Wissenswertes über Zwergwuchs im Tierreich

· 18. April 2019
In der Natur kann der Zwergwuchs auf unterschiedliche Weise auftreten und durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Erfahre mehr!

Für Zwergwuchs oder Achondroplasie gibt es sowohl beim Menschen, als auch im Tierreich verschiedenste Ursachen. Erfahre heute, warum manche Tiere nicht ihre normale Größe erreichen. 

Zwergwuchs und das Überleben der Spezies

Klimatische Bedingungen, die Menge der verfügbaren Mittel und das Vorkommen von rivalisierenden Arten sind entscheidende Faktoren für die Größe und die Eigenschaften der Tiere.

Ein deutliches Beispiel für dieses Phänomen ist die sogenannte Bergmannsche Regel. Es ist eine bekannte ökologische Regel, nach der die größten Arten in kälteren Regionen und die kleinsten in wärmeren Regionen vorkommen.

Der Grund dafür ist, dass die Morphologie der Arten mit dem Wärmeverlust zusammenhängt.

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Diese Regel lässt sich insbesondere bei den anatomischen Veränderungen im Känozoikum beobachten, bei denen die Arten nach einem extremen Temperaturanstieg kleiner wurden. Einige verloren bis zu 20 % der Körpergröße.

Was ist Zwergwuchs und was bewirkt er in der Natur?

Zwergwuchs kann auf eine Reihe von hormonellen und genetischen Faktoren zurückgeführt werden. Die Achondroplasie entsteht durch eine autosomal dominante Erbkrankheit, die an die Nachkommen weitergegeben werden kann.

Zwergwuchs in der Natur

Die sogenannte „Inselverzwergung“ bezieht sich auf die Abnahme der Größe einer Art mit dem Verlust von Ressourcen in ihrem Ökosystem.

Dies geschieht oft auf Inseln oder in abgelegenen Lebensräumen, wie beispielsweise Wüsten, wo die vorhandenen Mittel knapp sind und klein zu sein ein Vorteil sein kann.

Bei Pflanzenfressern ermöglicht dieses evolutionäre Verfahren, dass sie weniger Konkurrenten haben und weniger Nahrung benötigen. Andererseits reduzieren auch die Raubtiere ihre Größe, um ihre Beute leichter fangen zu können.

Zwergwuchs bei Haustieren

Heutzutage sind „Zwerg-Haustiere“ ein Modetrend. Viele möchten besonders kleine Rassen, wie Mops, Chihuahua und Yorkshire, die auch in Toy-Varianten gezüchtet werden, um sich an die urbanen Lebensbedingungen ihrer Besitzer anpassen zu können.

Zwergwuchs bei Schweinen

Ziegen und Schweine sind diesem Trend nicht entkommen. Ihre verschiedenen Zwergenarten überschwemmen das Internet und haben unzählige Liebhaber, die in ihnen die Möglichkeit sehen, ein Farmtier in der Stadt zu halten.

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Zwergwuchs ist oft das Ergebnis missbräuchlicher Fortpflanzungspraktiken, die sogar Unterernährung der schwangeren Mutter, Inzucht und Genmanipulation umfassen können.