Sozialisierung eines ängstlichen und gestressten Hundes

· 5. Oktober 2018
Vielleicht hat dein Hund gerade eine schlechte Erfahrung gemacht, die seinen Charakter oder seine Lebensqualität beeinflusst. Du fragst dich, was du tun kannst, um ihm zu helfen? 

Wenn du einen Hund aus einem Tierheim adoptierst, musst du viel Verständnis aufbringen, denn nach einem Trauma kann das Tier verhaltensgestört sein. Wie die Sozialisierung eines ängstlichen und gestressten Hundes erfolgen kann, erfährst du in unserem heutigen Artikel.

Nach einer schlechten Erfahrung braucht ein Hund viel Liebe und Geduld. Sein Charakter hat sich dadurch vielleicht verändert und er braucht Hilfe. 

Lies weiter, um zu erfahren, was du im Falle eines gestressten Hundes tun kannst. Folgende Tipps können dir helfen.

Verhalten eines ängstlichen, gestressten Hundes

Verschiedene Anzeichen weisen darauf hin, dass das Tier ängstlich und gestresst ist. Es handelt sich um eine Reaktion des autonomen Nervensystems, das unwillkürliche Handlungen steuert.

Nach schlechten Erfahrungen oder Misshandlung ist gestörtes Verhalten ganz normal. Es kann sich bei einem Hund wie folgt äußern:

  • In Angst- oder Stresssituationen kann der Hund zittern, seinen Schwanz zwischen die Beine klemmen und versuchen, sich zurückzuziehen. Er kann aber auch ungewöhnliches Verhalten zeigen, das dich vermuten lässt, dass er das Haus verlassen möchte.
  • In Paniksituationen wird der Hund wegrennen, um sich in Sicherheit zu bringen.  Zudem kann er auch selbstzerstörerisches Verhalten entwickeln.
  • In extremen Fällen kommt es zu einer Reaktion des sympathischen Nervensystems, das Teil des vegetativen Nervensystems ist, das wir bereits erwähnt haben. Durchfall oder Harninkontinenz sind in der Regel typische äußere Anzeichen.
Sozialisierung eines ängstlichen Hundes

Es ist unnötig zu sagen, dass wenn du diese Veränderungen im Verhalten deines Hundes bemerkst, du versuchen solltest, ihn von der Quelle seiner Angst wegzubewegen.

Versuche, ihn zu streicheln oder ihm ein Spielzeug zu geben, um ihn zu beruhigen.

Wenn du eines der schwerwiegenderen Anzeichen siehst, solltest du deinen Hund zum Tierarzt bringen. Er kann ihm ein Medikament verschreiben.

Behandlung eines ängstlichen, gestressten Hundes

Jedes Tier ist anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Anst oder Stress können verschiedenste Ursache haben, deshalb muss auch die Sozialisierung eines gestressten Hundes mit verschiedenen Methoden erfolgen.

Musik für Tiere

Methoden zur Behandlung eines ängstlichen, gestressten Hundes

  • Ob du es glaubst oder nicht, Hunde reagieren auf Musik. Es gibt Musikstücke, die speziell für Tiere kreiert wurden. Diese Methode kann besonders effektiv sein, wenn dein Hund Trennungsangst hat. Du kannst die Musik anlassen, während du nicht zu Hause bist.
  • Aromatherapie und ätherische Öle. Es gibt im Handel verschiedene Sprays und Lotionen mit ätherischen Ölen, die Hunde beruhigen können. Reibe davon etwas auf den Rücken des gestressten Hundes. So kann er sich an dieser Stelle nicht lecken oder kratzen.
  • Körperkontakt beruhigt sowohl Tiere als auch Menschen. Setz dich in die Nähe deines Hundes, nimm ihn auf deinen Schoß oder streichle ihn… Hunde mögen es nicht, umarmt zu werden, doch sie lieben Streicheleinheiten und Massagen!
  • Bewegung kann deinem Haustier helfen, Spannungen zu lösen und nachts besser zu schlafen. Wenn du bemerkst, dass es Albträume hat oder schlecht schläft, solltest du die Dauer und Intensität seiner täglichen Bewegung erhöhen damit er nachts ruhig schlafen kann.
  • Manchmal kann sich ein gestresster Hund alleine in einem Zimmer beruhigen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn er Angst vor Fremden oder vor überfüllten Räumen hat.