Milde Ernährung für Hunde

11. Oktober 2018
Eine milde, hausgemachte Ernährung aus Gemüse und Fleisch kann durchaus angemessen sein für Hunde, die unter Verdauungsproblemen leiden. Man muss nur wissen, was und welche Menge man füttern sollte.

Hunde können unter Erbrechen oder Durchfall leiden, wenn sie zu viel fressen oder sich vergiftet haben. In diesen Fällen ist eine milde Ernährung angebrachter als Trockenfutter.

Das schmeckt ihnen dann nämlich nicht und sie können es auch nicht gut verdauen.

So kann eine milde Ernährung die bessere Wahl sein, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen und Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Wir möchten hervorheben, dass du deine Fellnase unbedingt zum Tierarzt bringen solltest, wenn du Verhaltensveränderungen bemerkst.

Der Experte klärt dann auf, in welchem gesundheitlichen Zustand sich das Tier befindet und woher die Beschwerden kommen.

Es ist jedoch ratsam, sich über eine milde Ernährung für Hunde zu informieren, denn diese kann den Appetit und die Verdauung unserer sensiblen Fellnasen unterstützen.

Wann ist eine milde Ernährung für Hunde ratsam?

Es geht hierbei darum, dem Tier Futter anzubieten, das es leicht verdauen kann. So bleibt es gut genährt und auch der Flüssigkeitshaushalt wird ausgeglichen.

Diese Art von Ernährung empfehlen wir, wenn das Tier unter Erbrechen oder Durchfall leidet.

Auch in folgenden Situationen kann eine milde Ernährung die Heilung unterstützen:

  • Appetitlosigkeit
  • Ernährungsumstellung von industriellem Hundefutter zu natürlicher BARF-Diät
  • Verdauungsprobleme
  • Erholung nach operativen Eingriffen
  • Mangelernährung und Schwächeerscheinungen
  • Krebsbehandlung

Wenn das Tier unterernährt oder sehr geschwächt ist, so sollte die milde Ernährung sehr kalorienreich sein, um die Fellnase zu stärken.

Am besten ist es hierbei, leicht verdauliche Proteine und gesunde Fette zu füttern, wie beispielsweise Omega 3, 6 und 9.

Kohlenhydrate sollten nur in kleinen Mengen vorhanden sein, um Verdauungsbeschwerden und Blähungen zu vermeiden.

Wie bereitet man nährreiches, mildes Futter für Hunde zu?

Selbstgemachtes, gesundes Hundefutter sollte zu 80% aus tierischem Protein und zu 20% aus Gemüse und Obst bestehen.

Das tierische Protein sollte größtenteils aus weißer, fettarmer Fleischquelle kommen. Wir empfehlen Hühnchen, Kaninchen, Seehecht oder auch Truthahn.

Ausgewogene Ernährung für Hunde

Obst und Gemüse sollte leicht verdaulich und ballaststoffreich sein. Empfehlenswert sind Äpfel, Zucchini, Kartoffeln, Karotten, Erdbeeren und Pfirsiche. 

Am besten kochst du diese in Wasser und benutzt den Sud, um die milde Ernährung zuzubereiten.

Grünes Blattgemüse und Zitrusfrüchte solltest du besser vermeiden. Sie können nämlich Verdauungsbeschwerden beim Hund hervorrufen.

Der Verdauungstrakt eines Hundes kann rohes Fleisch verarbeiten. Um allerdings das Risiko von Salmonellenvergiftung zu vermindern, können wir das Fleisch auch grillen und es dem Hund leicht gegart anbieten.

Gewürze sollten im Allgemeinen vermieden werden. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, wie zum Beispiel Kurkuma. Das kann sowohl die Abwehrkräfte als auch die Verdauung verbessern.

Achte allerdings darauf, dass du nicht die empfohlene Dosis überschreitest. Die liegt bei 60 mg zwei bis drei Mal pro Woche.

Wie füttert man den Hunden die milde Ernährung?

Ein Hund mit Durchfall, Erbrechen oder Appetitlosigkeit spürt wahrscheinlich großen Hunger und kann auch unter Flüssigkeitsmangel leiden.

Deswegen sollten wir ihn in kleinen Portionen mehrmals täglich ernähren, damit er nicht alles sofort herunterschlingt.

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Wie oft und welche Mengen der Hund fressen sollte, wird durch die tierärztliche Diagnose bestimmt. Normalerweise soll ein Hund mit Durchfall sein mildes Futter in vier oder fünf täglichen Portionen erhalten.

BARF Ernährung für den modernen Hund

Das geschieht deswegen, weil wir das Verdauungssystem unseres Hundes anregen möchten, ohne seinen Organismus dabei zu überlasten. So geben wir dem Tier die Chance, wieder zur Normalität zurückzukehren.

Wir sollten die milde Ernährung beibehalten, bis alle Symptome verschwunden sind. 

Die meisten erwachsenen Hunde erholen sich binnen zwei oder drei Tagen, doch das hängt wirklich von der Gesundheit jedes einzelnen Tieres ab.

Sowohl Welpen als auch ältere Tiere brauchen mehr Aufmerksamkeit, um die Entwicklung der Krankheit zu überprüfen.

Probiotische Zusätze, um die milde Ernährung zu ergänzen

Die Darmflora wird bei Hunden mit Durchfall oder Erbrechen ebenfalls beeinträchtigt.

Das erschwert nicht nur die Aufnahme von Nährstoffen und die Verdauung, sondern schwächt auch das Immunsystem unserer Fellnasen.

Um die Regeneration der Darmflora zu unterstützen, sollten wir ihnen ebenfalls probiotische Zusätze füttern. Natürliche Quellen hierfür sind Joghurt und Kefir. Gib deinem tierischen Liebling aber nicht mehr als einen Esslöffel täglich!

Du kannst natürlich auch Ergänzungsmittel kaufen und sie unter das Futter mischen. Es handelt sich hierbei um nicht verdauliche Substanzen aus pflanzlicher Herkunft. Sie ernähren die „guten Bakterien“ im Darm des Tieres.

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Sprich dich allerdings zuvor immer mit deinem Tierarzt ab und verändere die Ernährung deiner Fellnase nicht einfach auf eigene Faust.

 

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