Mehr als 100 Hunde aus illegaler Zuchtanstalt gerettet

· 19. April 2018
Ein schrecklicher Ort, den viele Tiere leider nicht lebend verlassen haben...

Die Misshandlung von Tieren wird zu einem immer größeren Problem, egal ob sie von privaten Personen oder vermeintlich seriösen Züchtern ausgeht. Letzteres trifft auf den Fall einer illegalen Zuchtanstalt zu, von der wir dir in diesem Artikel berichten wollen. Die Geschichte ereignete sich in einer Stadt in Spanien…

Unternehmen, die auf dem Schwarzmarkt tätig sind, wollen mit ihren verdeckten Geschäften Geld sparen, das sie aber anscheinend weder in die Bezahlung ihrer Mitarbeiter, noch in die ausreichende Versorgung der Tiere stecken.

Die Lebensbedingungen der Tiere in der illegalen Zuchtanstalt

Hunde aus illegaler Zuchtanstalt

Die Tiere in dieser Zuchtanstalt, welche für den Zweck des illegalen Welpenhandels betrieben wurde, mussten in erbärmlichen Zuständen ausharren. Mehrere Jahre lang wurden etwa 114 Hunde und 22 Katzen in enge Käfige gesperrt und waren dadurch beinahe unfähig sich zu bewegen.

Die hygienischen Verhältnisse dort waren katastrophal und viele Tiere waren dehydriert und mangelernährt.

In die Zwinger, die genau wie der gesamte Raum nicht ausreichend belüftet waren, wurden bis zu neun Tiere gesperrt. Außerdem gab es kein Tageslicht in den Zwingern und die Wände waren aufgrund der hohen Feuchtigkeit und mangelnden Hygiene stark von Schimmel befallen.

Zusätzlich zu den bereits genannten Umständen waren die Zwinger voll von Urin und Kot der Tiere, was zu Infektionen und Krankheiten bei ihnen führte.

Ein schrecklicher Ort, den viele Tiere leider nicht lebend verlassen haben… Man sagt jedoch, dass alles Schlechte früher oder später einmal aufgedeckt wird. Und das passierte auch in diesem Fall.

Die illegale Zuchtanstalt fliegt auf

Egal wie sehr man sich bemüht, etwas zu verstecken, an einem Ort, an dem Geschäfte erledigt werden, entsteht immer Bewegung. Aus diesem Grund dauerte es nicht lange, bis die Polizei aufgrund von Aussagen der Nachbarn von den ungewöhnlichen Machenschaften dort erfuhr. Zu diesem Zeitpunkt startete die Operation „Shar Pei“.

Kurz darauf begannen die Ermittlungen, in denen herauskam, dass die Zuchtanstalt weder eine Genehmigung für kommerzielle Zwecke jeglicher Art noch eine Geschäftserlaubnis besaß. Diese Tatsache wäre nicht so verheerend gewesen, wenn nicht zusätzlich dazu, die Tiere in solch schrecklichen Umständen und Bedingungen gelebt hätten, wie man sie dort vorfand.

Als klar war, dass keine Genehmigungen für einen Geschäftsbetrieb vorlagen, konnten die Beamten das Gelände durchsuchen und entdeckten das schreckliche Leid dieser Tiere.

Bei den meisten Hunden in dieser Zuchtanstalt handelte es sich um anspruchsvolle Rassen, die eine besondere Pflege benötigen, die sie allerdings nie erhalten haben.

Natürlich gab es nach diesen Ermittlungen keinen Zweifel mehr daran, was mit dieser Zuchtanstalt geschehen muss: die endgültige Schließung.

Und diese Maßnahme wurde umgehend durchgeführt: Die Einrichtung wurde geschlossen und deren Betreiber wurden angezeigt und mussten sich vor Gericht für ihre kriminellen Handlungen verantworten und wurden bestraft.

Was geschah mit den Tieren aus dieser illegalen Zuchtanstalt?

Mehr als 100 Tiere die psychisch oder sogar physisch misshandelt wurden, waren plötzlich herrenlos und hatten kein Zuhause mehr.

Sobald Tierheime und Tierschutzorganisationen von diesem Fall erfuhren, machten diese sich an die Arbeit und adoptierten diese Hunde und Katzen. Ihr Ziel war es, die körperlichen und seelischen Wunden dieser Tiere zu heilen und ein liebevolles Zuhause für alle zu finden.

kleine Hunde in illegaler Zuchtanstalt

Diese Organisationen nutzten die sozialen Netzwerke, um Spenden für diese Aktion zu sammeln und deren Kosten zu decken und außerdem nach Menschen zu suchen, die diese Tiere bei sich aufnehmen wollen. Wir hoffen für die Tiere, dass sie so endlich ihr Glück finden!

Die Verschärfung der Tierhaltungsgesetze und der Gesetze gegen den Missbrauch von Tieren wird es den Tätern, die mit dem Leben von mehr als 100 Tieren gespielt haben, nicht leicht machen.

Nach Angaben der spanischen Guardia Civil, die an diesem Fall arbeiteten, „werden die Täter hart bestraft werden“ und ihnen wird ein lebenslanges Tierhalteverbot auferlegt. Zusätzlich dazu wird es ihnen untersagt werden, jemals wieder Tiere für kommerzielle Zwecke zu verwenden.

Tatsache ist, dass die von den Betreibern der illegalen Zuchtanstalt durchgeführten Handlungen gegen das Gesetz verstoßen haben. Sie haben Tiere über einen langen Zeitraum hinweg misshandelt und das Gericht wird diesen Tatbestand nicht ignorieren.