Makaken: ein Problem in Indien

3. August 2019
In Indien kam es zu einem großen Konflikt zwischen Makaken und Menschen. Möchtest du mehr darüber erfahren?

Auf unserem Planten gibt es überall Orte, an denen Konflikte mit Wildtieren existieren. Es kam durch die Invasion ihrer Lebensräume zu diesen Problemen. Es gibt jedoch nur wenige Orte, an denen es so schlimm ist, wie mit den Makaken in Indien.

Die Gefahren der Makaken in Indien

Die letzte Begebenheit in der Stadt Badnawar ist ein weiterer Vorfall, an dem die indischen Makaken beteiligt waren. Ein Rhesus-Makake hat in der Stadt – laut der lokalen Medien – Angst und Schrecken ausgelöst. Er fiel mehrere Personen an, eine davon ein Mann von sechzig Jahren, der daraufhin verstarb.

Es stimmt, dass dies die neueste in einer Reihe von Begebenheiten war, die diese Art von Primaten in bewohnten Zonen Indiens betraf. Ein anderer Makake bewarf Fußgänger mit Tausenden von Rupien, weitere stehlen Nahrungsmittel und wieder andere beschädigen Infrastrukturen wie zum Beispiel optische Fasern.

Makaken Mama und ihr Junges

Einige der Vorfälle endeten tödlich, und der Tod des Mannes ist nicht der erste, der durch die Tiere hervorgerufen wurde: ein gerade zwölf Tage altes Baby und ein älterer Herr, die an den Folgen einer Steinigung durch die Affen starben, waren ebenfalls Opfer dieses Konfliktes.

Eine Strategie gegen diese Primaten

Verschiedene Staaten der indischen Republik, wie beispielsweise Himachal Pradesh, haben drastische Maßnahmen aufgrund der hohen Zahl der Vorfälle vorgenommen. In dieser Zone gab es 86 Attacken zwischen den Jahren 2017 und 2018, die im Bundesstaat zu einer Sterilisationskampagne führten, die man seit mehr als einem Jahrzehnt durchgeführt.

Man fängt und kastriert die Makaken, weshalb die Zahl der Rhesus-Makaken in diesem indischen Bundesstaat zu einem Drittel geschrumpft ist.  2004 gab es noch 3,2 Millionen Exemplare, währen die Zahl sich heutzutage bei 2,1 Millionen bewegt.

Es scheint dennoch, dass die Zahl der Attacken nicht gesunken ist. Aufgrund des Scheiterns in anderen Staaten sucht die indische Regierung jetzt nach Alternativen, wie zum Beispiel die Verhütung durch Imfpung. Allerdings müsste man dafür erst eine orale Imfpung entwickeln, die bei Rhesus-Makaken funktioniert.

Die traditionelle Verabreichung dieser Art von Impfungen, die in verschiedenen Dosen und durch Injektion stattfindet, macht das Projekt mit den momentanen Mitteln undurchführbar.

Das markante Gesicht eines Makaken

Die Makaken und die Felder

Eines der Probleme, auf die sich die indische Regierung konzentriert, ist das Einfangen dieser Tiere. Entfernt man massive Zahlen der Tiere aus ihrem natürlichen Umfeld, so beeinträchtigt das die sozialen Strukturen der Primaten. Dadurch fragmentieren sich möglicherweise die Gruppen und individuelle Tiere könnten sich dazu genötigt fühlen, die Erntefelder anzugreifen.

In den ländlichen Regionen geht es nicht so sehr um die Sicherheit der Bürger, sondern viel mehr um die Auswirkungen auf kleine Bauern. Vor einem Jahrzehnt ärgerte man sich darüber, dass die Tiere etwa 10 % der Ernte klauten. Heutzutage rauben sie fast die Hälfte der Produkte.

Das Rätselhafte an diesem Konflikt ist, dass die Tiere in einigen Zonen des Landes als geheiligt angesehen werden. Deshalb handelt es sich nicht um eine Spezies, der man gewöhnlich nachstellt. Maßnahmen, bei denen man die Tiere töten wollte, wurden aufgrund öffentlichen Drucks nicht durchgeführt.

Konflikte, wie die der Makaken in Indien, erinnern auch an das Problem des Stadtwildschweines in Barcelona. Diese Art von Konflikten muss man beilegen, indem man mit allen Beteiligten dialogiert. Man muss versuchen, den Tieren ein möglichst wildes und freies Leben zu gestatten, ohne dass sie dabei unseren Alltag ganz durcheinander bringen.