12 Gerüche, die Katzen nicht mögen

Obwohl sie dafür weniger bekannt sind wie Hunde, haben Katzen einen erstaunlichen Geruchssinn. Doch manche Gerüche, die für uns Menschen angenehm riechen, stellen für Katzen das genaue Gegenteil dar.
12 Gerüche, die Katzen nicht mögen

Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2022

Obwohl Hauskatzen nicht dafür bekannt sind, haben diese Tiere einen erstaunlichen Geruchssinn. Dieser ist bis zu 14-mal empfindlicher als der des Menschen. Katzen haben sogar doppelt so viele Rezeptorzellen in der Nase als wir Zweibeiner. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Tiere Gerüche wahrnehmen können, die für uns nur bloße Luft sind. Für unsere Samtpfoten kann das ein zweischneidiges Schwert sein, denn es gibt bestimmte Gerüche, die Katzen partout nicht mögen und die wir Menschen fast gar nicht wahrnehmen.

Hauskatzen sind geschickte und gewandte Tiere, die leicht in Stress geraten können. Daher solltest du sehr vorsichtig mit allen Gerüchen sein, denen dein Haustier auf Dauer ausgesetzt ist. Im Folgenden stellen wir dir 12 Gerüche vor, zu denen deine Katze lieber Abstand hält.

Vielleicht interessiert dich auch folgender Artikel: Geruchssinn von Katzen: ein starkes Organ

1. Zitrusfrüchte und Essig

Der Begriff „Zitrusfrüchte“bezieht sich auf eine große Gruppe mit etwa 60 Arten, die zur Gattung Rautengewächse (Rutaceae) zählen. Die wichtigsten Vertreter sind Zitronen, Orangen, Mandarinen, Grapefruit und Limette. Obwohl diese Früchte für Menschen gut riechen und schmecken, wissen wir, dass Katzen das Aroma von Zitrusfrüchten verabscheuen.

Diese Abneigung kann größtenteils auf Zitronensäure zurückgeführt werden, eine organische Tricarbonsäure-Verbindung mit stark saurem Geschmack, der diese Früchte für Menschen attraktiv macht. Wie auf professionellen Webseiten zu lesen ist, kann die Abneigung, die Katzen vor Zitrusfrüchten haben, von Herrchen und Frauchen in gewissen Situationen zum Vorteil genutzt werden.

Ein paar Orangenschalen an die Stelle zu legen, an denen sich die Katze nicht aufhalten soll, ist zum Beispiel eine natürliche Methode, damit die Katze in Blumengärten ihr Geschäft nicht verrichtet.

A cat in a lemon tree.

2. Eukalyptus-Arten

Der Begriff „Eukalyptus“ bezieht sich auf verschiedene immergrüne Bäume und Sträucher aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Wie vonseiten der American Society for the Prevention of Cruelty to Animals (ASPCA) berichtet wurde, stören sich Katzen nicht allein am Geruch. Die Tiere könne sich auch vergiften, wenn sie versehentlich die Blätter der Pflanzen verschlucken.

Der Verzehr von Eukalyptusblättern führt bei Katzen zu Übelkeit, Hypersalivation und Apathie.

3. Bananen

Bananen sind ein perfektes Nahrungsmittel für Menschen und neben Äpfeln auch das beliebteste Obst der Deutschen. Die Früchte geben allerdings einen Geruch ab, den Katzen hassen. Es wird vermutet, dass diese Reaktion auf die chemischen Stoffe zurückzuführen ist, die von der Bananenschale abgegeben werden.

4. Senf

Ob in Form von Soßen, Würzpasten oder als Samen – Senf ist ein scharfes Gewürz mit starkem Aroma und kräftigem Geschmack. Es ist nicht verwunderlich, dass Katzen Senf meiden. Wie wir bereits am Anfang des Artikels gesagt haben, sind Katzen Gerüchen gegenüber viel empfindlicher als wir Menschen.

5. Zimt und Koriander

Hier gilt das Gleiche wie in den vorherigen Fällen: Katzen lehnen normalerweise jedes Gewürz mit starkem Aroma ab. Deshalb ist es immer ratsam, dem Tier Futter ohne jegliche Gewürze zu geben, wenn du es zu Hause selbst zubereitest.

Lesenswerter Artikel zum Thema Gerüche: 8 Gerüche, die Katzen anlocken

6. Menthol und Teebaumöl

Menthol ist ein gesättigter sekundärer Alkohol, der in den Ölen einiger Pfefferminz-Arten, insbesondere der Ackerminze (Mentha arvensis) enthalten ist. Dies ist ein weiterer Geruch, den Katzen nicht mögen – das kommt den Besitzerinnen und Besitzern glücklicherweise zupass. Katzen werden möglicherweise kein Interesse an Lufterfrischern, Scheuermitteln und anderen für die Tiere giftigen Dingen haben, die nach Menthol oder Teebaumöl riechen.

