertragen keinen hohen Salzgehalt wie andere Meerestiere.

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Infolgedessen hat sie unter und um die Zunge herum spezielle Drüsen entwickelt. Diese ermöglichen es ihr, überschüssiges Salz aus ihrem Körper zu entfernen.

Zuletzt entwickelte die Seeschlange ihre Schuppen weiter. Die meisten terrestrischen Schlangen haben überlappende Schuppen, die ihren Körper vor dem Boden und ständiger Abnutzung schützen.

Seeschlangen hingegen brauchen diesen Schutz nicht, sodass ihre Schuppen weich sind und sich nicht überlappen. Sie sind hydrodynamischer und wirken als Schutz gegen scharfe Korallen.

Schlange

Lebensraum der Seeschlange

Die Seeschlange lebt auf der ganzen Welt in warmen und gemäßigten Gewässern. Wie die meisten Reptilien mag sie die Kälte nicht. Es ist möglich, sie in allen tropischen Gewässern von der Karibik bis nach Australien und an der Ostküste Afrikas zu finden.

Aus unklaren Gründen sind die einzigen Gewässer, die von dieser Art nicht bewohnt werden, der Atlantik und das Mittelmeer. Dies trotz der Tatsache, dass beide Gewässer für sie warm genug sind.

Dies ist besonders interessant, da es bedeutet, dass Seeschlangen aus unbekannten Gründen nicht den Panama-Kanal bzw. den Suez-Kanal überqueren wollen oder können. im Gegensatz zu vielen anderen Arten, die diese Überquerung geschafft haben.

Tödliches Gift

Die Seeschlange ist ebenso wie ihre terrestrischen Verwandten ​​giftig, und obwohl Bisse selten sind, kommen sie vor. Im Gegensatz zu den terrestrischen Schlangen neigen sie dazu, keine großen Mengen an Gift zu injizieren.

Deshalb ist der erste Biss oft schmerzlos und die Symptome treten nicht sofort auf. Trotz der geringen Menge an Gift, die durch das Beißen abgegeben wird, ist der Biss jedoch aufgrund der Potenz des Giftes gefährlich. Wenn er nicht behandelt wird, kann es nach 8 bis 12 Stunden zum Tod kommen.

Seeschlange-Meer

Mythen über Seeschlangen

Der verbreitetste Mythos, den du vielleicht schon über Seeschlangen gehört hast, ist, dass sie einen Taucher wegen ihrer kleinen Reißzähne nur am Ohrläppchen und am Hautbereich zwischen Daumen und Zeigefinger beißen können.

Das ist entspricht keineswegs der Wahrheit. Die meisten Seeschlangen sind von Natur aus sehr gefügig und schüchtern. Man sieht viele Fischer, wie sie sie aus ihren Netzen befreien und ins Meer zurückwerfen. Zwar ist die Seeschlange friedlich, doch trotzdem könnte sie beißen.

Die Seeschlange kann freiliegende Haut beißen und durchdringen, und da die meisten sehr giftig sind, kann dies zum Tod führen, wenn der Biss nicht rechtzeitig behandelt wird.

Ernährungs- und Reproduktionsgewohnheiten der Seeschlange

Die Lieblingsspeise dieser Schlangenart ist Fisch, den sie als Ganzes verspeist. Die Seeschlange frisst aber auch Aale und Krebstiere, und einige von ihnen auch Fischeier.

Die Seeschlange ist eine ovovivipare Spezies. Das heißt, dass sich die Eier im Körper der Mutter entwickeln, bis sie geboren werden oder kurz vor dem Schlüpfen sind. Nur die Gattung Laticauda ist ovipar und legt ihre Eier auf den Meeresboden.

Die Jungen werden lebend im Wasser geboren, wo sie während ihrem gesamten Lebenszyklus bleiben. Bei einigen Arten sind die Nachkommen recht groß, manchmal erreichen sie die Hälfte des Körpers der Mutter. 

Die Nachkommen von Seeschlangen sind schon bei der Geburt unabhängig. Es handelt sich also um eine der wenigen Tierarten, die keine mütterliche Betreuung benötigt.

https://sites.google.com/site/venomousdangerous/snakes/most-venomous-sea-snakes

https://www.britannica.com/animal/sea-snake

https://oceana.org/marine-life/sea-turtles-reptiles/olive-sea-snake