Infektionen beim Hund während der Sommerzeit

15. Juli 2019
Aufgrund der hohen Temperaturen kommt es im Sommer bei Hunden am häufigsten zu Otitis, Haut- und Verdauungsproblemen

Die wärmsten Tage des Jahres sind perfekt dazu geeignet, viel Zeit im Freien zu verbringen und mit deiner Fellnase in Urlaub zu fahren. Doch aufgrund der hohen Temperaturen muss man auch Hygiene und Pflege verstärken, damit es nicht zu Infektionen beim Hund kommt.

Welches sind die hauptsächlich auftretenden Infektionen beim Hund während der Sommerzeit?

Wenn der Sommer kommt verändern viele Menschen die Routine ihrer Hunde und verbringen mehr Zeit mit ihnen im Freien. Reisen, Spaziergänge, Sonnenbäder am Strand, Weiher oder im Schwimmbad, sich im Rasen wälzen usw.

Unsere Hunde sind darüber natürlich glücklich, denn sie lieben es, in unserer Gesellschaft aktiv zu sein. Um so besser finden sie es, wenn sie zusammen mit ihren Bezugsmenschen sogar noch neue Orte erforschen können.

Man muss jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit der Spaß nicht zur Gefahr für die Fellnase wird. Das Leben an der frischen Luft garantiert gesunde Fitness, doch die Tiere werden dabei auch verschiedenen Krankheitserregern ausgesetzt.

Deshalb leiden unsere Vierbeiner im Sommer oft häufiger unter Gesundheitsproblemen.

Im Folgenden beschäftigen wir uns mit den am häufigsten auftretenden Infektionen bei Hunden im Sommer und wie man ihnen vorbeugen kann.

Es ist außerdem auch ratsam, sofort einen Tierarzt aufzusuchen, falls du Verhaltensveränderungen oder körperliche Veränderungen bemerkst. 

Infektionen bei Hunden: Otitis

Ohrentzündungen bei Hunden kommen im Sommer besonders häufig vor. Viele Hundehalter baden die Tiere öfter, weil diese im Freien schneller schmutzig werden. Außerdem lieben viele Hunde es auch zu schwimmen und werden so ständig nass.

Ohrenentzündung beim Hund

Das alles trägt zur Feuchtigkeitsansammlung in der Ohrenregion bei. Dadurch kann es zu Pilz- oder Bakterieninfektionen kommen.

Diese Mikroorganismen können Entzündungen und Reizungen des äußeren und inneren Gehörgangs hervorrufen. Deshalb stellen Tierärzte während der Sommermonate viel häufiger eine Otitisdiagnose.

Um diese Erkrankung zu vermeiden, muss man die Ohren nach einem Bad oder einen Tag am Weiher gründlich trocknen. Am besten benutzt man ein trockenes, sauberes Tuch dafür.

Man sollte die Ohren des Hundes ebenfalls alle 2 bis 3 Tage überprüfen, um jegliches Symptom auszuschließen. Abgesehen von einer Reinigung alle zwei Wochen, muss man auf eine angemessene Hygiene dieser Körperzone achten.

Hautprobleme

Hundehaut ist sehr sensibel und im Sommer sieht sie sich verschiedener Gefahren ausgesetzt. Zu denen gehört die Intensität der Sonneneinstrahlung, die Vermehrung von Ektoparasiten, Meersalz, chemische Substanzen von Schwimmbädern usw.

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Hund mit Hautproblemen

Dadurch kann es zu Verbrennungen, Allergien, Reizungen und Entzündungen der Haut unserer Vierbeiner kommen. Diese Vorbeugemaßnahmen können dich dabei unterstützen, die Haut deiner Fellnase im Sommer zu schützen:

  • Verwende Sonnenschutzmittel, um Verbrennungen zu vermeiden. Intensive Sonneneinstrahlung ist sowohl für uns als auch für Hunde schädlich. Sie kann nicht nur Verbrennungen hervorrufen, sondern erhöht auch das Hautkrebsrisiko.
  • Deshalb ist ein angebrachtes Sonnenschutzmittel wichtig für den Hund. Du darfst allerdings keines für Menschen verwenden, sondern musst im Zoogeschäft das entsprechende Mittel erstehen.
  • Vermeide Feuchtigkeitsansammlung. Achte darauf, das Tier gut zu trocknen, damit Bakterien und Pilze keine Chance haben, die Haut zu schädigen und Infektionen beim Hund auszulösen. Trockne deinen Hund also nach dem Schwimmbad oder dem See gründlich ab.
  • Ektoparasitenschutz verstärken. Während der heißen Tage vermehren sich die Parasiten sehr schnell. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass dein Hund mit Flöhen, Zecken, Milben und Stechmücken in Kontakt gerät.
  • Ein Stich führt nicht nur zu intensivem Juckreiz und Hautreizung, sondern diese Tiere können auch schwere Krankheiten weitergeben. Deshalb ist Parasitenschutz im Sommer besonders wichtig.

Infektionen beim Hund: Magen-Darm-Erkrankungen

Durch die Temperaturveränderungen, die Hitze und Veränderungen der Ernährung kann es auch zu Magen-Darm Infektionen beim Hund kommen. Um diese zu vermeiden, sollten wir besonders auf die Ernährung und die Flüssigkeitszufuhr unserer Fellnasen im Sommer achten.

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