Depression bei Papageien: Ursachen, Symptome und Behandlung

· 24. Juli 2018
Depression bei Papageien ist eine oft vorkommende Erkrankung. Es handelt sich um sehr sensible Tiere, die oft vom Menschen missverstanden werden.

Tiere leiden auch unter emotionalem Stress. Vögel sind – psychologisch betrachtet – besonders anfällig hierfür. Es gibt tatsächlich Depression bei Papageien, auch wenn ihre Besitzer sie oft ignorieren. Schon geringe Veränderungen in ihren Lebensgewohnheiten können bei Papageien Angstzustände hervorrufen. Aus Ignoranz setzen ihre Besitzer sie oft Situationen aus, mit denen sie nur schwer umgehen können. 

Es gibt viele Ursachen von Depression bei Papageien, man kann die Symptome erkennen, doch es gibt nur wenige Behandlungsmethoden.

Depression bei Papageien: drei Ursachen

Papageien können unter Verlustangst leiden. Sie sind sehr nostalgische Tiere, die an ihren Mitlebewesen hängen. Wenn ihr Partner stirbt oder ihr Besitzer sie verlässt, dann neigen sie schnell zur Selbstzerstörung. Sie hören auf zu fressen. Es kann tödlich für Papageien sein, sie aus ihrem natürlichen oder gewohnten Umfeld zu reißen.

Doch sie leiden nicht nur wegen ihrer Anhänglichkeit. Auch plötzliche traumatische Begebenheiten können Depression bei Papageien hervorrufen. Ein plötzlicher, aufgeschreckter Flug oder auch nur ein knallendes lautes Geräusch können sie aufschrecken. Und der Schreck stört dann ihr Nervensystem.

Papageien können auch wegen ihres Umfeldes in Depression verfallen. Wenn sie in zu kaltem Klima gehalten werden, plötzlicher Zugluft ausgesetzt sind oder in kleinen Käfigen vor sich hin existieren müssen, kann das Depressionen hervorrufen.

Papageien haben auch Gefühle

Symptome der Depression

Ein einfacher Flügelschlag kann ein Zeichen dafür sein, dass das Tier unsere Aufmerskamkeit benötigt und so darum bittet. Es handelt sich hierbei nicht um einen Zustand fortgeschrittener Depression. Doch seine Besitzer sollten auf solch kleine Zeichen Acht geben.

Wiederholte, sinnlose Verhaltensweisen und Appetitlosigkeit sind klare Anzeichen für einen schlechten emotionalen Zustand. Das kann zur Futterverweigerung führen. Die wiederum führt zu Gesundheitsproblemen und kann auch im Tod des Tieres enden.

Ein ganz klares Zeichen von Depression bei Papageien und Kakadus ist das Rupfen. Wenn diese Tiere sehr traurig sind, dann rupfen sie sich selbst die Federn aus. Das kommt etwa der Selbstgeißelung bei Menschen gleich. Manche können dabei fast federlos bleiben. Dieser Zustand setzt sie allerdings den Veränderungen der Witterung aus, was die Situation weiter verschlimmert.

3 psychologische Realitäten, die Papageien ausmachen

Papageien sind sehr intelligent und verstehen so einiges, was um sie geschieht. Manche Wissenschaftler denken, dass die Tiere eine ähnliche Intelligenz wie ein kleines Kind besitzen.

Diese Spezies ist oft ein Leben lang ihrem Partner treuWenn sich zwei Papageien erst einmal gefunden haben, dann bleiben sie sich in der Natur oft bis zum Tod treu. Offensichtlich ist für sie die Anhänglichkeit und dauerhafte Beziehung grundsätzlich, um zu überleben.

Das alles hängt mit ihren Instinkten und ihrer chemischen Beschaffenheit zusammen. Heutzutage weiß man, dass ein Papagei einen sehr schnellen Stoffwechsel hat. Wenn er aufhört zu fressen, kann das sehr schnell zu irreparablen Schäden führen.

Was wir wissen sollten, bevor wir diese Vogelart adoptieren

Das Schlimmste was wir diesen Tieren antun können, ist es, sie erwachsen zu adoptieren. Viele Händler verkaufen erwachsene Tiere. Wenn sie dann vom Geschäft nach Hause kommen, deprimieren sie sich.

Doch auch wenn wir sie schon jung erwerben, dann sollten wir viel Acht geben und ihnen einen angenehmen Lebensraum schaffen. Der Käfig muss groß genug sein und auch die Temperatur sollte gemäßigt sein.

Wir müssen immer auf die Körpersprache unseres Papageien achten. Nur weil sie die ganze Zeit singen oder etwas wiederholen, heißt das noch lange nicht, dass sie gerade glücklich sind.

Wie man Papageien pflegt

Behandlung von Depression bei Papageien

Wir können Zustände schaffen, um dem Tier zu helfen, die Depression zu überwinden und wieder Lebenswillen zu schöpfen. Wenn man mit ihnen regelmäßig etwas spazieren geht, so sind sie oft schon etwas abgelenkt.

Im Internet gibt es viel Information über die Behandlung von Papageien mit Antidepressiva wie Prozac. Wir sollten jedoch wirklich zuerst mit unserem Tierarzt eine solche Behandlung besprechen.

Erinnern wir uns daran, dass die beste Vorbeugung und Heilung von Depression bei Papageien Liebe und Kommunikation ist.