Eine Ziege halten, 4 Dinge, die du wissen solltest

5. September 2019
Eine Ziege zu halten kann eine lustige Angelegenheit sein. Aber bevor man sich eine Ziege anschafft, ist es wichtig zu wissen, wie man sie am besten pflegt.

Eine Ziege zu halten kann eine lustige Angelegenheit sein. Die Leute halten Ziegen, um Milch zu haben, aber auch zur Unterhaltung und Gesellschaft. Viele Menschen wollen sie sogar als Hilfe bei der Unkrautvernichtung.

Aber bevor man sich eine Ziege anschafft, ist es wichtig zu wissen, wie man sie  am besten gesund hält. Hier sind vier Dinge, die du wissen solltest:

Physiologie der Ziege

Ausgewachsene Weibchen mittlerer bis großer Rassen (darunter die Alpine, Majorera-, Malagueña-, Murcia-Granada-, Palm- oder Pyrenäen-Ziege) wiegen in der Regel zwischen 60 und 80 Kilo.

Erwachsene Männchen der gleichen Rassen wiegen zwischen 80 und 100 Kilogramm. Kleinere Rassen wie Serrana, Verata und Retina wiegen etwa 45 Kilo.

Ziegen können 12 bis 14 Jahre alt werden.

Man sollte erwähnen, dass man eine Ziege bis zu zweimal täglich melken kann. Ziegenmilch wird sehr geschätzt und ihre Zusammensetzung unterscheidet sich leicht von der Kuhmilch.

Mädchen mit Ziege in den Armen

Der Nährstoffbedarf der Ziege

  • Frisches Wasser

Es muss immer sauberes Wasser für deine Ziege vorhanden sein und du musst beachten, dass sie 2 bis 15 Liter pro Tag verbraucht. Da sie sehr unruhig ist, solltest du schwere Behälter verwenden, um zu vermeiden, dass Wasser verschüttet wird, wenn sie mit ihren Beinen dran tritt.

  • Mineralien

Mineralien sind für die tägliche Ernährung unerlässlich. Falls du Schafe und Ziegen zusammen hältst, musst du unbedingt darauf achten, dass die von dir verwendeten Mineralien für beide Arten geeignet sind.

Denn Schafe vertragen kein Kupfer, während es für Ziegen eine wichtige Zusatznahrung ist. Kupfermangel kann bei Ziegen viele gesundheitliche Probleme verursachen. Bei der gemeinsamen Haltung von Schafen und Ziegen ist es notwendig, den Ziegen die Zusatznahrung separat zu geben.

  • Ernährung der Ziege

Ziegen sind Wiederkäuer. Das heißt, die Tiere haben einen Magen mit vier Kammern und ernähren sich hauptsächlich von Heu oder Gras. Dazu müssen sie mindestens acht Stunden am Tag grasen.

Ziege beim Grasen

Zu den besten Gräsern gehören Kleeblätter und Mischkräuter. Wenn du nur Grünfutter verwendest, achte darauf, dass du sie nicht überfütterst. Vergewissere dich auch, dass es keine giftigen Pflanzen gibt, bevor du deine Ziegen auf die Weide lässt.

Es wird dringend empfohlen, sich an die örtliche Gemeinde zu wenden, um eine vollständige Liste der für die Ziege giftigen Pflanzen in deiner Gegend zu erhalten.

Diese Wiederkäuer essen am liebsten Blätter, Unkraut und Brombeersträucher. Es ist wichtig zu wissen, dass viele Zierpflanzen, wie der Rhododendron, für Ziegen tödlich sein können.

Getreide ist sehr fettreich und verursacht Nierensteine bei Ziegen, insbesondere bei den Weibchen. Aus diesem Grund ist davon abzuraten, Getreide routinemäßig an Ziegen zu verfüttern.

Allerdings kann Getreide verwendet werden, um das Fehlen von Gras zu ergänzen. Getreide wird auch für Ziegen mit Zahnproblemen oder Gewichtsverlust empfohlen.

Der Umgang mit der Ziege

  • Ruhe bewahren

Wenn du Ziegen betreust, musst du sehr ruhig und behutsam vorgehen. Ziegen sind von Natur aus nervös und erschrecken leicht, wenn man sie anschreit oder grob behandelt.

Beim Umgang mit Ziegen ist es ratsam, ein Seilhalfter zu verwenden. Wenn deine Ziegen Hörner haben, kannst du sie auch daran festhalten, um sie zu kontrollieren, obwohl es einige nicht mögen werden.

  • Unterkunft

Ziegen brauchen einen überdachten Unterstand, keinen Schuppen. Außerdem wird ein Erdboden empfohlen und eine gute Belüftung, aber keine Zugluft.

Du musst deiner Ziege reichlich sauberes und trockenes Stroh zum Schlafen zur Verfügung stellen. Vergiss nicht, dass das Stroh täglich gewechselt werden muss.

  • Gehege

Neben einer geeigneten Unterkunft ist es für die richtige Pflege von Ziegen notwendig, ihnen einen geschlossenen Außenbereich zur Verfügung zu stellen. Die ideale Einzäunung für Ziegen ist ein 1 Meter hoher Drahtzaun.

Gehege für Ziegen

Weidegatter mit großen, quadratischen Öffnungen stellen für Ziegen, vor allem mit Hörnern, eine Gefahr dar, da ihr Kopf eingeklemmt werden kann. Du solltest regelmäßig kontrollieren, ob Löcher unter dem Zaun gegraben wurden.

  • Anbinden

Es ist nicht empfehlenswert, die Ziege mit einer langen Leine anzubinden, da dies für sie sehr stressig sein kann. Außerdem ist das Anleinen sehr gefährlich, da sich die Ziege versehentlich an dem Seil aufhängen kann.

Ziegen betreuen: Tag für Tag

Die Haltung von Ziegen kann eine einfache Aufgabe sein. Die Unterbringung in einem sauberen Unterstand, die Versorgung mit qualitativ hochwertigem Gras, nahrhaften Futtermitteln und viel Sonne helfen, die Gesundheitsprobleme stark zu reduzieren.

Eine routinemäßige Pflege ist das Schneiden der Klauen alle vier bis sechs Wochen. Dies ist sehr wichtig, da die Vernachlässigung der Klauen zu Lahmheit oder Infektion führen kann. Das Verfahren ist sehr einfach und dein Tierarzt kann dir zeigen, wie man es macht.

Beim täglichen Umgang mit deinen Ziegen solltest du immer auf alle körperlichen und verhaltensbezogenen Veränderungen achten.

Zu den Symptomen, die auf eine Erkrankung hinweisen, gehören Appetitlosigkeit, Lahmheit, Apathie, Atemnot, Durchfall, Augentränen, Nasenlaufen und abnormale Körpertemperatur. Wenn eines dieser Symptome auftritt, wende dich sofort an deinen Tierarzt.

Achte darauf, dass deine Ziegen gegen Tollwut, Tetanus und Clostridium (CDT) geimpft sind. Die Impfung gegen Tollwut kann die Ziegen schwächen. Daher sollten andere Schutzimpfungen mindestens einen Monat vor oder nach der Tollwutimpfung durchgeführt werden.

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