Erhöhte Fressnäpfe – sind sie ratsam oder nicht?

25. Juni 2018
Die Wahl der angebrachten Fressnäpfe hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir beraten dich zu diesem Thema.

Wenn wir einen Hund adoptiert und nach Hause gebracht haben, dann stellen wir uns die Frage: Sind erhöhte Fressnäpfe angebracht? Oder ist es doch besser, dass die Fressnäpfe auf dem Boden stehen?

Die Vorteile von erhöhten Fressnäpfen

Viele Experten empfehlen erhöhte Fressnäpfe aus verschiedenen Gründen:

Es gibt auch Fressnäpfe für Welpen

  • Hygiene. Wenn Hunde trinken (und auch wenn sie fressen), dann heben sie normalerweise den Kopf an, um besser schlucken zu können. Wenn die Futterschalen auf dem Boden stehen, dann fällt also alles Fressen und Wasser, das nicht in ihrem Magen landet, auf den Boden.
  • Ein weiterer wichtiger hygienischer Aspekt ist, dass sich oft Feuchtigkeit besonders unter dem Trinknapf auf dem Boden sammelt. So können sich schnell Schimmelpilz und Bakterien vermehren.
  • Arthritis. Fressnäpfe, die auf dem Boden stehen, können sehr unbequem für Tiere sein, die unter Muskelspannungen oder Rückenschmerzen leiden. Diese Hunde haben dann Schwierigkeiten, sich zu bücken, um zu fressen.
  • Wenn unser Hund sich in seiner letzten Lebensphase befindet oder krank ist, dann wird er noch weniger Lust aufs Fressen haben, wenn es ihm schwerfällt, daran zu kommen. Am besten sind in diesem Fall erhöhte Fressnäpfe.
  • Es gibt Hunde, die ein spezifisches Problem haben, das man Megaösophagus (erweiterte Speiseröhre) nennt. Die Speisröhre wird größer und schlaff. Das Futter wird nicht direkt in den Magen geleitet, sondern bleibt in der Speiseröhre hängen. Erhöhte Futternäpfe helfen diesen Hunden, das Futter leichter in den Magen zu transportieren.

Die Wahl der erhöhten Fressnäpfe

Die Wahl der Futterschalen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits sollten wir die Größe und körperlichen Eigenschaften unseres Hundes dabei in Betracht ziehen, andererseits aber auch den Ort, an dem wir sie aufstellen, wieviel Platz uns zur Verfügung steht und aus welchem Material die Fressnäpfe hergestellt sind.

Beginnen wir mit der einfachsten Voraussetzung. Große Hunde brauchen große Fressnäpfe. Kleine Hunde brauchen kleinere Futterschalen.

Um die ideale Höhe der Fressnäpfe zu bestimmen, können wir messen, wie groß unser Hund ist. Welche ist die richtige Höhe? Normalerweise ist es am besten, wenn der Fressnapf etwa 10 oder 15 Zentimeter unterhalb der Schulterhöhe liegt.

Verschiedene Arten von erhöhten Fressnäpfen

Es gibt trichterförmige Fressnäpfe, die dabei helfen zu vermeiden, dass Hunde mit hängenden Ohren diese in das Futter oder Wasser hängen und sie verschmutzen. Das kann für einige Hunderassen sehr nützlich sein.

Flache Fressnäpfe

Diese Fressnäpfe sind besonders für Hunde mit einer kurzen Schnauze und Welpen geeignet. So können Hunde mit diesen Merkmalen einfacher an ihr Futter gelangen. Das vermindert die Anspannung in ihren Kehlen.

Erhöhte tiefe Fressnäpfe

Diese Schalen wurden für Hunde mit langen Schnauzen erfunden. Mit diesen Fressnäpfen haben die Nasen und Schnauzen der Tiere mehr Platz, so dass sie leichter an ihr Futter kommen.

Fressnäpfe, die das Fressen verlangsamen

Die Hersteller der Fressnäpfe haben auch an gierige Hunde gedacht, die ihr Futter nur so herunterschlingen.

Normalerweise sind solche Futterschalen mit Barrieren ausgestattet, damit es den Fellnasen etwas schwerer fällt, an ihr Futter zu gelangen und sie so etwas langsamer fressen.

Der Vorteil dieser Futternäpfe ist es, dass der Hund langsamer frisst und somit sowohl seine Verdauung als auch die Absorbierung der Nährstoffe verbessert wird. Es sind oft Futterschalen, die erhöhte obere Ränder haben und deren Unterrand mit einem rutschfesten Material versehen ist.

Automatische Futtervorrichtungen

Die Technologie macht sich überall in unseren Leben breit und auch die Fressnäpfe unserer Haustiere sind davon nicht ausgeschlossen. Der Nutzen dieser Erfindung besteht darin, dass wir vorprogrammieren können, wann und wie viel Futter unsere Fellnase bekommt. So leidet unser vierpfotiger Freund auch in unserer Abwesenheit nicht unter Hunger.

Das Material der Futternäpfe

Das sind aber keine Fressnäpfe!

Rostfreier Stahl eignet sich am besten, wenn wir die Fress- und Wassernäpfe für unsere Hunde auswählen. Dieses Material rostet nicht und gibt auch keine giftigen Partikel ab. Fressnäpfe aus Edelstahl können so oft gewaschen und desinfiziert werden, wie wir wollen, ohne dass sie dabei an Qualität verlieren.

Such dir Rat beim Profi

Es gibt eine große Auswahl an scheinbar geeigneten Fressnäpfen, deshalb sollte man am besten den Tierarzt um Rat bitten.

Ein Experte wird dich gerne bei der Wahl des geeignetn Fressnapfes beraten. Er wird dabei die körperlichen Eigenschaften und möglichen Gesundheitsprobleme deines Hundes in Betracht ziehen.

Vergiß nicht, dass es Hunde gibt, die allergisch auf bestimmte Bestandteile der Fressnäpfe reagieren können.