6 Schritte für die Ausbildung eines Dobermanns

Die Ausbildung dieser Hunderasse muss nicht komplizierter ausfallen als bei anderen, kleineren Rassen. Du solltest dabei nur ein paar kleine Regeln beachten.
6 Schritte für die Ausbildung eines Dobermanns

Letzte Aktualisierung: 27. Februar 2022

Wenn du einen Dobermann ausbilden willst, ist es wie bei jeder anderen Rasse wichtig, dass du so früh wie möglich damit beginnst. In einem frühen Alter sind Hunde leichter zu erziehen. Die Ausbildung wird dem Tier zu einem besseren Leben verhelfen. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber!

Techniken und Schritte zur Ausbildung eines Dobermanns

Eleganz, Schönheit und Gelassenheit – das sind die drei Worte, die die Rasse charakterisieren könnten. Und entgegen der landläufigen Meinung sind Dobermänner keine gefährlichen Hunde, solange sie richtig erzogen werden.

Das Beste an dieser Rasse ist, dass ein Dobermann leicht zu erziehen ist, einen idealen Wachhund abgibt und sich seiner Familie gegenüber loyal zeigt. Mit einem Dobermann gewinnt man einen allzeit treuen Freund. Bevor du einen Dobermann trainierst, solltest du ein paar Aspekte berücksichtigen:

1. Gib dem Hund Weisungen mit starker und fester Stimme

Dieser Ratschlag gilt allgemein für jede Hunderasse. Allerdings musst du dir bei einem so großen und starken Tier wie dem Dobermann immer wieder ins Gedächtnis rufen: Du trägst die Verantwortung für dein Tier und musst ihm zeigen, wer das Sagen hat (du). Der Hund darf niemals geschlagen oder angeschrien werden, sondern empfängt die an ihn gerichteten Weisungen durch die Halterin oder den Halter, die mit starker und fester Stimme mit ihm sprechen.

2. Fange mit dem Training an, wenn der junge Dobermann bei dir ankommt

A Doberman puppy.

Wenn du einen Dobermann adoptierst, wenn er noch ein Welpe ist, ist es viel einfacher, ihn zu trainieren. (Natürlich kannst du auch einen Hund auch später noch erziehen, der schon ein paar Jahre alt ist). Das Wichtigste ist, dass du so früh wie möglich damit anfängst, d.h. sobald er bei dir zu Hause ankommt.

Als Welpe lernt der Hund früh, was sein Besitzer ihm sagt, und wird sich immer korrekt verhalten. Damit ist nicht gemeint, als Halter*in nur Befehle an den Hund zu erteilen, dies zu tun oder das zu lassen. Es geht eher darum, einen geeigneten Weg zur Erziehung und Aufzucht des Jungtiers zu finden.

3. Sozialisiere deinen Dobermann

Wenn du einen Hund wie einen Dobermann bei dir aufnimmst, dem ein bestimmter Ruf vorauseilt, könnte es beispielsweise schwierig sein, mit ihm in einen Park zu gehen und dabei zu erwarten, dass die anderen Besitzer nicht misstrauisch sind. Aber für das Tier ist Sozialisierung lebenswichtig, und dazu muss man sich anderen Hunden nähern.

Der Dobermann muss zunächst an die Leine genommen und allmählich an die anderen Hunde herangeführt werden (ganz egal, ob es sich dabei um einen Chihuahua, Golden Retriever oder Rottweiler handelt). Die beiden Hunde müssen sich ohne Druck kennenlernen und sich so viel wie nötig beschnuppern. Wenn sie sich erst einmal „angefreundet“ haben, erkennen sie sich gegenseitig und greifen sich nicht mehr an.

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Denk daran, dass ein Großteil des sozialen Trainings in den ersten Lebensmonaten stattfindet. Aus diesem Grund sollten die Welpen nicht vor dem Alter von zwei Monaten von ihrer Mutter oder ihren Geschwistern getrennt werden, da dies für deinen Welpen die ersten Kontakte mit anderen Hunden sind. Außerdem wird die Mutter das Verhalten der Welpen bei Bedarf korrigieren und eine Grundlage für die Sozialisierung schaffen.

