Dorschleberöl verbessert das Herz-Kreislaufsystem von Hunden

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems treten insbesondere bei älteren Hunden und kleinen Hunderassen auf.
 

In unserem heutigen Artikel geht es um die Vorteile von Dorschleberöl für das Herz-Kreislaufsystem von Hunden. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, welche Probleme sich bei Hunden ergeben können.

Bei den Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems von Hunden ragt vor allem kongestives Herzversagen hervor. Diese Krankheit ist die Konsequenz einer Unfähigkeit des Herzens, ausreichend Blut durch den Rest des Körpers zu pumpen.

Bei kongestivem Herzversagen geht das Blut im Kreislaufsystem sozusagen zurück. Dadurch sammelt sich Flüssigkeit außerhalb der Gefäße an. Während Flüssigkeiten sich ansammeln, tritt eine fortschreitende Verstopfung der Lungen und des Herzens auf. Da das Atmen erschwert wird, vermindert sich der Sauerstoffgehalt des Blutes.

Aus diesem Grund kannst du dann bemerken, dass dein Hund oberflächlich und schnell atmet, um ausreichend Luft zu bekommen. Außerdem kann es sein, dass ein Hund mit Flüssigkeit in den Lungen nicht fähig ist, Gassi zu gehen, ständig hustet und schwach wirkt.

Kongestives Herzversagen ist mehr ein Zustand als eine Krankheit und ergibt sich in den letzten Etappen von schweren Herzerkrankungen.

Dorschleberöl und Herzerkrankungen: Welche Prävalenz haben Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems bei Hunden?

Als Herzkrankheit bezeichnet man verschiedene Krankheiten, die recht häufig bei Hunden vorkommen. Beginnen wir mit den drei häufigsten erworbenen Herzanomalien:

 
  • Chronischer Herzklappenfehler. Das ist bei weitem die häufigste Herzanomalie bei Hunden. Das Erscheinen und der Schweregrad dieser Erkrankung erhöhen sich bei Hunden fortgeschrittenen Alters. Bei älteren Hunden kleinerer Rassen ist die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen an der Mitralkappe höher. Auch Rüden sind etwas häufiger davon betroffen als Hündinnen.
  • Dilatative Kardiomyopathie (DCM). Hierbei schwächt sich der Herzmuskel, weshalb er mit weniger Kraft und Regularität pumpt. Dieser Zustand ergibt sich öfter bei Hunden großer Rassen, wie etwa der deutschen Dogge und einigen Spanielrassen.
  • Perikarderguss. Das ist eine Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel und ebenfalls eine häufig auftretende Hundeerkrankung. Hunde fortgeschrittenen Alters sind am häufigsten betroffen.

Letztendlich können die Mitralklappenerkrankung und der Perikarderguss kongestives Herversagen hervorrufen.

Fellnase beim Tierarzt

Beeinflusst die Ernährung das Fortschreiten von Herz-Kreislaufproblemen bei Hunden?

Die Details der Behandlung von kongestivem Herzversagen hängen von zwei Faktoren ab: der Primärart der Herzerkrankung und wie fortgeschritten diese Erkrankung ist, doch die Ernährung ist immer wichtig.

Hunde mit kongestivem Herzversagen verlieren meist Gewicht. Dabei kann es zu einem Prozess kommen, der sich Herzabmagerung nennt und bei dem die Muskel- und Fettreserven aufgebraucht werden.

 

Herzabmagerung hat grundsätzlich verschiedene Ursachen, zu denen Appetitverlust, schlechte Aufnahme der Nährstoffe und die Effekte der Medikamente, welche viele Hunde mit kongestivem Herzversagen einnehmen, zählen.

Deshalb muss man zuerst eine Ernährungsart suchen, die dem Hund mit kongestivem Herzversagen schmeckt.

Wenn ein Hund nicht gerne frisst, dann ist es kaum wahrscheinlich, dass er ausreichend zu sich nimmt, um Herzabmagerung zu vermeiden.

Menschen finden Dorschleberöl zwar wenig appetitlich, doch Hunde lieben es.

Hund leckt sich die Nase

Dorschleberöl und das Herz-Kreislaufsystem von Hunden: Welche Nährstoffe sind bei der Ernährung von Hunden mit Herzproblemen wichtig?

