Felines Calicivirus: Symptome und Behandlung

Dieses Virus infiziert Katzen auf der ganzen Welt und kann sowohl bei heimischen als auch bei exotischen Arten Krankheiten verursachen.
Felines Calicivirus: Symptome und Behandlung

Letzte Aktualisierung: 05. September 2022

Das Feline Calicivirus (FCV) ist eine der häufigsten Infektionen, die Atemwegserkrankungen bei Katzen verursachen können. Allerdings können auch andere Viren und Bakterien Infektionserreger sein und diese Art von Erkrankungen bei deiner Katze hervorrufen.

Typische klinische Anzeichen einer Infektion der oberen Atemwege sind Niesen, verstopfte Nase, Bindehautentzündung (Entzündung der Augenlider) und Nasen- oder Augenausfluss.

Der Nasenausfluss kann klar sein oder eine grünlich-gelbe Farbe annehmen. Zusätzlich zu diesen typischen Symptomen entwickeln Katzen mit einer felinen Calicivirus-Infektion oft Geschwüre an Zunge, Gaumen, Zahnfleisch, Lippen oder Nase.

Anzeichen oder Symptome

Katzen, die am felinen Calicivirus erkrankt sind, bilden Speichel oder Sabbern normalerweise übermäßig, da die Geschwüre sehr schmerzhaft sind. Andere unspezifische Anzeichen einer Infektion der oberen Atemwege sind Appetitlosigkeit, Lethargie, Fieber und vergrößerte Lymphknoten. Außerdem leiden sie an einer Überempfindlichkeit gegenüber Licht, sodass sie häufig blinzeln müssen.

Einige Stämme des Calicivirus können bei einer infizierten Katze ein plötzliches, schmerzhaftes Hinken in einem oder mehreren Gelenken hervorrufen. Dies tritt am häufigsten bei jüngeren Kätzchen auf. Obwohl selten, gibt es einen speziellen Stamm des felinen Calicivirus, der eine schwere Allgemeinerkrankung verursacht.

Die ersten Symptome betreffen Augen, Nase und Maul, aber die infizierte Katze entwickelt schnell hohes Fieber, schwere Depressionen, Ödeme an den Beinen und/oder im Gesicht, Gelbsucht und Symptome einer Erkrankung mehrerer Organe. Dieser Stamm ist hochgradig ansteckend und die Sterblichkeitsrate liegt bei bis zu 67 %.

Felines Calicivirus: Symptome und Behandlung

Wie steckt sich eine Katze mit dem felinen Calicivirus an?

Das Calicivirus ist hochgradig ansteckend und infizierte Katzen können das Virus über Speichel oder Sekrete aus Nase oder Augen verbreiten. Wenn eine infizierte Katze niest, können Viruspartikel mehrere Meter weit durch die Luft geschleudert werden.

Es wird vermutet, dass das Virus auch über Urin oder Kot ausgeschieden werden kann, aber das gilt nicht als Hauptansteckungsquelle. Anfällige Katzen können sich durch direkten Kontakt mit einer anderen infizierten Katze oder durch den Kontakt mit Gegenständen, die mit infektiösen Sekreten verunreinigt sind, anstecken.

Das Virus kann in einer kontaminierten Umgebung bis zu einer Woche überleben, an einem kühlen, feuchten Ort sogar länger. Obwohl alle dafür empfänglichen Katzen eine Calicivirus-Infektion bekommen können, sind die Symptome bei jungen Kätzchen meist schwerer.

Wie lange dauert eine typische Calicivirus-Infektion bei Katzen?

Sobald eine Katze dem Calicivirus ausgesetzt war, durchläuft sie eine Inkubationszeit von 2 bis 6 Tagen, bevor sie klinische Symptome entwickelt, die in der Regel 14 bis 21 Tage andauern. Während dieser Zeit ist die Katze potenziell ansteckend für andere Katzen. Infizierte Katzen scheiden das Virus mindestens 2 bis 3 Wochen lang über ihre Körpersekrete aus.

Nach der scheinbaren Genesung von der Krankheit kann bis zur Hälfte aller infizierten Katzen einen Trägerstatus entwickeln, in dem sie das Virus weiterhin ausscheiden. Bei einigen dieser Tiere kann der Trägerstatus nur einige Monate andauern, aber bei einem kleinen Prozentsatz kann er lebenslang bestehen bleiben.

Trägerkatzen können Anzeichen einer Infektion zeigen oder auch nicht, wenn sie das Calicivirus aktiv ausscheiden und sind eine wichtige Infektionsquelle für anfällige Katzen. Weibliche Katzen, die Träger des Virus sind, können die Infektion auf ihre neugeborenen Kätzchen übertragen.

Behandlung des felinen Calicivirus

Die meisten Katzen mit einer unkomplizierten Calicivirus-Infektion können zu Hause symptomatisch behandelt werden. Dein Tierarzt oder deine Tierärztin kann dir ein Medikament für die Augen verschreiben, das du äußerlich aufträgst, wenn deine Katze einen grünen oder gelben eitrigen Augenausfluss hat.

Antibakterielle Breitbandmedikamente können verschrieben werden, um zu verhindern, dass sekundäre bakterielle Infektionen die Krankheit verschlimmern, besonders bei jungen Kätzchen. Virusinfektionen sprechen jedoch nicht auf diese Art von Medikamenten an.

Der Tierarzt kann entzündungshemmende Medikamente verabreichen, um die Symptome des Lahmens zu lindern. Katzen mit hartnäckigen Geschwüren können von Behandlungen profitieren, die das Immunsystem unterstützen.

Katzen mit verstopfter Nase oder verstopften Atemwegen können von einer erhöhten Umgebungsbefeuchtung profitieren, z. B. indem sie mehrmals täglich für 10 bis 15 Minuten in ein Dampfbad gesetzt werden. Es ist jedoch ratsam, diese Methode mit einer fachlich kompetenten Person zu besprechen.

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