Sticker-Sarkom: Symptome und Behandlung

31. Dezember 2019
Das Sticker-Sarkom befällt hauptsächlich Hunde und wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Erfahre mehr über diese durch Chemotherapie heilbare Krankheit!

Manche Krankheiten, an denen Haustiere leiden, sind ernst und schwer zu behandeln. Eine davon ist das Sticker-Sarkom, über das wir heute sprechen wollen. Es handelt sich um einen Tumor der äußeren Geschlechtsorgane, der auch als venerisches Sarkom bezeichnet wird.

Was ist das Sticker-Sarkom?

Diese Tumorart wurde 1876 zum ersten Mal von einem russischen Tierarzt entdeckt, der feststellte, dass er von Tier zu Tier übertragen werden kann. Die Übertragung erfolgt vorwiegend durch den Deckakt, wobei sich die Tumorzellen in kleine Schleimhautverletzungen einnisten und danach schnell vermehren.

In Zonen mit warmem oder gemäßigtem Klima tritt diese Krankheit häufiger auf, auch Mischlinge und Straßenhunde, sowie Hunde in Tierheimen, Zuchtstätten usw. leiden öfter daran. Diese ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass es sich um eine sexuell übertragbare Krankheit handelt.

Die Ursache des Sticker-Sarkoms ist nicht genau bekannt. Es könnten retrovirale Urachen oder ein vergrößertes Protoonkogen vorliegen. Die Ansteckung erfolgt auf jeden Fall immer auf den venerischen Weg. Sobald der Tumor auf einen Hund übertragen wurde, hat er eine Inkubationszeit von zwei bis sechs Monaten. Während dieser Zeit erscheint eine kleine Masse, die die Existenz des Tumors erkennen lässt.

Sticker-Sarkom: Symptome

Normalerweise sind Hunde, die sich mit dem Sticker-Sarkom anstecken, sexuell sehr aktiv. Wie bereits erwähnt, handelt es sich oft um Streuner. Die Symptome beginnen normalerweise mit einer kleinen Schwellung in diesem Bereich, und bei Männchen kommt es zu kleinen, stetigen Blutungen aus dem Penis.

Das Sticker-Sarkom betrifft vor allem Hunde

Hingegen zeigt sich bei Weibchen meist ein Geschwulst in der Vulva, das vaginale Blutungen verursacht. Dies sind aber nicht die einzigen sichtbaren Anzeichen dieses Tumors.

Er kann auch intranasal, in der Mundhöhle, in den Augen oder auf der Haut auftreten. Um festzustellen, ob es sich um einen solchen Tumor handelt, wird eine Zytopathologie durchgeführt, bei der eine Probe des Tumors entnommen und analysiert wird.

Obwohl es sich in der Regel nicht um eine Tumorart handelt, die Metastasen bildet, werden auch die Lymphknoten in diesem Bereich untersucht, um zu überprüfen, ob sie betroffen sind oder nicht.

Sticker-Sarkom: Behandlung

Wenn du denkst, dass dein Hund diesen Tumor hat oder die Diagnose bereits bestätigt wurde, bleib ruhig: Die Chemotherapie ist in 95 % der Fälle sehr erfolgreich, sodass die Heilungschancen deines Haustiers sehr gut sind.

Sticker-Sarkom: Behandlung

Das am häufigsten verwendete Medikament ist Vincristin, das einmal wöchentlich für vier bis sechs Wochen intravenös verabreicht wird. Allerdings hat dieses Medikament Nebenwirkungen, die zu Beschwerden bei deinem Haustier führen, wie Erbrechen, Neuritis, Leukopenie und Knochenmarksdepression.

Wie kann man die Übertragung des Sticker-Sarkoms verhindern?

Wenn du vorhast, deinen Hund zu paaren, vergewissere dich am besten, dass das andere Tier nicht infiziert ist. Überprüfe vor allem seinen Genitalbereich. Wenn ein Hund an dieser Krankheit gelitten hat, es jedoch ein Jahr nach der Behandlung keine Rezidivsymptome gibt, besteht keine Gefahr mehr.

Wie du siehst, ist das Sticker-Sarkom nicht so gefährlich, wie es sich anhört, und es gibt gute Heilungschancen. Mach dir keine zu großen Sorgen, wenn dein Hund darunter leidet, vertraue deinem Tierarzt!

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