Es gibt verschiedene Nährstoffe, die bei der Ernährung, welche das Herz-Kreislaufsystem von Hunden verbessern soll, wichtig sind. Dazu gehören: eingeschränktes Natrium, Taurin, L-Carnitin, Fettsäuren und Antioxidanzien.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäure ist nur eine Art der essenziellen Fettsäuren. Man nennt sie essenziell, denn sie kann sich nicht im Körper synthetisieren und sollte über die Ernährung aufgenommen werden. Hunde und Katzen benötigen verschiedene Arten von Omega-Ölen, einschließlich 6 und 3.

Omega-3-Fettsäuren empfiehlt man aus verschiedenen Gründen bei Herzkrankheiten. Vor allem reduzieren sich die Entzündungsproteine, die man Zytokine nennt. Außerdem hat sich gezeigt, dass eine Ernährung, die durch Omega-3-Fettsäuren ergänzt wird, den Appetit verbessert und den Muskelverlust bei Hunden mit Herzinsuffizienz verringert.

 

Weitere Studien haben gezeigt, dass Omega-3-Fettsäuren anscheinend Anomalien im Herzrhythmus unterdrücken.

Die besten Quellen von Omega-3 sind Fischöl, Meeresalgen und Meeresfrüchte wie etwa Grünlippmuschel. Lachsöl ist oft die bevorzugte Quelle von Fettsäuren im Vergleich zu Dorschleberöl.

Antioxidanzien

Normalerweise sind freie Radikale für den zellulären Stoffwechsel und den Alterungsprozess verantwortlich. Wenn die freien Radikale zu stark produziert werden, dann kann auch das zu Krankheit und Beschwerden führen.

Antioxidanzien, inklusive Vitamin C und E, tragen zur Neutralisierung der freien Radikale bei und reduzieren so die Zerstörung, die sie verursachen.

Man weiß, dass Hunde mit dilatativer Kardiomyopathie oder Mitralklappenerkrankung unter einer vermehrten Produktion freier Radikale leiden. Deshalb ist es empfehlenswert, dass man die Ernährung eines Hundes mit Herzkrankheit mit Antioxidanzien wie Vitamin C und E ergänzt.

Man muss allerdings auch beachten, dass zu viele Vitamine sich in der Leber anstauen und das ebenfalls kontraproduktiv sein könnte. Deshalb muss die Dosierung jeglicher Zusatzmittel streng vom Tierarzt überwacht werden.

Wirkstoffe von Dorschleberöl

Dorschleberöl ist die am stärksten konzentrierte Quelle von Vitamin A unter den Lebensmitteln. Jedes Gramm enthält 1.000 Einheiten Vitamin A. Das ist vier Mal mehr Vitamin A als Rinderleber enthält. Sie ist die natürliche Quelle mit der zweithöchsten Konzentration an Vitamin A.

Dorschleberöl

Das Dorschleberöl enthält ebenfalls essenzielle Fettsäuren wie etwa Omega-3-Fettsäure. Es wurde belegt, dass die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren – in Form von Dorschleberöl – die Produktion von Entzündungszytokinen reduziert. Dadurch kann sich auch der Appetit verbessern, was dazu beiträgt, den Verlust an Körpermasse bei Tieren mit Herzinsuffizienz zu verringern.

Der erste Schritt bei der Erstellung eines Ernährungsplans für Hunde mit Herz-Kreislaufproblemen sollte zusammen mit einem Tierarzt erfolgen. Dieser diagnostiziert dann ebenfalls, ob weitere medizinische Probleme bei der Fellnase vorliegen.

Es scheint, dass Omega-3-Fettsäuren viele potentielle Vorteile für Hunde mit einer Herzkrankheit haben. Falls man sich dazu entscheidet, Omega-3-Fettsäuren zuzufüttern, sollte der Tierarzt sorgfältig spezifische Anweisungen für seine Patienten zur Verfügung stellen.

Allerdings sind noch weitere Studien erforderlich, um die optimalen Anweisungen, die korrekte Dosierung und Zusammensetzung für die vielen Hunde mit Herzkrankheiten zu bestimmen.

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