Lerne den Spitz kennen – tolle Hunde!

11. November 2019
Der Spitz kommt aus dem Norden Europas und zählt zu den ältesten Hunden. Er zeichnet sich durch seine spitzen Ohren, seine eingerollte Rute und seine doppelte Fellschicht aus.

Mit seinen spitzen Ohren, dem eingerollten Schwanz und seinem attraktiven Fell ist der Spitz sehr attraktiv. In unserem heutigen Artikel kannst du mehr über diese Gruppe von Hunden erfahren, deren Ähnlichkeit mit den Wölfen man ihnen nicht absprechen kann.

Generelle Merkmale des Spitz

Laut der Fédération Cynologique Internationale (kurz: FCI) kommt der Spitz aus Deutschland und ist ein direkter Nachfahre des Wolfes. Alle Rassen dieser Gruppe von Hunden sind sich ähnlich. Die einzigen Unterschieden liegen in der Größe und der Fellfärbung.

Es ist hervorzuheben, dass der Spitz eine längliche Schnauze, schwarze Augen und Nase und dreieckige, stehende Ohren hat. Das Fell besteht aus zwei Schichten, einer inneren und einer äußeren und die Rute ist nach oben eingerollt, sie ruht auf dem Rücken.

Was ihr Verhalten angeht, so sind diese Hunde heiter, dynamisch und hängen sehr an ihrem Bezugsmenschen. Sie verstehen sich gut mit anderen Haustieren und Kindern. Sie bellen viel, weshalb sie schon das Haus beschützen, doch es handelt sich nicht um Schutzhunde.

Verschiedene Rassen von Spitz

In der Spitz-Familie gibt es besonders beliebte Rassen. Man muss allerdings erwähnen, dass die Gruppe in drei Klassen unterteilt ist: europäische, asiatische und nordische. Einige Spitz-Rassen sind:

1. Der deutsche Großspitz

Man könnte sagen, dass er der Vater aller Spitze ist, den von ihm stammen die anderen Rassen ab. Man glaubt, dass er während der Steinzeit in Zentraleuropa auftrat und deshalb der älteste Hund ist.

Das Fell des deutschen Großspitzes – der unser Titelbild ziert – kann verschiedene Farben haben, doch meistens ist es golden, beige oder weiß. Auch er hat eine doppelte Fellschicht. Er kann um die zwanzig Kilo wiegen und bis zu fünfundfünfzig Zentimeter groß werden.

2. Der deutsche Wolfspitz

Man kennt ihn auch als Keeshond. Es handelt sich hierbei um einen mittelgroßen Hund mit glänzendem, dichten Fell in zwei bis drei Farben: dunkelbraun, schwarz und weiß oder grau. Er kann etwa 50 Zentimeter groß werden und um die 30 Kilo wiegen.

Deutscher Wolfspitz

Er kommt aus dem Norden der Niederlande, doch wurde in Deutschland während des 18. Jahrhunderts ,berühmt‘. Während der französischen Revolution bekam er den Namen, unter dem man ihn heute kennt, und er war schon immer als ein großartiger Gesellschaftshund bekannt.

3. Pommeraner

Das ist vielleicht der berühmteste unter den Spitz-Hunden. Er gehört aufgrund seiner Größe zu den Toyhunden. Die Vorfahren des Pommeraners stammen aus Lappland und Island und kamen als Schlittenhunde nach Polen.

Pommeraner

Er hebt sich durch seinen dreieckigen Kopf, seine auffällige Ähnlichkeit mit dem Fuchs, die kleinen, dreieckigen Ohren und die Rute, die sich über dem Rücken rollt, hervor. Dieser Hund hat ebenfalls eine doppelte Fellschicht, die ihm in der Sommerhitze ganz schön zu schaffen macht. Es handelt sich um einen ziemlich aktiven Hund, der sich sowohl an das Stadt- als auch an das Landleben gewöhnen kann.

4. Japanischer Spitz

Dieser aus Japan stammende Hund ist dem russischen Samojeden sehr ähnlich. Das liegt hauptsächlich an seinem ganz weißen Fell, seiner eingerollten Rute und seinen spìtzen Ohren.

Eine Unterart aus Japan

Der japanische Spitz ist höchst intelligent, loyal und seinem Bezugsmenschen gegenüber sehr aufmerksam, weshalb er ein hervorragendes Haustier ist. Er passt sich problemlos an die Familie an und versteht sich auch gut mit anderen Hunden, wenn man ihn von jung an sozialisiert. Er braucht nur wenig Bewegung, doch liebt es, zu rennen, darum ist er besonders für das Agility-Training geeignet.

5. Finnischer Spitz

Dies ist einer der weniger bauschigen Spitze, doch auch er hat verschiedene typische Merkmale der Gruppe (die Rute ringelt sich nach oben, die Schnauze ist lang und die Ohren sind dreieckig). Es gibt ihn in hellbraun und rötlichen Farbtönen.

Finnischer Spitz

 

Der finnische Spitz wurde gezüchtet, um Nagetiere und Eichhörnchen zu fangen. Auch heutzutage setzt man ihn noch bei der Jagd ein. Er ist ein wenig starrsinnig, neugierig und verspielt. Anderen Hunden gegenüber kann er sich aggressiv zeigen und er braucht täglich einen langen Spaziergang.

Weitere Spitz-Arten sind der deutsche Mittelspitz, der deutsche Kleinspitz, der italienische Volpino, der Eurasier, der Hokkaido, der norwegische Lundehund und der Elchhund.

  • Atencia-Fernandez, S., Shiel, R. E., Mooney, C. T., & Nolan, C. M. (2015). Muscular dystrophy in the Japanese Spitz: An inversion disrupts the DMD and RPGR genes. Animal Genetics. https://doi.org/10.1111/age.12266