7. Kiefernduft

Bei diesem Geruch musst du vorsichtig sein, denn es gibt Katzenstreu mit dem Duft von Kiefern und anderen „frisch riechenden“ Bäumen. Es ist möglich, dass dein Tier die Katzenstreu akzeptiert, wenn es Zeit für ihr „Geschäft“ ist. Allerdings solltest du nicht ausschließen, dass deine Katze die Benutzung der Katzentoilette aufgrund des starken Geruchs ablehnt. Im Allgemeinen bevorzugen Katzen Katzenstreu-Produkte ohne Zusätze (Duft, Farbe oder funktionelle Stoffe).

8. Verschmutzte Katzentoilette

Katzen sind äußerst reinliche Tiere und mögen keine unangenehmen Gerüche. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie sich von einer stark verschmutzten Katzentoilette abgestoßen fühlen und sie mit der Zeit sogar verweigern. Der Tierhalter steht also direkt in der Pflicht, diesen Bereich sauber zu halten. Konfliktträchtiges Verhalten des Tieres und unerwünschte Infektionen werden dadurch verhindert.

9. Reinigungsmittel

Wie du vielleicht schon gesehen hast, werden viele der Gerüche, die Katzen nicht mögen, in der Welt der Menschen mit Sauberkeit und Frische assoziiert (Zitrusfrüchte, Kiefernduft, Eukalyptus und Minze). Deswegen sind diese Düfte in den meisten Haushaltsreinigungsmitteln Standard.

Die Abneigung von Katzen gegen diese Düfte hat sowohl Vor- als auch Nachteile: Sie werden nicht versuchen, Reinigungsflüssigkeit zu sich zu nehmen, aber sie können damit aufhören, ein Spielzeug oder ein Katzenklo zu benutzen, wenn dieses mit stark duftenden Desinfektionsmitteln gereinigt wurde. Deshalb ist es immer ratsam, geruchsneutrale Produkte zu verwenden, mit denen die Umgebung des Tieres desinfiziert wird.

Vielleicht interessiert dich auch folgender Artikel: Selbstgemachtes Katzenspielzeug

10. Faulig riechende Lebensmittel

Katzen sind viel besser dazu in der Lage, verfaulte Lebensmittel wahrzunehmen als wir Menschen. Außerdem lehnen sie als Raubtiere alle Lebensmittel ab, die länger als ein paar Stunden offen herumstehen. Sei deshalb vorsichtig und halte den Abfall- und Biomülleimer geschlossen, denn die entweichenden Gerüche könnten deine Katze stressen.

11. Ätherische Öle

Ätherische Öle sind hoch konzentrierte pflanzliche Chemikalien mit einer hohen Duftwirkung. Es ist nicht verwunderlich, dass Katzen auch diese Gerüche nicht mögen, weil die organoleptischen Eigenschaften der Pflanzen durch das besondere Herstellungsfahren noch zusätzlich verstärkt wurden.

Neben der Ablehnung des Geruchs können ätherische Öle bei der Katze nach einem versehentlichen Verschlucken Vergiftungen hervorrufen.

12. Fremdgerüche

Zu den verabscheuungswürdigen Gerüchen zählt für Hauskatzen auch der Geruch anderer Katzen, vor allem dann, wenn dein Haustier als Kätzchen nicht richtig sozialisiert wurde. Es geht nicht darum, dass der Geruch der anderen Katze an sich unangenehm ist, sondern darum, dass die „ansässige“ Katze ihn als „Angriff auf ihr Revier“ auffassen kann. Das kann zur Folge haben, dass sie den Kontakt mit dem neuen „Mitglied“ höchstwahrscheinlich ablehnt.

A very angry cat outside a house.

Wie du jetzt vielleicht gesehen hast, gibt es viele Gerüche, die deine Katze nicht mag. Das bedeutet nicht, dass du alle Produkte mit Duft oder Aroma in deinem Haushalt wegwerfen solltest, um es dem Tier angenehmer zu machen. Allerdings musst du bei den Mitteln Vorsicht walten lassen, die du zum Reinigen von Spielzeug und der direkten Umgebung deines Haustiers verwendest.

Das könnte dich ebenfalls interessieren...
Baldrian für Katzen: Wirkung und Dosierung
Deine Tiere
Lies auch diesen Artikel bei Deine Tiere
Baldrian für Katzen: Wirkung und Dosierung

Baldrian für Katzen gibt es in einer Vielzahl von Produkten, die bei richtiger Anwendung zum Wohlbefinden deiner Katze beitragen können.