Wasserschildkröte als Haustier? Wissenswertes und Tipps

· 21. Dezember 2018
Sei dir deiner Verantwortung bewusst, bevor du eine Wasserschildkröte als Haustier hältst!

Eine Wasserschildkröte als Haustier ist nicht nur wegen ihrer Pflege schwierig, sondern auch, weil die meisten Spezies ausgesetzte tierische Invasoren sind.

Invasive Arten

Die invasiven exotischen Arten (Neobiota) sind allochthone Tiere, die in den neuen Ökosystemen, wo sie sich ausbreiten, Schaden verursachen. Dieses Phänomen begann sich nach der Erschließung der verschiedenen maritimen Handelsrouten auf der ganzen Welt auszubreiten.

Im 20. Jahrhundert wurde vielfach mit exotischen Tierart gehandelt, deshalb verbreiteten sich diese Spezies noch mehr. Es gibt einige Beispiele, wie den Halsbandsittich, den Waschbär oder verschiedene Arten von amerikanischen Sumpfschildkröten, die sich auch in unseren Breiten heimisch gemacht haben.

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Die Wasserschildkröte als Haustier

Die Wasserschildkröte erfreut sich enormer Beliebtheit als Haustier. Denn in jungem Alter ist sie klein und außerdem auch preiswert. Doch viele vergessen, welche Verantwortung es bedeutet, eine Schildkröte zu Hause zu haben! 

Tiere wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte sind extrem langlebig und können bis zu 30 Jahre alt werden. Außerdem können sie bis zu 40 Zentimeter groß werden. Sie brauchen einen entsprechenden Lebensraum und ausreichend Platz.

Es ist wichtig hinzufügen, dass die Salmonellose bei Reptilien ein Risiko darstellt. Die Betreuung einer Wasserschildkröte als Haustier durch Minderjährige birgt Gefahren für die öffentliche Gesundheit.

In Ländern wie den Vereinigten Staaten registrierte man einige Fälle von Salmonellose.

Die richtige Pflege und Ernährung der Rotohrschildkröte ist nicht einfach. Auch regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind unerlässlich. Deshalb setzen viele Besitzer die Tiere nach einer Zeit in wilder Natur aus.

Wasserschildkröte als Haustier: Rotwangen-Schmuckschildkröte

Wasserschildkröte als Haustier: Welche Konsequenzen entstehen?

Das Aussetzen von Haustieren ist eine traurige Realität. Die meisten in Gefangenschaft geborenen Tiere überleben in freier Natur nicht. Doch die amerikanische Sumpfschildkröte überlebt nicht nur, sie vermehrt sich sogar sehr erfolgreich und gefährdet das einheimische Ökosystem.

Die amerikanischen Sumpfschildkröten sind aggressiver als ihre europäischen Verwandten. Deshalb verliert die Europäische Sumpfschildkröte ihren Lebensraum, wenn zum Beispiel Rotwangen-Schmuckschildkröten ausgesetzt werden.

Aus diesem Grund fängt man invasive Arten, um die Populationen in freier Natur zu reduzieren und zu kontrollieren. Man kann diese Tiere in Gefangenschaft halten, wenn sie bereits vor dem Inkrafttreten der geltenden Rechtsvorschriften vorhanden waren.

Wenn man diese Schildkröten in freier Natur findet, sollte man sie in ein spezialisiertes Zentrum bringen.

Wasserschildkröte als Haustier: Invasive Arten

Daher ist es sehr wichtig, sich der enormen Verantwortung bewusst zu sein, eine Wasserschildkröte oder irgendein anderes Tier als Haustier zu halten, sei es exotisch oder heimisch. Bei diesen Arten ist das Aussetzen sowohl für die Natur als auch für die Tierschützer ein Problem.

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Kann ich eine Wasserschildkröte als Haustier halten?

Trotz allem kann eine Wasserschildkröte als Haustier deine Erwartungen erfüllen und es gibt auch viele legale Arten. Berücksichtige ganz einfach alles, was bereits erwähnt wurde.

Es sind sehr langlebige Tiere und es ist Vorsicht geboten, wenn Kinder mit ihnen in Berührung kommen. Zudem brauchen sie viel mehr Platz, als man sich vorstellt.

Darüber hinaus musst du die Kosten für den Tierarzt und einer speziellen Nahrung berücksichtigen. Sei dir deiner Verantwortung bewusst, bevor du eine Wasserschildkröte als Haustier hältst!