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Die beeindruckende Fauna von Madagaskar

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Auf dieser Insel mit über 50 Nationalparks und Naturreservaten lebt eine große Artenvielfalt. Die meisten der Tiere findet man an keinem anderen Ort der Welt freilebend.
Die beeindruckende Fauna von Madagaskar
Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2021

Diese afrikanische Insel betrachtet man als einen der Orte mit der größten Artenvielfalt der Welt. Die Mehrzahl der Fauna von Madagaskar kann man wildlebend an keinem anderen Fleck der Welt sehen!

In unserem heutigen Artikel berichten wir dir über verschiedene interessante Spezies.

Woraus besteht die Fauna von Madagaskar?

Man weiß, dass die Insel vor der Ankunft des Menschen vor etwa 2.000 Jahren von großen Tieren bewohnt war. So lebten dort das Nilpferd, das Fingertier oder die bis zu 3 Meter großen Elephantenvögel.

Durch Abholzung, Jagd, Städtebau und Tourismus wurden allerdings viele einheimische Tierarten ausgerottet. Heutzutage gibt es jedoch mehr als 50 Nationalparks und geschützte Reserven, wo man manche der für Madagaskar typischen Tierarten beobachten kann.

Dazu gehören folgende:

1. Blattschwanzgecko

Diese Tierart fällt insbesondere durch ihren Schwanz auf, der genau so wie ein Blatt geformt ist. Sein Name verrät dies ja eigentlich schon. Deswegen ist er ein Meister der Tarnung.

Dieser Gecko (der auch über unser Beitragsbild klettert) ist klein, lebt in den tropischen Wäldern der Insel und ist für gewöhnlich braun oder grünlich gefärbt. Es gibt sie allerdings auch in gelb, orange und violett.

Da er keine Augenlider besitzt, benutzt er einfach seine Zunge, um sich den Dreck von den Augen zu wischen, der ihm die Sicht verhindert.

2. Lemur

Diese für die Insel typischen Primaten sind wegen ihrer schwarz-weiß geringelten Schwänze und ihrer hervorstehenden Augen so berühmt. Sie sind nachtaktive Tiere, wiegen bis zu 9 kg und ernähren sich hauptsächlich von Obst und Blättern.

Manchmal knabbern sie aber auch gerne ein paar Insekten.

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Diese Tiere organisieren sich in einem Matriarchat, wo die Frauen das Sagen haben. Bis zu 15 Tiere bilden eine Gruppe. Ihr biologischer Rhythmus ist den Mondphasen und Jahreszeiten angepasst.

Bei Vollmond sind sie aktiver und sie können auch in einen kurzen Winterschlaf eintreten, bei dem sich ihr Stoffwechsel und ihre Körpertemperatur reduzieren. Es sind übrigens die einzigen Primaten mit diesen Verhaltensmustern.

3. Strahlenschildkröte

Diese Tierart ist stark vom Aussterben bedroht. Abgesehen davon, dass sie zur Fauna von Madagaskar gehört, findet man auch einige Exemplare auf der Insel Mauritius. Der Mensch hat sie dort hingebracht.

Sie bevorzugt trockene Landschaften, die mit Büschen bewachsen sind oder auch stachelige Wälder.

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Die Strahlenschildkröte ist für ihren Panzer berühmt. Der Hintergrund ist dunkelbraun und hat helle Kreise und Strahlen, als ob es sich um Sterne handele.

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Zweifellos handelt es sich um ein attraktives und großes Tier: Männchen können bis zu 20 kg wiegen! Außerdem sind diese Schildkröten sehr langlebig. Manche erreichen das stolze Alter von 100 Jahren.

4. Riesenchamäleon

Dies ist das größte Chamäleon der Welt, es kann bis zu 70 cm lang werden und gehört zur Fauna von Madagaskar. Auf dem Kopf trägt es einen gekrümmten Kamm, der bei den Männchen größer als bei den Weibchen ist. Ihr Körper ist braun-grün.

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Genau wie auch seine Artgenossen anderer Unterarten, kann das Riesenchamäleon seine Augen einzeln bewegen, die Zehen von Vorder- und Hinterpfoten auseinander bewegen, seine lange Zunge herausschnellen lassen und sich mit seinen Krallen und dem Haftschwanz an Zweigen festhalten.

Dieses Tier lebt im Wald und ernährt sich von Vögeln, Insekten und kleinen Säugetieren. Es kann etwa 10 Jahre alt werden. Nach einem Jahr werden die Riesenchamäleons geschlechtsreif und Junge schlüpfen nach 40 Tagen aus den Eiern.

5. Fossa

Die Fossa ist das größte noch lebende Säugetier der Fauna von Madagaskar. Sie ernährt sich hauptsächlich von Lemuren.

Ihrem Aussehen nach erscheint sie wie eine “Kombination” von verschiedenen Fleischfressern. Sie hat den Körper eines Pumas, die Ohren eines Bären, die Pfoten einer Katze und die Schnauze eines Hundes.

Sie können bis zu 80 cm lang werden und der Schwanz ist oft noch länger als der Körper.

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Ihr kurzes Fell ist dunkelbraun, gelblich oder rötlich. Sie können die Krallen ein- oder ausfahren, haben muskulöse Pfoten und einen länglichen Körper. Sie können sogar von einem Baum zum anderen springen.

Wenn sie jedoch auf dem Boden laufen, so benutzen sie dazu die ganze Fußsohle. Außerdem sind sie nachtaktiv und Einzelgänger. Sie markieren ihr Revier mit stark riechenden Absonderungen.

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Man bezeichnet die Fossa als diabolisches Tier in Madagaskar und es gibt viele Legenden über sie. In ländlichen Gegenden wirft man ihr vor, sie töte Gänse, Hühner und Schweine, weswegen ihre Zahl in den letzten Jahren noch weiter gefallen ist.

Eigentlich ist sie jedoch ein recht ruhiges Tier und wird sogar zutraulich, wenn sie in Gefangenschaft lebt.

 

Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Beratung durch einen Fachmann. Bei Zweifeln konsultieren Sie Ihren Spezialisten.