Warum Hunde ausbüchsen

04 August, 2018
Es gibt verschiedenste Gründe, warum Hunde ausbüchsen. Einer der häufigsten ist allerdings Angst vor Bestrafung. 
 

Es gibt verschiedenste Gründe, warum ein Hund von zu Hause ausbüchsen kann. In den meisten Fällen kommt es dazu zwar, weil sich ein Rüde eine schöne Hundedame suchen möchte, doch nicht immer ist die Lage so eindeutig.

Manche Hunde verlassen ihr Zuhause, da sie nicht ausreichend verpflegt werden, schlecht behandelt werden oder mit ihren Besitzern nicht zurecht kommen. Wieder andere haben einfach Abenteuerlust oder folgen ihrem Jagdinstinkt. Sie möchten neue Territorien erkunden und Erfahrungen machen.

Aus Forschungsstudien geht auch hervor, dass manche sehr unabhängige Hunderassen, wie der Sibirische Husky, eher von zu Hause ausbrechen, um ihre Freiheit zurückzugewinnen. Andere folgen ihren Jagdinstinkten, die ihren Vorfahren angezüchtet wurden.

Warum Hunde ausbüchsen

Sehr viele Hunde suchen das Weite durch den Drang nach der Befriedigung ihrer Sexualinstinkte. Dies ist insbesondere bei Rüden der Fall. In diesen Fällen kann die Sterilisierung eine effektive Methode sein, das Ausbüchsen des Hundes zu verhindern. Damit wird auch sein Charakter ruhiger und das Risiko für aggressives Verhalten reduziert.

Warum Hunde ausbüchsen
 

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Eine Sterilisierung oder Kastration bedeutet jedoch nicht, dass der Sexualtrieb zur Gänze verschwindet. Zusätzlich ist eine gute Erziehung wichtig, damit der Hund lernt, zu Hause zu bleiben, anstatt im Alleingang Abenteuer zu erleben.

Die meisten Hunde sind danach jedoch ruhiger und haben weniger Lustgefühle. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Rüden bereits vor dem ersten sexuellen Kontakt mit einer Hündin kastriert werden. Es empfiehlt sich, den operativen Eingriff vor der Vollendung des ersten Lebensjahres durchzuführen. Danach wird der Hund weniger Lust haben, das Haus alleine zu verlassen, um seine Triebe zu befriedigen.

Wie kann man das Ausbüchsen eines Hundes verhindern?

Du kennst jetzt die wichtigsten Gründe dafür, dass manche Hunde das Weite suchen. Wir gehen anschließend näher auf die Frage ein, was man dagegen tun kann.

Hunde wollen ausbüchsen

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Vermeide, den Namen des Hundes negativ zu verwenden

Wenn du den Namen des Hundes ständig verwendest, um mit ihm zu schimpfen, wird dein Vierbeiner negative Assoziationen aufbauen. Natürlich müssen trotzdem Grenzen gesetzt werden und der Hund braucht Erziehung. Es empfiehlt sich jedoch, einfach „nein“ zu sagen, anstatt den Namen des Hundes zu erwähnen. Rufe deinen Hund bei seinem Namen, wenn er eine Belohnung erhält, du mit ihm spielen willst oder der Moment für Streicheleinheiten gekommen ist.

 

Auf diese Weise wird der Hund auf deinen Ruf viel lieber reagieren und gehorsamer sein. Wenn der Hund jedoch seinen Namen mit Negativem assoziiert, wird er nicht zurückkommen, wenn du ihn rufst.

 

Angenehme Umgebung und Integration in die Familie… warum sollte der Hund dann ausbüchsen?

Die beste Strategie ist, zu erreichen, dass sich der Hund zu Hause so wohl fühlt, dass er gar keine Gründe hat, auszureißen. Er muss sich sicher und wichtig fühlen, ein weiteres Familienmitglied sein und artgerecht behandelt werden. Die Integration in die Familie spielt eine grundlegende Rolle: Sie ist mindestens so wichtig wie Futter, Spielzeug, Schlafplatz und Training.

Regelmäßiges Training und Auslauf

Manche Hunde suchen deshalb das Weite, weil sie laufen, spielen und Freiheit fühlen wollen. Sie sind zu Hause vielleicht lange angebunden oder befinden sich auf einem kleinen Raum. Physische Betätigung und regelmäßiger Auslauf ist deshalb sehr wichtig, um zu verhindern, dass dein Vierbeiner sich alleine auf den Weg macht.

Nutze die ersten Spaziergänge mit deinem Welpen, um ihm das Versteckspiel beizubringen. Lasse ihn frei und verstecke dich hinter einem Baum, rufe ihn dann, damit er dich ganz einfach finden kann. Um dieses Verhalten zu verstärken, belohne ihn mit einem Leckerlie, Lob, Streicheleinheiten oder Spielen.

Auf diese Weise gewöhnt sich dein treuer Begleiter an das Zusammenleben und respektiert die Freiheit, die er auf den täglichen Spaziergängen genießt. Er lernt beim Versteckspiel auch, dass er dich suchen muss, wenn er dich aus den Augen verliert.

 

Körpersprache pflegen

Hunde reagieren sehr sensibel und nehmen Stimmveränderungen, Gesichtsausdrücke und Körpersprache sofort wahr. Sie sind sehr einfühlsam und können auch unseren Gefühlszustand ablesen.

Wenn dein Hund versucht, auszukommen, musst du genau auf den Tonfall achten, mit dem du ihn rufst. Auch deine Körpersprache muss überzeugend sein. Gehe anfangs in die Knie, um ihn mit ernster Stimme zu rufen. Wenn das nicht funktioniert, distanziere dich von ihm, so als ob du ihn zum Spiel einladen würdest oder neue Abenteuer mit ihm erleben möchtest.

Verwende nie Gewalt, um deinen Hund zu bestrafen

Höchst wahrscheinlich können dich bestimmte Verhaltensweisen deines Hundes verärgern. Trotzdem darfst du nie Gewalt anwenden, um diese zu korrigieren.

Dein Hund wird dann tatsächlich Lust haben, von zu Hause wegzulaufen, denn er ist verängstigt und unsicher. Er wird dann auch nicht gehorchen, wenn du ihn rufst, denn er fürchtet eine weitere Bestrafung.