4. Beginne bei deinem Dobermann mit einfachen Kommandos

Das Einfachste für Hunde, sei es ein Dobermann oder eine andere Rasse, ist es, Sitz zu lernen. Dies fällt ihnen von klein auf leicht, aber sie müssen es trotzdem ein paar Tage lang mehrmals täglich üben. Dann kannst du ihnen andere „Tricks“ beibringen, z. B. sich neben dich zu legen, ihr Spielzeug zu holen, dich mit der Pfote zu berühren, zu kommen, wenn du sie rufst usw.

An diesem Punkt solltest du ihnen auch gleich das passende Kommando beibringen, das zu jedem „Trick“ gehört. Denke daran, dass Hunde gut darin sind, Dinge zu assoziieren, deshalb ist es einfacher, wenn du jedem neuen Kommando ein Schlüsselwort zuordnest. Du kannst jeden beliebigen Satz verwenden, aber es ist immer empfehlenswert, Dinge einfach zu halten und nur ein Wort zu verwenden (wenn möglich).

5. Sei sehr geduldig mit deinem Dobermann

Ein weiterer Schritt, um einen Dobermann zu trainieren, hängt damit zusammen, was für ein Mensch du als Besitzer*in bist. Wenn du nervös bist, wird sich das Tier natürlich genauso verhalten. Wenn du wütend wirst, weil das Tier nicht gehorcht, ist dein Hund womöglich frustriert.

Deshalb empfehlen wir dir, mit sehr viel Geduld an die Hundeerziehung heranzugehen. Denk daran, dass ein Welpe wie ein kleines Kind ist, dem du das Laufen oder Fahrradfahren beibringst. Junge Hunde brauchen Zeit, um diese Vielzahl von neuen Dingen zu verinnerlichen!

Vergiss nicht, bei jedem Kommando, das du deinem Hund gibst, streng und konsequent zu sein. Hunde folgen ihren Besitzern, denn in ihren Augen ist der Besitzer oder die Besitzerin das Alphatier des Rudels. Du solltest also unter keinen Umständen zulassen, dass dein Tier deine Autorität „übergeht“, sonst wird es anfangen, deine Befehle zu ignorieren.

6 Schritte für die Ausbildung eines Dobermanns

6. Vergiss die Belohnungen bei der Hundeerziehung nicht

Viele Besitzer lehnen Belohnungen ab, weil sie denken, dass der Hund nur deshalb gehorcht, weil er etwas dafür bekommt (die Belohnung). Aber Tiere sind nicht wie wir; sie verbinden fast alles mit dem Thema Futter. Das ist eine Frage des Instinkts und des Überlebens.

Du musst sie aber nicht in jedem Fall mit einem Spielzeug, einem Keks oder einem Leckerli belohnen. Du kannst ihnen auch zeigen, dass du stolz auf sie bist, indem du sie knuddelst oder liebevolle Worte sagst. Allerdings solltest du darauf achten, in welchem Zusammenhang du es tust. Wenn du dein Tier ständig streichelst, wird es schwierig, beim Training Ergebnisse zu erzielen.

Das heißt nicht, dass du deinen Hund nicht streicheln darfst, aber es sollte ein Unterschied zwischen Streicheleinheit als Belohnung und dem normalen Streicheln geben. Ersteres sollte zum Beispiel mit ein wenig mehr Überschwang und einer Auswahl von verschiedenen Komplimenten erfolgen, während letzteres ruhig, langsam und ohne viele Worte geschehen sollte.

Jetzt haben wir dir einige wichtige Schritte und Tipps für das Training eines Dobermanns gegeben. Es könnte allerdings sein, dass du die Hilfe eines Profis bei unterschiedlichen Fragestellungen benötigst. Ein Trainer oder eine Trainerin kann das erreichen, was du (bisher) nicht geschafft hast, und wird dir Richtlinien geben, die erprobt sind. Zögere nicht, dich mit einem Hundetrainer in Verbindung zu setzen, wenn du ihn brauchst!

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  • Koscinczuk, P. (2017). Domesticación, bienestar y relación entre el perro y los seres humanos. Revista Veterinaria.
  • American Kennel Club. (2022) Doberman Pinscher. Recuperado el 13 de febrero de 2022, disponible en: https://www.akc.org/dog-breeds/doberman-pinscher/

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