Schutzhunde für Frauen nach Misshandlungen

27. Juli 2018
Spanische Frauen, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt wurden, können jetzt speziell ausgebildete Schutzhunde für Frauen bekommen.

Schutzhunde für Frauen werden nicht zögern, ihre Besitzerin zu verteidigen. Es gibt sogar Belege für die Schutzwirkung dieser Hunde.

Schutzhundeschulen und geeignete Rassen

Schutzhunde für Frauen durchlaufen eine spezielle Ausbildung.

Es gibt spezielle Ausbildungsstätten für Schutzhunde für Frauen. Diese Hunde schützen Frauen, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt wurden, vor erneuten Angriffen.

Für die Ausbildung zum Schutzhund eignet sich nicht jede Hunderasse. Besonders gut geeignet sind Deutsche und Belgische Schäferhunde.

Schutzhunde für Frauen durchlaufen ein umfangreiches Gehorsams- und Abwehrtraining. Wenn sie fertig ausgebildet sind, sind sie der beste Schutz für die Besitzerin.

Auch die Besitzerin wird speziell darauf geschult, das Verhalten und die Instinkte des Begleiters kontrollieren zu können.

Es ist sehr wichtig, auch die Besitzerin vorzubereiten, damit sie weiß, wie sie die Reaktion des Hundes kontrollieren und handhaben kann.

Wie verhalten sich Schutzhunde für Frauen?

Wenn die neue Besitzerin und der Hund bereit sind, geht das Tier mit einem Maulkorb mit auf die Straße.

Wird die Besitzerin angegriffen, stürzt sich der Hund auf den Angreifer. Der Hund gibt dem Angreifer einen starken Rückschlag und blockiert ihn, bis die Frau Hilfe bekommt oder fliehen kann.

Der Schlüssel zu diesem Verhalten liegt im Schutzinstinkt des Hundes. Schutzhunde für Frauen werden darauf trainiert, Aggressionen zu erkennen und entsprechend zu handeln, um den Angreifer aufzuhalten.

Ziel ist es, Angreifer abzuschrecken und den Hund im Fall der Fälle den Besitzer schützen zu lassen.

Missbrauchte Frauen tragen auch ein GPS-Modul, damit die Polizei sie finden kann. Logischerweise ist die Zeit in solchen Situationen ein wichtiger Faktor. Jede Sekunde zählt.

Gesetzliche Regelungen zu Schutzhunden

Ein Schutzhund steht der Frau jeden Tag rund um die Uhr zur Seite und geht überall mit hin. Oft sind sie auch ein wichtiger Faktor, wenn es um eine Aussage vor Gericht geht. Es gibt jedoch eine Gesetzeslücke, weil Schutzhunde rechtlich nicht so anerkannt sind wie z.B. Blindenhunde.

Es wäre großartig, wenn die Gesellschaft und die Behörden Schutzhunde für misshandelte Frauen regulieren könnten. So können sie mit der Frau überall hingehen und sie an jeden öffentlichen oder privaten Ort begleiten.

Schutzhunde für Frauen sind keine aggressiven Tiere

Man sollte im Hinterkopf haben, dass solche Hunde nicht aggressiv oder gefährlich sind. Im Gegenteil, sie sind sehr freundlich und weil sie von klein auf an den Menschen und andere Hunde gewöhnt wurden, sind sie sehr sozial. Sie sind fürsorglich und wünschen sich Zuneigung.

Schutzhunde für misshandelte Frauen sind nicht aggressiv und auch nicht darauf trainiert, jemanden zu töten. Sie reagieren einfach bestmöglich auf jede aggressive Situation. Es ist eine zeitraubende und umfassende Verantwortung, sowohl für die Frau als auch für das Tier.

Schutzprogramm

Schutzhunde für Frauen müssen zu der Besitzerin passen.

Wenn man sich für das Programm anmeldet, werden die Psychologen der Fachstiftung für geschlechtsspezifische Gewalt das Risiko individuell abwägen. Dann wird ein Tierarzt die Wohnung der Frau besichtigen, um die zukünftige Umgebung des Hundes zu beurteilen.

Wenn das Zuhause den Anforderungen entspricht, nimmt die Frau an einem Trainingsprogramm teil. Dies beginnt mit einem zwanzigstündigen Kurs. Es ist derselbe Kurs, den Sicherheitskräfte bei der Polizei absolvieren und er wird vom spanischen Generaldirektor für das Polizeiwesen geleitet.

In jedem Fall wird der am besten passende Hund für die jeweilige Besitzerin gewählt, sodass sie eine enge Bindung eingehen können. Der Hund und die weitere Ausbildung sind für die Frau kostenfrei.

Der Hund weiß, dass er einsatzbereit sein muss, wenn er seine Schutzausrüstung trägt.

Außerdem ist er auf passives Handeln trainiert. Damit ist gemeint, dass er seine Besitzerin in einer unerwarteten Situation auch ohne Ausrüstung schützen kann.

Schutzhunde für Frauen sind in einer familiären Umgebung sehr gesellig, ausgeglichen und behaglich. Sie haben sogar einen richtigen Sinn für Gerechtigkeit. Sie scheinen die Gerechtigkeit zu verstehen und zu verteidigen.

Wenn du Schutzhunde für Frauen ungerecht behandeltst, wirst du das mitbekommen. Wenn du nicht aufhörst, werden sie dir am Ende feindlich gegenüberstehen.

Vor allem sind sich Schutzhunde für Frauen darüber bewusst, dass Missbrauch gegenüber ihrer Besitzerin ungerecht ist, und natürlich auch gegenüber sich selbst.

Sie werden die Frau bei einem Angriff verteidigen aber sie werden auch sich selbst verteidigen, wenn sie sich angegriffen fühlen.