Endemische Tierarten: Was ist das und welche Vorteile haben sie?

31. Mai 2019
Endemische Tierarten sind sehr wichtig für das Ökosystem, doch sie sind ebenfalls bedrohter, da sie in abgelegenen Orten der Kontinente zu Hause sind.

Als endemische Tierarten bezeichnet man jene, deren Verbreitung begrenzt ist. Außerdem ist es nicht möglich, sie auf natürliche Weise in anderen Gebieten der Welt vorzufinden. In unserem Artikel möchten wir dir über ihre Merkmale und Vorteile berichten.

Endemische Tierarten kennenlernen

Den Begriff Endemismus verwendet man sowohl für jene Tiere als auch Pflanzen, deren Verbreitung auf einen bestimmten Ort beschränkt ist, wie zum Beispiel eine Insel oder eine Wüste.

Spricht man über endemische Tierarten, so bezeichnet man eigentlich jene, die man auf natürliche Weise nur in einer bestimmten  Region, Land oder Ökosystem der Welt antreffen kann.

Dabei kann Endemismus an allen uns bekannten natürlichen Orten vorkommen. Es kann sich hierbei um einen Berggipfel, eine Insel, ein Land, einen Wald, einen See oder eine Wüste handeln.

Das Konzept wendet man für Spezies an, es kann aber auch für Subspezies, Gattungen, oder Tier- und Pflanzenfamilien gelten.

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Känguru mit Baby im Beutel

Inseln gelten als perfekte Orte für endemische Tierarten, das liegt daran, dass sie so abisoliert vom Rest der Welt sind. Australien hat zum Beispiel seit Millionen von Jahren keinen Kontakt mit dem Rest des Planeten. Deshalb gilt seine Fauna und Flora als so anders- und einzigartig.

Ein weiteres, sehr berühmtes Beispiel sind die Galapagos Inseln, die Inselgruppe Hawaiis und auch die kanarischen Inseln, die alle vulkanischem Ursprungs sind und niemals in Kontakt mit dem Festland standen.

Dort können wir endemische Tierarten antreffen, die an keinem anderen Ort der Welt leben. Zu ihnen gehören die Riesenschildkröten der Galapagos Inseln, die eisgraue Fledermaus und der Teidefink aus Gran Canaria.

Endemische Tierarten: Vögel

Warum endemische Spezies so wichtig sind

Man muss wissen, dass je begrenzter ihr natürlicher Lebensraum ist, desto anfälliger die Tiere für Bevölkerungsschwund, Überlebensrate und Wilderei sind. Das heißt, dass sie schneller vom Aussterben bedroht sind.

Sie reagieren außerdem auch höchst sensibel auf Veränderungen ihres Lebensraumes, wie etwa Abholzung oder dem Bau von Dämmen.

Endemische Tierarten sind viel mehr als nur „exklusiv“ für eine Insel, einen Wald oder eine Region. Heutzutage hat die Verbreitung dieser Tiere sich aufgrund menschlicher Aktivität verändert.

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Es wurden Exemplare an verschiedene Orte der Welt verschifft, teilweise als Haustiere, oder aber auch als Zooinsassen oder um ihre Bevölkerung an verschiedene Breiten zu erweitern.

Die Erhaltung dieser Spezies ist so wichtig, weil sie auf einen Ort begrenzt sind und ihre Ausrottung bedeutet, dass wir ganz besondere Tierarten verlieren.

Sie haben es verstanden, sich an einen ganz bestimmten Lebensraum anzupassen und sie spielen dort auch eine wichtige Rolle. Außerdem bilden sie auch einen Teil einer Nahrungskette, die verändert wird, wenn sie aussterben.

Ist ein Reptil beispielsweise die Nahrungsgrundlage eines Vogels, und dieser stirbt aus, dann steigen plötzlich die Zahlen der Reptilbevölkerung ungebührlich, und es gibt dann mehr dieser Tiere als das Ökosystem braucht.

Wir sollten ebenfalls einer Situation Aufmerksamkeit schenken, die sich im letzten Jahrhundert nur allzu oft wiederholt hat. Setzt man Tierarten in neuen Lebensgebieten aus, so können sie dort die Nahrungskette durcheinander bringen und dem Ökosystem schaden.

Warum invasive Spezies endemische Tierarten ausrotten können

Diese invasiven Tierarten, die entweder vorsätzlich oder versehentlich in ein Ökosystem geraten, verändern die Beziehung und Symbiose, die schon in einer Region bestehen.

Sie beeinträchtigen vor allem endemische Tierarten, die nicht an den Kontakt gewöhnt sind und sich auch an Krankheiten anstecken können, die die Neuankömmlinge mit sich bringen.

Natürlich sollte man alle Spezies schützen, doch für endemische Tierarten gilt dies insbesondere. Hauptsächlich liegt das daran, dass man sie nicht überall auf der Welt antreffen kann und sie verletzlicher als andere, weiter verbreitete Spezies sind.

Außerdem sind endemische Tierarten auch wirklich wichtig für das Ökosystem, in dem sie leben, und sie sind einfach unersetzbar!

  • Guerrero, A. M., & Tye, A. (2011). Native and introduced birds of Galapagos as dispersers of native and introduced plants. Ornitologia neotropical. https://doi.org/10.1038/sj.hdy.6800101