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Fledermäuse: Wissenswertes über die verschiedenen Arten

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Die Fledermausarten, die auf der ganzen Welt zu finden sind, lassen sich nach ihrer jeweiligen Ernährungsweise klassifizieren. Wenn du mehr über die faszinierende Welt der Fledermäuse erfahren möchtest, solltest du unbedingt weiterlesen!
Fledermäuse: Wissenswertes über die verschiedenen Arten
Letzte Aktualisierung: 07. August 2021

Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können. Sie orientieren sich mit ihrer berühmten Echoortung und schlafen tagsüber mit dem Kopf nach unten. Es gibt verschiedene Fledermausarten, die du in diesem Artikel kennenlernen wirst. Die Arten unterscheiden sich nach ihrer Ernährungsweise. Du wirst sicherlich überrascht sein, denn viele von ihnen haben tatsächlich nur wenig mit der typischen Vorstellung gemein, die wir von diesen Tieren haben!

Wusstest du, dass es mehr als 1.000 verschiedene Fledermausarten gibt? Und alle spielen eine wichtige Rolle in ihrem jeweiligen Ökosystem. Sie kontrollieren Insektenpopulationen, sind Bestäuber oder verbreiten Samen. Wenn du diese geflügelten Säugetiere etwas besser kennenlernen möchtest, lies einfach weiter!

Fledermäuse und ihre Merkmale

Fledertiere (Chiroptera) sind eine Ordnung der plazentalen Wirbeltiere, die in insgesamt 18 Familien unterteilt ist. Dazu gehören insgesamt 1.100 Arten, das sind 20 % aller Säugetiere. Darüber hinaus sind diese Familien in zwei Unterordnungen unterteilt:

  • Megachiroptera: Dies sind große Fledermäuse, die die tropischen und subtropischen Regionen Afrikas, Asiens und Ozeaniens bewohnen. Ihr Sehvermögen und ihr Geruchssinn sind im Vergleich zu anderen Arten gut entwickelt und sie ernähren sich von Pflanzenteilen wie Früchten oder Nektar.
  • Microschiroptera: Diese Unterordnung umfasst die kleineren Fledermäuse, die nicht auf ihr Sehvermögen angewiesen sind, um sich zu orientieren, da ihnen die Echoortung genügt.

In unserem heutigen Artikel wirst du jedoch verschiedene Fledermäuse kennenlernen, die nach ihren Ernährungsgewohnheiten klassifiziert sind. Die Ernährung eines jeden Tieres ist ein wichtiger Schlüssel, um zu erkennen, wie es sich an die Umwelt, in der es lebt, angepasst hat und welchen Beitrag es zu dessen Gleichgewicht leistet.

Fledermäuse sind nach den Nagetieren die zweitgrößte Ordnung innerhalb der Säugetiere.

Nektarfressende Fledermäuse

Diese Fledermäuse ernähren sich vom Nektar von Blüten, die sich nachts öffnen. Um an die köstliche Flüssigkeit zu gelangen, die sie am Leben erhält, haben sie einen spitzen Kopf und eine lange Zunge, die an der Spitze Stacheln hat. Außerdem sind sie großartige Bestäuber und stehen, was diese wichtige Arbeit für das Ökosystem angeht, auf einer Stufe mit Insekten und tagaktiven Vögeln.

Einige tropische Blumen haben sogar eine spezielle Glocke, die das Echo der Fledermäuse zurücksendet und ihnen die Ortung erleichtert. Wenn die Fledermaus ihren Kopf hineinsteckt, um an den Nektar zu gelangen, belädt sie ihren Kopf mit Pollen und setzt diese an der nächsten Blüte wieder ab. Dies ist zweifelsohne ein hervorragendes Beispiel für eine Symbiose, von der beide Seiten profitieren.

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Die fleischfressende Fledermaus

Der Lebensraum dieser Fledermäuse erstreckt sich von Südmexiko über Peru und Ecuador bis nach Zentral- und Nordbrasilien, Surinam, Guyana, Venezuela und die Insel Trinidad. In dieser Gruppe finden wir die größte Chiroptera der Neuen Welt, die Große Spießblattnase (Vampyrum spectrum), mit einer Spannweite von fast einem Meter bei ausgebreiteten Flügeln.

