Bring deinem Hund bei, den Ball zurückzubringen

27. Juni 2018
Es macht Spaß, mit dem Hund im Sommer im Park zu spielen. Doch wie schafft man es, ihn dazu zu überreden, den Ball wieder zurückzubringen?

Wir alle lieben es, mit unseren Hunden zu spielen. Wieviel Spaß es doch macht, den Ball zu werfen und die Fellnase dabei zu beobachten, wie sie ihm nachspringt. Doch wenn es darum geht, den Ball zurückzubringen… Nichts da! Wie können wir unserem Hund beibringen, uns das Spielzeug zurückzubringen?

Dies ist zweifellos keine einfache Aufgabe. Doch wir beschreiben dir ein paar simple Schritte, mit denen du sie deinem Hund einfach in kurzer Zeit beibringen kannst.

Wie du deinen Hund dazu bringst, dir den Ball zurückzubringen

Gib mir den Ball zurück!

Unserem Hund Befehle beizubringen, ist eines der schwierigsten Dinge, die wir tun können. Ein Hund rennt instinktiv einem Ball nach, doch ihn zurückzubringen, ist eine ganz andere Angelegenheit.

Um das zu erreichen, musst du dich zu allererst mit viel Geduld wappnen und dich dazu bereiterklären, nicht zu schreien. Vor allem ist es notwendig, positive Stärkung zu benutzen, denn nur diese bringt uns die gewünschten Effekte.

Mit diesen Tipps und einigen einfachen Schritten, die wir dir im folgenden Text erklären, wird es dir gelingen, dass das Ballspiel mit einem Hund eine wahrhafte Freude wird.

Lerne die wichtigen Phrasen

Tiere verbinden das Wort mit der Handlung, weswegen du deinem Hund die 4 wichtigsten Befehle beibringen solltest, um deinen Wunsch zu erfüllen:

Such nach dem Ball – Nimm den Ball – Bring den Ball – Lass den Ball los

Die ersten beiden sind einfach, denn die Fellnase wird sie instinktiv durchführen. Wenn sie ein Bällchen durch die Luft fliegen sieht, will sie hinterherrennen und es aufsammeln. Doch was folgt, ist schwierig.

Spiel mit ihm

Damit dein Hund versteht, dass man mit einem Ball mehr machen kann, als ihm nur hinterherzurennen, solltet ihr euch zusammensetzen und damit spielen.

Befiehl deinem Hund sich zu setzen und nähere ihm den Ball an die Schnauze an. So kann er ihn beobachten und seine Aufmerksamkeit auf ihn richten. Lass deinen Hund das Spielzeug nehmen, aber nicht damit fortrennen. Jetzt ist der richtige Moment, um ihm Befehle zu geben. So kann er das Wort und die Aktion miteinander verbinden.

Beginne mit den Befehlen

Wenn der Hund den Ball nimmt, während du mit ihm spielst, kannst du ihm in diesem Moment sagen „Nimm den Ball“. So beginnt er, die beiden Dinge miteinander zu verbinden. Wenn er das Spielzeug nicht freiwillig in die Schnauze nimmt, dann biete es ihm an, bis er es von selbst macht.

Wenn er ihn nimmt, dann lobe ihn und gib ihm eine BelohnungPositive Stärkung ist die beste Art, den Tieren Befehle beizubringen. Vergiss also bloß nicht ihn zu belohnen, wenn er etwas gut gemacht hat.

Wenn der Hund den Ball also in die Schnauze genommen hat, kommt der schwierigste Teil der Aufgabe: Er muss ihn wieder loslassen. Er darf den Ball erst loslassen, wenn du es ihm befiehlst. Hilf ihm, indem du „Lass los“ sagst und am Ball ziehst, falls das notwendig ist. Eigentlich sollte es genügen, deine Hand unter seine Schnauze zu legen.

Gib ihm diese Befehle täglich für etwa 20 Minuten, bis er den Ball loslässt. Hierbei ist die Geduld die wichtigste Zutat, wie wir dir schon am Anfang erklärt haben.

Wenn dein Hund das Spielzeug loslässt, ohne dass du es ihm befohlen hast, dann sag ihm „Nein!“ und gib es ihm zurück. So lernt er, die Handlung mit dem Wort zu verbinden. Wenn er dir gehorcht, dann lobe ihn erneut.

Auf ans Spiel

Bring den Ball aus dem Wasser!
Author: Dirk Vorderstraße

Wenn die Fellnase gelernt hat, den Ball zu nehmen und wieder loszulassen, dann ist es an der Zeit, mit dem Spiel zu üben. Wirf den Ball und warte, bis der Hund ihm nachgerannt ist und ihn in seine Schnauze genommen hat. Ruf ihn dann, damit er zurückkommt und gib ihm den Befehl, das Spielzeug  loszulassen.

Wenn er es dir auch nur einmal zurückbringt, dann seid ihr beiden schon auf dem richtigen Weg. Vergiss nicht, ihn zu loben und zu belohnen!

Man braucht wirklich nur etwas Ausdauer und Geduld. So schaffst du es, dass dein Hund die Befehle ausführt, die du ihm gibst. Dabei entwickelt ihr beide die Verbindung, die sowieso schon zwischen euch besteht. Denke dran, dass es immer besser ist, ihn zu loben als ihn auszuschimpfen.