Schwertförmige Scheidenmuschel: Lebensraum und Ernährung

12. November 2019
Die schwertförmige Scheidenmuschel ist aus gastronomischer Prespektive eines der häufigsten und bekanntesten Weichtiere.

Die Spezies, mit der wir uns heute beschäfitgen, ist einer der bekanntesten Meeresbewohner. Es handelt sich um die schwertförmige Scheidenmuschel, die eine sehr charakteristische Form aufweist und für ihren kulinarischen Wert anerkannt wird. Es handelt sich hierbei um ein Tier, das sehr häufig in den Gewässern unseres Planeten vorkommt.

Was für ein Tier ist eigentlich die schwertförmige Scheidenmuschel?

Diese Wirbellosen gehören zu einer der größten Gruppen von Tieren überhaupt: die Mollusken, die man auch Weichtiere nennt. Zu dieser Art Tier gehören etwa 100.000 bekannte Spezies, ohne die ausgestorbenen mitzuzählen. Die Mollusken haben sich auf fast alle terrestren Lebensräume ausgeweitet.

Unter den Mollusken gehört die schwertförmige Scheidenmuschel zu den Zweischaligen. Der Name selbst gibt uns schon einen Hinweis darauf: sie haben ein Paar Plaketten oder Schalen, die als Schutz für ihren weichen Körper dienen.

Im Unterschied zu anderen Weichtieren hat die schwertförmige Scheidenmuschel weder Tentakel noch einen Kopf. Alle Zweischaligen sind Wassertiere und deshalb ist ihr Lebensstil und ihre Ernährung auch an dieses Umfeld angepasst.

Viele Scheidenmuscheln auf einem Bild

Generelle Merkmale

Scheidenmuschel ist der Name, den man allen Mollusken der Gattung Ensis gibt. Heutzutage gibt es dreizehn bekannte Spezies, die man im Laienmund schwertförmige Scheidenmuschel, schwertförmige Messerschneide oder Schwertmuschel nennt. Die Ähnlichkeit mit einem Schwert hat diesen Meeresbewohnern zu ihrem Namen verholfen.

Die Größe ist bei den verschiedenen Spezies zwar etwas unterschiedlich, doch für gewöhnlich liegt sie zwischen sieben und zweiundzwanzig Zentimetern. Ihre Schalen sind länglich und symmetrisch, die Färbung reicht von bläulichem Weiß bis hin zu Dunkelbraun. Normalerweise ist die Konsistenz der Schale irregulär, weshalb sie leicht zerbrechen.

Es handelt sich um unisexuelle Lebewesen, bei denen die Befruchtung extern geschieht. Das bedeutet, dass sowohl die Eier als auch die Spermien im Meer freigesetzt werden, was eine verzögerte Befruchtung hervorruft. Wenn die Larven ausgewachsen sind, hören sie auf zu treiben und bewegen sich auf den Meeresgrund, ihren natürlichen Lebensraum, zu.

Lebensraum der schwertförmigen Scheidenmuschel

Der ideale Ort für die Scheidenmuschel ist der Meeresgrund, besonders, wenn er nicht besonders tief ist. Man findet sie oft an den Mittelmeerstränden, genauso wie im atlantischen Ozean und der Nordsee.

Ensis ensis ist ihr wissenschaftlicher Name

Um auf den Meeresgrund zu gelangen und sich einzugraben, verwenden sie eine besondere Ankertechnik. Die schwertförmige Scheidenmuschel verwendet ihren langen und starken Fuß, um ein kleines, vertikales Loch zu graben.

Füllt das Loch sich mit einer Mischung aus Wasser und Sand, so setzt sie ihren ganzen Körper in Bewegung und vergräbt sich schnell. Das erlaubt es ihr, sich vor unangenehmen Begegnungen mit Raubtieren zu schützen.

Ernährung und Nährwert

Unabhängig von der Spezies oder dem Lebensraum, indem die Scheidenmuschel sich aufhält, ernähren sich alle Spezies von nur einem Lebewesen: dem Plankton. Das ist eine Gruppe von Mikroorganismen, die frei im Wasser schweben. Die Art, wie die Scheidenmuschel sich ernährt, ist dem Mechanismus, den sie verwendet, um sich zu vergraben, sehr ähnlich.

Wie wir schon zuvor erwähnt haben, verwendet die Scheidenmuschel ihren kräftigen Fuß, um sich im Meeresboden zu verbuddeln. Diese Bewegung erzeugt einen Wasserfluss, den die Tiere verwenden, um das Futter durch ihre Kiemen zu filtern.

Aus kulinarischer Sicht ist das Fleisch dieser Weichtiere, eines der am meisten geschätzten und verzehrten, sowohl frisch als auch in konservierter Form. In vielen Küstengegenden gelten sie als ein wichtiger Teil der Ernährung. Doch dieser hohe Wert hat negative Konsequenzen, da die Nachfrage so hoch ist, dass die Erhaltung dieser Weichtiere gefährdet ist.

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  • Barón, P. J., Real, L. E., Ciocco, N. F., & Ré, M. E. (2004). Morphometry, growth and reproduction of an Atlantic population of the razor clam Ensis macha (Molina, 1782). Scientia Marina68(2), 211-217.