Therapiehund: Unterschied zu einem gut erzogenen Hund

20. November 2019
Der Therapiehund ist besonders nützlich bei Familientherapien, da er die emotionalen Beziehungen zwischen den verschiedenen Mitgliedern hervorhebt.

Der gut erzogene Hund und der Therapiehund sind sich sehr ähnlich. Du kannst deinen Hund so erziehen, damit er mit dem Umfeld umzugehen weiß. Die Begabteren werden in der Lage sein, wichtige Informationen über ihre Besitzer zu vermitteln. Den letztgenannten bezeichnet man als Therapiehund.

Die Therapie mit Tieren ist eine Ressource, mit der man Patienten mit Behinderungen, Alzheimer oder Autismus behandeln kann. Außerdem kann man Menschen mit unterschiedlichen Suchterkrankungen rehabilitieren.

Die Anwendung geht auf den Beginn des letzten Jahrhunderts zurück, da die Beziehung zwischen Tieren und Menschen physische, psychologische und soziale Vorteile mit sich bringt.

Bei diesen ersten Versuchen wurden hauptsächlich Pferde verwendet, die für diese Aufgabe ausgebildet wurden. Aber jetzt sind es die Hunde, die bei diesen alternativen Therapien immer mehr an Bedeutung gewinnen.

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Der soziale und familiäre Therapiehund

Es ist allgemein anerkannt, dass bestimmte Haustiere eine grundlegende Rolle im Leben ihrer Besitzer spielen. Und Hunde sind nach wie vor die am häufigsten gewählte emotionale und psychologische Anlaufstelle für viele Menschen.

Die Vorgehensweise einiger Psychoanalytiker beschreibt die hilfreiche Arbeit einiger Hunde, um therapeutische Veränderungen zu fördern und wichtige Daten über ihren Besitzer zu erhalten. Das Neue an dieser Methode ist, dass das Tier nicht nur als emotionale oder körperliche Hilfe dient.

Mit anderen Worten, er dient nicht nur als Unterstützung für Menschen mit Mobilitätsproblemen, sondern liefert auch wichtige Informationen über die Persönlichkeit seines Besitzers, seinen Gemütszustand und die familiäre Atmosphäre, zu der er gehört.

Darüber hinaus ist der Therapiehund besonders nützlich für Familien- oder Partnertherapien, da er die emotionalen und instinktiven Beziehungen zwischen den verschiedenen Mitgliedern hervorhebt.

Allein durch ihre Anwesenheit werden die Gemeinsamkeiten und Gegensätze zwischen den Familienmitgliedern schnell herausgefunden.

Therapiehund

Zum Beispiel, in Familien, deren Beziehungen Unsicherheit verursachen, wird das Haustier dieses Gefühl durch aggressives Verhalten manifestieren. Die Informationen, die der Hund liefert, sind ein genauer Indikator für die Beziehungen von Dominanz und Unterwerfung.

Sie ermöglichen es auch, das Verhalten zu verbessern, um es an das familiäre Lebensumfeld anzupassen.

Die Aufgabe gut erzogener Hunde

Die Erziehung deines Hundes ist sehr wichtig, da sie sicherstellt, dass dein vierbeiniger Freund in der Lage ist, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Auch wird er keine gefährlichen Verhaltensweisen gegenüber anderen Hunden oder Fremden haben.

Die Erziehung deines Hundes wird jedoch nicht einfach und schnell sein. Sie erfordert viel Zeit und Zuwendung, da das Tier zuerst Vertrauen zu seinem Ausbilder haben muss, um mit dem Lernen zu beginnen.

Es handelt sich um einen schrittweisen Prozess, der durch kurze Lerneinheiten erreicht wird. Eine zu intensive Aktivität könnte das Tier sogar verärgern, das sich dann dem Erzieher widersetzen und gegen ihn rebellieren könnte.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Tier für jede richtige Verhaltensweise zu belohnen. Die Belohnung, die beispielsweise ein Hundekeks sein kann, ist eine positive Verstärkung, um das richtige Verhalten zu fördern.

Am besten nehmen alle Familienmitglieder an der Erziehung teil, wenn es auch nur für kurze Zeit ist. Auf diese Weise wird das Tier leicht auf verschiedene Personen hören und nicht nur auf seinen Ausbilder.

Aber nur durch eine enge Beziehung von Vertrauen und Zuneigung zwischen Mensch und Tier kann eine wirklich gute Erziehung erreicht werden.

Hund ausbilden

Die Hundeerziehung sollte man bereits von klein auf beginnen, um sicherzustellen, dass jegliche Schwäche verändert oder zumindest verringert werden kann.

Therapiehund: Die Hauptmerkmale

Es handelt sich um Hunde mit einem großen Verständnis für die soziale Gesellschaft. Sie werden auch als „Vermittler“ bezeichnet, denn sie lösen selten Konflikte aus, sondern greifen in sie ein, um zu versuchen, sie zu schlichten.

Es sind Tiere mit einer hohen Kontrolle über ihre Handlungen, vor allem mit einer enormen Kontrolle über ihr Maul. Das Ziel ihrer Aktionen ist es nicht, zu schaden, sondern ganz im Gegenteil; zu verhindern, dass andere Mitglieder der Gruppe geschädigt werden.

Der Therapiehund durfte sein ganzes Leben lang für sich selbst entscheiden. Deshalb muss er in einer Konfliktsituation weder warten noch wartet er, bis er von seinen menschlichen Partnern die Erlaubnis zur Teilnahme an der Schlichtung erhält.

Sein Selbstwertgefühl wurde durch die Art und Weise, wie Menschen ihn behandelt haben, nicht geschädigt. Er versteht und verwendet die Hundekommunikation in Perfektion.

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Im Allgemeinen ist er nur wenig oder gar nicht nachtragend und kann sich an einer bestimmten Situation beteiligen, um diese zu lösen. Danach kann er eine vollkommen freundschaftliche Beziehung zu den anderen Mitgliedern der sozialen Gruppe aufbauen.

Hundepsychologie

Jeder Hund ist anders, je nach seiner Rasse, seinen Verhaltensmustern, den Reizen, die er von der Umwelt, seinen Erfahrungen und den Menschen, die sich um ihn kümmern, erhält.

Sogar innerhalb desselben Wurfes gibt es Welpen von unterschiedlicher Natur (dominant, unterwürfig, unternehmenslustig, erforschend, ängstlich usw.). Diese Vielseitigkeit führt zu unterschiedlichen Erziehungsmethoden.