Unter allen Fledermausarten sind die Fleischfresser die kleinste Gruppe. Sie ernähren sich von Amphibien, Reptilien, kleinen Vögeln und Säugetieren, die nachts jagen. Dabei nutzen sie ihre unglaubliche Tarnfähigkeit im Flug.

Fruchtfledermäuse

Fruchtfledermäuse sind bei der Nahrungssuche mehr auf ihren Seh- und Geruchssinn angewiesen, da sie sich auch tagsüber aus ihren Schlafplätzen herauswagen. Sobald sie eine Frucht gefunden haben, die ihnen schmeckt, nehmen sie diese in ihr Maul und bringen sie zu einer anderen Stelle, wo sie sie dann verzehren. Da sie die Samen weit entfernt von ihrem Ursprungsbaum abwerfen, erfüllen sie eine wichtige Funktion bei der Samenverbreitung.

Ein Beispiel für diese Gruppe ist die Artibeus jamaicensis oder Jamaika-Fruchtfledermaus. Während der Nacht fliegt sie auf der Suche nach Nahrung zwischen 10 und 15 Kilometer weit. Falls es an Bäumen mangelt, sucht sie nach Pollen und kleinen Insekten als mögliche Nahrungsquellen.

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Insektenfressende Fledermäuse

Dies ist die primitivste Form der Nahrungsaufnahme unter den Chiroptera. Insektenfressende Fledermäuse fliegen nachts und suchen ihre Nahrung mit Hilfe der Echoortung. Dabei nutzen sie Schallwellen, die sie aus ihrem Maul oder ihrer Nase aussenden, um Insekten zu orten. Einige Arten ziehen es vor, auf einem Ast zu verharren und den wirbellosen Tieren zu lauschen, die sich um sie herum bewegen. So warten sie darauf, diese überraschend angreifen zu können.

Andere Arten nisten zu Hunderten in Höhlen oder Unterschlüpfen und manche halten einen Winterschlaf, wenn die klimatischen Bedingungen dies erlauben.

Diese Fledermäuse sind großartige Vertilger von Schadinsekten in ihrem Lebensraum. Leider können sie als Blutfresser durch die Insekten, die sie fressen, auch Krankheiten übertragen, wie beispielsweise die Tollwut.

Blutsaugende Fledermäuse

Diese Fledermäuse, um die sich viele Legenden ranken, ernähren sich von Blut. Sie haben eine kurze, kegelförmige Schnauze und lange Flügel, in die sie sich einwickeln, um sich im Schlaf warm zu halten. Darüber hinaus haben sie feine, scharfe Zähne, mit denen sie die Haut ihrer Opfer durchbohren. Daher werden sie auch Vampirfledermäuse genannt.

Sobald sie einen Wirt gefunden haben, können diese Säugetiere auf ihm landen (sie sind recht wendig). Außerdem sind sie in der Lage, mit Hilfe von Infrarotstrahlen zu erkennen, wo das Blut unter der Haut fließt. Wenn der Bereich behaart ist, durchbohrt die Fledermaus ihn mit ihren Reißzähnen. Anschließend setzt sie einen Schnitt, um an das Blut zu gelangen.

Der Speichel dieser Fledermäuse enthält gerinnungshemmende Substanzen, die die Verengung der Blutgefäße in der Nähe der Wunde verhindern. Auf diese Weise fließt das Blut durch die Wunde und sie können sich daran satt lecken.

Jede Vampirfledermaus, unabhängig von ihrer Art, benötigt etwa 2 Esslöffel Blut pro Tag, um zu überleben. Das entspricht etwa 60 % ihres Körpergewichts.

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Über diesen Bewohnern der Nacht liegt ein geheimnisvoller Schleier, der durchaus Stoff für unzählige Albträume liefert. Doch wie alle Tiere sind auch diese Fledermausarten sehr wichtig für unsere Ökosysteme. Außerdem zeigen sie uns, dass das Leben in völliger Dunkelheit ebenfalls schön sein kann.


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