Bauchschmerzen bei Hunden: Anzeichen und Symptome

19. Januar 2020
Bauchschmerzen bei Hunden können durch übermäßiges Fressen oder schwerwiegendere Ursachen auftreten. Erfahre heute mehr über dieses Thema.

Bauchschmerzen bei Hunden können den Besitzer in Panik versetzen, bis er herausfindet, was mit dem Tier los ist. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass ein schmerzender Bauch ein ziemlich häufiges medizinisches Problem ist, das zu einer Bauchschwellung führen kann.

Der Schlüssel liegt darin, die Anzeichen und Symptome zu verstehen. So weist beispielsweise eine flache Atmung, die von Energiemangel und Appetitlosigkeit begleitet werden kann, auf Schmerzen hin. Erfahre heute mehr über mögliche Anzeichen für Bauchschmerzen bei Hunden.

Was definiert Bauchschmerzen bei Hunden?

Verschiedenste Krankheiten können zu abdominalen Schmerzen führen. Medizinisch gesehen sind wiederholte Beschwerden im Bauchbereich eines Hundes als akutes Abdomen bekannt. Dieses Problem kann infektiöser oder nicht infektiöser Natur sein.

Die Schmerzen können unter anderem durch die Verdauung, den Stoffwechsel, Muskel- oder Skelettbeschwerden oder Probleme mit dem Fortpflanzungs- oder Harnsystem ausgelöst werden.

Hundebesitzer müssen verstehen, dass akute Bauchschmerzen fast immer die Folge einer Grunderkrankung sind, die behandelt werden muss, um ihren Hund davon zu befreien.

Was kann man bei Bauchschmerzen tun?

Obwohl Bauchschmerzen bei Hunden schwer zu erkennen sein mögen, sollte man immer auf eine Veränderung im Verhalten des Tieres achten. Bring deinen Hund jedes Mal zum Tierarzt, wenn du den Verdacht hast, dass er sich anders verhält. Bei Bauchschmerzen sollte eine Grunderkrankung unverzüglich behandelt werden, da ein Gesundheitsrisiko wie Verstopfung oder ein Tumor vorliegen kann.

Bauchschmerzen bei Hunden

Symptome von Bauchschmerzen bei Hunden

Als Besitzer, der seinen Hund täglich beobachtet, kannst du Veränderungen in seinem Verhalten feststellen, die auf Schmerzen hinweisen. Folgende Warnsignale können meist beobachtet werden:

  • Geschwollener und empfindlicher Bauch
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Winseln
  • Schwierigkeiten beim Atmen oder abnormale Atemmuster
  • Probleme beim Aufstehen, oder Ruhelosigkeit, weil der Hund keine bequeme Position findet
  • Durchfall, blutiger oder schleimiger Stuhl, Dehydratation
  • Depressionen oder Energiemangel
  • Fieber

Ursachen für Bauchschmerzen bei Hunden

Es gibt unzählige Gründe, warum dein Hund an einem akuten Abdomen leidet. Wie bereits erwähnt, werden Bauchschmerzen bei Hunden grundlegend in zwei Typen unterteilt: infektiöse und nicht infektiöse. Innerhalb dieser beiden Kategorien kann es mehrere Arten von Bauchschmerzen geben:

  • Stoffwechselstörung, wie Nierenversagen, Lebererkrankung, Malabsorption, Ischämie (unzureichende Blutversorgung eines Organs oder Körperteils), Krebs
  • Bauchhöhle, wie Harnwegsverletzung, Harnröhrenverschluss, Blasenentzündung, Peritonitis (Entzündung des Bauchfells)
  • Verdauung, wie Magendrehung, Pankreatitis, Gastritis, Magengeschwür, Darmentzündung, Verstopfung oder Darmverschluss
  • Geschlechtsorgane, wie Prostatitis
  • Skelettmuskel, wie eine Bauchmuskelverletzung
  • Neurologische Störungen
  • Bakterielle, parasitäre und virale Infektionen wie das Canine Parvovirus, Leptospirose usw.
Hund beim Tierarzt

Tierärztliche Beratung

Ein wichtiger Teil der Diagnose ist die Befragung. Es ist wichtig, darauf vorbereitet zu sein und dem Tierarzt alle Beobachtungen mitzuteilen. Wann erfolgte die letzte Nahrungsaufnahme? Was hat das Tier gefressen? Welche Symptome sind vorhanden?

Außerdem solltest du berichten, ob ihr neue Orte besucht habt oder ob dein Hund möglicherweise Giftstoffen oder Chemikalien ausgesetzt war. Es ist auch sinnvoll zu erwähnen, ob der Hund vor kurzem ein Trauma oder Verletzungen erlitten hat.

Danach kann der Tierarzt beschließen, das Blut und en Urin deines Hundes zu untersuchen. Der Hund wird auch körperlich auf Anzeichen eines Traumas wie Blutergüsse oder Blut untersucht. Außerdem tastet der Tierarzt den Bauch ab und untersucht Lunge und Herz.

Falls notwendig, kann der Tierarzt eine Röntgenaufnahme, eine Fluoroskopie und eine zytologische Untersuchung durchführen, um mögliche Ursachen zu diagnostizieren. Die Behandlung hängt ganz von den Ursachen der Schmerzen ab.

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