Alles über den Mioritic

Der rumänische mioritische Hirtenhund ist eine wunderbare Rasse, die in der Welt noch wenig bekannt ist, aber eine uralte und ziemlich kuriose Abstammung hat.
Alles über den Mioritic

Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2022

Der Mioritic oder Rumänische Mioritische Hirtenhund (Ciobanesc Românesc Mioritic) ein Herdenschutzhund, der sich durch sein langes Fell und sein gutes Benehmen auszeichnet. Diese Rasse wird in ihrem Ursprungsland sehr geschätzt, da sie gezüchtet wurde, um die Schafherden in den Hochgebirgen zu bewachen. Außerdem hat diese Rasse ein ruhiges Temperament und ist leicht zu erziehen.

Die Rasse wurde 2015 vom kynologischen Dachverband Fédération Cynologique Internationale anerkannt, was bedeutet, dass sie in der internationalen Gemeinschaft relativ neu ist. Aus diesem Grund ist sie in anderen Ländern als Rumänien normalerweise noch nicht sehr bekannt. Lies weiter und erfahre mehr über den Rumänischen Mioritischen Hirtenhund.

Ursprung der Rasse

Der Rumänische Mioritische Hirtenhund wurde in den Karpaten selektiv gezüchtet, um eine Rasse zu schaffen, die die Herde auf der Weide hütet. Jahrelang galt er als der beste Hirtenhund Rumäniens und erfreute sich daher in seiner Heimat großer Beliebtheit.

Diese Rasse gilt als eine der ältesten rumänischen Rassen, deren Ursprung bei alten asiatischen Hunden zu finden ist. Der Rumänische Mioritische Hirtenhund wurde der Welt jedoch erst 1935 auf einer Ausstellung in Bukarest vorgestellt. Dieses Ereignis erregte wegen des Zweiten Weltkriegs keine große Aufmerksamkeit, sodass er lange Zeit anonym blieb.

Erst 1981 wurde er im rumänischen Kynologenverband registriert, aber erst 2002 wurde er international vorgeschlagen. Heute erkennt die Fédération Cynologique Internationale das Tier als gültige Rasse an, die zur Gruppe 1 (Hirtenhunde) gehört.

Merkmale des Mioritic

Diese Rasse zeichnet sich durch ein kraftvolles Auftreten, seine Größe und langes Fell aus. Der Körper hat eine rechteckige Form. Der Mioritic besitzt lange Schultern, einen großen Kopf und hellbraune Augen. Die durchschnittliche Widerristhöhe liegt zwischen 60 und 80 Zentimetern, das Gewicht übersteigt 60 Kilogramm.

Das Fell dieses Hundes ist ziemlich dicht und voluminös, fühlt sich aber rau an. Es ist weiß oder grau gefärbt, wobei auch eine Kombination aus beiden Farbtönen möglich ist. Anders als man vielleicht denken könnte, verliert dieser Hund sein Fell nicht so leicht. Allerdings gilt er nicht als hypoallergen.

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Verhalten des Mioritic

Der Zuchtprozess, den der Rumänische Mioritische Hirtenhund durchlaufen hat, hat die Rasse zu einer der treuesten, gehorsamsten und anhänglichen Rassen überhaupt gemacht. Deshalb ist er in der Lage, als Hüter der Herden zu fungieren und sie sicher zu führen. Ebenso neigt er dazu, eine besonders enge Beziehung zu seinen Familienmitgliedern aufzubauen.

Das kräftige Auftreten dieses Hundes kommt von der großen Menge an körperlicher Aktivität, der er ausgesetzt ist. Wenn du ihn als Haustier halten willst, musst du ihm deshalb viele Spaziergänge, Bewegung und Spiele ermöglichen, die seine Energie in Anspruch nehmen. Ländliche Umgebungen sind für diesen Zweck am besten geeignet, da städtische Umgebungen den Tieren zu wenig Platz bieten und sie in ihrer Freiheit einschränken.

Im Allgemeinen hat die Rasse ausgewogene Eigenschaften, die sie zu einem ausgezeichneten und anhänglichen Begleiter machen. Sie braucht jedoch ein gutes Training, um das angeborene Schutzverhalten zu kontrollieren. Andernfalls könnte es zu Aggressionen gegenüber Fremden kommen.

Pflege des Mioritic

Wie du dir vorstellen kannst, geht es bei der Pflege dieser Rasse vor allem darum, das Fell zu pflegen und den Tieren ausreichend Bewegung zu bieten. Die Länge des Fells bringt die Halter dazu, es täglich zu bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden. Außerdem muss der Hund mindestens einmal am Tag spazieren gehen; einmal abgesehen von seinen Spielstunden.

Der Rumänische Mioritische Hirtenhund ist nicht für das Leben in kleinen Häusern oder Wohnungen geeignet, da er viel Platz braucht. Es ist obendrein wichtig, dass er genügend Auslauf hat und die Freiheit genießen kann. Vergiss nicht, dass die Tiere es gewohnt sind, auf dem Land zu leben, und dass sie die Enge nicht gut vertragen. Adoptiere keinen Hund, wenn du ihm diese Voraussetzungen nicht bieten kannst.

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Gesundheitsprobleme der Rasse

Dieser Hund ist anfällig für die Krankheiten, die bei den meisten großen Hunden auftreten, wie z. B. Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie und Magendrehung. Abgesehen von diesen Problemen weist die Rasse derzeit keine schwerwiegenden oder genetisch bedingten Krankheiten auf.

Wenn sie als Arbeitshunde (Hirtenhunde) eingesetzt werden, ist es natürlich notwendig, ihren Körper immer gründlich zu untersuchen, wenn sie zurückkommen. Auf diese Weise kannst du alle Wunden, Risse oder Dornen erkennen, wodurch sie sich beim Hüten verletzt haben könnten. Besonders wichtig ist es, die Pfoten und Ohren zu untersuchen, da diese Bereiche am stärksten exponiert und am anfälligsten für Verletzungen sind.

Manche Menschen halten den Rumänischen Mioritischen Hirtenhund für recht gesund und widerstandsfähig. Es ist jedoch immer gut, die Gesundheit des Hundes mithilfe eines Tierarztes zu überprüfen, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist. Denke daran, dass das Fell ein Faktor sein kann, der zu Parasitenbefall führen kann; aber mit vorbeugender Pflege sollte dies die Gesundheit nicht beeinträchtigen.

Wie du siehst, ist der Rumänische Mioritische Hirtenhund eine ziemlich ausgefallene und auffällige Rasse. Die körperlichen Merkmale sind jedoch eher auf das Leben in ländlichen Gegenden ausgerichtet, sodass ihn nicht jeder als Haustier halten kann. Dennoch ist klar, dass er ein guter Gefährte ist und jede/r Besitzer/in froh sein wird, es mit dieser Rasse versucht zu haben.

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